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Apr 17

Umweltschutz und Militär – Bereichsgruppe Wiener Neustadt lud zur Berichterstattung

Umweltschutz und Militär

Die Autorin absolvierte 2018/19 ein Verwaltungspraktikum im Referat Umweltschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit im Bundesministerium für Landesverteidigung. Die Wiener Neustädter Bereichsleiterin, Frau Irene Valina, lud sie ein, für den „Austrian Peacekeeper“ darüber zu berichten. Angesichts der aktuellen Krise hat sie sich entschieden, einen besonderen Schwerpunkt zu setzen.

Während ich diese Zeilen schreibe, dauert die Corona-Krisen in Österreich bereits seit fünf Wochen an. Weltweit sind dem Virus bereits 137.193 Menschen zum Opfer gefallen (Quelle: John-Hopkins-Universität; Stand 16. April 2020, 11:30h). Viele von uns leiden, sowohl auf wirtschaftlicher und finanzieller, als auch auf psychischer Ebene, unter den restriktiven Einschränkungen, denen unser Leben seit März ausgesetzt ist. Diese haben jedoch auch einen positiven Nebeneffekt: Die Natur scheint im wahrsten Sinne des Wortes aufzuatmen. Dies zeigen auch die Daten zu den Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf die Luftqualität, die das Umweltbundesamt regelmäßig veröffentlicht (www.umweltbundesamt.at). Auch wenn derzeit nur begrenzte Daten vorliegen, zeigt sich bereits eine Abnahme der Schadstoffbelastung in städtischen Ballungsräumen.

Freilich: „Ob die Corona-Krise auch langfristig positive Effekte auf die Umwelt haben wird, hängt von den Lösungsstrategien und Zukunftsperspektiven ab, die parallel zum akuten Krisenmanagement entwickelt und diskutiert werden,“ wie es in einem Bericht des Umweltbundesamtes vom 16. April heißt.

Sollten wir diesen positiven Nebeneffekt nicht auch als Anreiz sehen, um dem Umweltschutz auch im Rahmen der österreichischen Landesverteidigung einen höheren Stellenwert beizumessen? Militärische Landesverteidigung und Umweltschutz scheinen auf den ersten Blick unvereinbare Themen zu sein. Die Hauptaufgaben des Österreichischen Bundesheeres umfassen gemäß Bundesverfassung (Artikel 79) und Wehrgesetz (Paragraph 2) bekanntlich „über den Bereich der militärischen Landesverteidigung hinaus de[n] Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen und ihrer Handlungsfähigkeit und der demokratischen Freiheiten der Einwohner sowie die Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Inneren überhaupt“, sowie „die Hilfeleistung bei Elementarereignissen und Unglücksfällen außergewöhnlichen Umfanges“.

Entsprechend dem Nachhaltigkeitsprinzip sollte man unter dem Schutz der Bevölkerung allerdings nicht nur die Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit in Österreich verstehen, sondern auch „den Schutz der Lebensgrundlage jetziger und zukünftiger Generationen“, wie es der Generalstabschef, General Mag. Robert Brieger, in seinem Vorwort zum „Nachhaltigkeitsbericht“ des Österreichischen Bundesheeres 2018 betonte (nachzulesen auf der Bundesheer-Homepage, www.bundesheer.at). Damit stellt sich das Bundesministerium für Landesverteidigung auch in diesem Bereich seiner Verantwortung und der Vorbildfunktion, die ihm als öffentliche Institution zukommt.

Dies wird das Bundesheer auch in Zukunft in noch umfassenderer Art und Weise tun. In den nächsten Wochen sollen konkrete Konzepte präsentiert werden, um eine Ökologisierung des Bundesheeres zu erreichen. Damit soll ein Beitrag zur Erreichung jener Ziele zur Eindämmung des Klimawandels geleistet werden, welche sich die Bundesregierung in ihrem Regierungsprogramm gesetzt hat.

Gerade die Erfahrungen der Peacekeeper im Ausland, wo mitunter weit weniger sorgsam als bei uns mit dem Thema „Umwelt“ umgegangen wird, zeigen, wie wichtig der Bereich Umweltschutz ist. Um den Frieden in Zukunft zu sichern, ist es schlicht notwendig, auch unseren Planeten und damit die Lebensgrundlage aller Menschen zu schützen, um klimabedingten Konflikten vorzubeugen.

Mag. Sophie Stögerer absolvierte nach Abschluss ihrer Studien – Master of Science (Naturschutz- und Biodiversitätsmanagemant) und Bachelor of Science (Zoologie) – ein Verwaltungspraktikum im Bundesministerium (Abteilung Logistische Unterstützung, Referat Umweltschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit).

 

Bericht: Sophie Stögerer
Fotos:   www.biorama.eu/
www.tuepl.at/
www.bundesheer.at

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