Nov 13

Landesgruppe Burgenland begeht Kooperation mit Ungarischer Peacekeeperorganisation

Kooperationsabkommen mit der Vereinigung der Ungarischen Peacekeeper und Standartenübergabe durch den Landeshauptmann und den Burgenländischen Landtag an die Vereinigung der Österreichischen Peacekeeper (VÖP), Landesgruppe Burgenland.

Im Rahmen eines feierlichen Festaktes wurde am 30. Oktober 2021 im Sitzungsaal des Burgenländischen Landtag Geschichte geschrieben.

Im ersten Teil des Festaktes wurde die erste Partnerschaft einer Landesgruppe der VÖP mit einer benachbarten ausländischen Peacekeeperorganisation feierlich besiegelt. In Anwesenheit der Landtagspräsidentin von Burgenland, Frau Verena Dunst und des Präsidenten der VÖP, General i.R. Mag. Höfler und des gesamten Vorstandes unterzeichneten der Landesleiter Burgenland, Stabswachtmeister a.D. Bernhard Lechenbauer und der Präsident der Vereinigung der Ungarischen Peacekeeper, Oberst i.R. Ferenc Varro ein Kooperationsabkommen, das die Basis für die Partnerschaft und vertiefende weitere Zusammenarbeit beider Organisationen nun bildet.

Beide Präsidenten, Varro und Höfler, gingen in ihren Festansprachen auf die Bedeutung und Wichtigkeit von Friedenseinsätzen ein und erinnerten daran, dass es schon in der Monarchie erste gemeinsame Friedensoperationen von k.u.k. Soldaten aus beiden Reichshälften gab. In der neueren Zeit, ab 1995, sagte Höfler, der später als Kommandant auch für die Internationalen Einsätze des Bundesheeres verantwortlich war, wurde die internationale militärische Zusammenarbeit beider Staaten intensiviert. Zuerst wurde ein ungarischer Infanteriezug und später eine Kompanie in das österreichische UN-Bataillon auf Zypern integriert.

Im zweiten Teil des Festaktes übergab die Frau Landtagspräsidentin, Verena Dunst, der VÖP/Landesgruppe Burgenland eine Standarte, gewidmet vom Landeshauptmann von Burgenland, Mag. Hans Peter Doskozil und vom Burgenländischen Landtag. Landesleiter Bernhard Lechenbauer übernahm sichtlich tief ergriffen aus den Händen der Präsidentin des Landtages seine – die burgenländische – Peacekeeperstandarte, die er an den Standartentrupp (Standartenträger Vizeleutnant i..R. Franz Panis, Standartenoffiziere Vizeleutnant i.R. Alois Heindl und Zugsführer a.D. Johann Frühwirth) weitergab.

Zuvor segneten der Militärdekan Bischofsvikar MMag DDr. Alexander Wessely und die Frau Lektorin Gerda Haffer-Hochrainer die Standarte und die dazugehörigen Fahnenbänder, je eines gewidmet vom Landeshauptmann Doskozil und vom Burgenländischen Landtag, sowie eines von der Vereinigung der Ungarischen Peacekeeper.

Landtagspräsidentin Dunst betonte in ihrer Festansprache die Wichtigkeit der Tätigkeiten der Peacekeeper. Sie fördern die Kontakte und den Erfahrungsaustausch zwischen österreichischen und ausländischen Teilnehmern an internationalen Friedenseinsätzen und schaffen Aufmerksamkeit für diese Friedenseinsätze in der Öffentlichkeit. Dunst wies auch darauf hin, dass das Burgenland heuer 100 Jahre Zugehörigkeit zu Österreich feiert. Sie sagte, so gab es in den ersten Jahren nach dem Ersten Weltkrieg noch Kampfhandlungen und Streitigkeiten, so können wir heute mit Stolz auf eine gute Nachbar- und Partnerschaft mit unserem Nachbarland Ungarn zurückblicken. Deshalb, sagte Dunst, freut es mich umso mehr, dass heute das Kooperationsabkommen zwischen den Ungarischen und Österreichischen Peacekeepern feierlich unterzeichnet wurde.

Abschließend bedankte sich der Vizepräsident der VÖP, Generalleutnant i.R. Bernhard Bair besonders bei der Landtagspräsidentin Frau Dunst, die es ermöglichte, dass dieser historische Festakt im bedeutendsten Saal des Burgenlandes, im Landtagssitzungssaal, wo die Abgeordneten, die Vertreter des Burgenländischen Volkes tagen und die Landesgesetzte beschließen, stattfinden konnte. Ebenso bedankte sich Bair bei der hohen Geistlichkeit, aber auch beim Militärkommando Burgenland, das durch den stellvertretenden Militärkommandanten, Oberst Raimund Wrana, vertreten war und das ein Ensemble der Militärmusik, unter der Leitung von Offiziersstellvertreter Robert Steiner, zur feierlichen Umrahmung des Festaktes abstellte. Durch das Programm führte in bewährter Weise der zweite Vizepräsident der VÖP, Vizeleutnant i.R. Othmar Wohlkönig und Andrea Nagy stellte als Dolmetscherin sicher, dass alle sprachlichen Schwierigkeiten bestens gemeistert wurden.

Der Landtagssitzungsaal war, wo sonst die Regierungsmitglieder und die Abgeordneten sitzen, gefüllt, mit hohen und höchsten Vertretern aus Ungarn (u.a. der Chef der BEOSZ-Ungarn, General Karoly Hazuga, die Oberstleutnante Endre Udvardy, Bela Komka, Istvan Papp, Attila Laszlo sowie der Militärattachè der Republik Ungarn in Wien, Oberstleutnant d.G. Viktor Nagy) sowie mit vielen Mitgliedern und Gästen der VÖP, die in ihren blauen Uniformen immer wieder begeistert applaudierten. Auch der ORF Burgenland war anwesend und strahlte noch am selben Abend eine Zusammenfassung über diesen historischen Akt in Eisenstadt aus.

Mit der burgenländischen Landeshymne und dem Auszug der Standarte wurde der Festakt beendet. Anschließend lud die Frau Landtagspräsidentin zu einem Buffet, wo sie die Gelegenheit wahrnahm, mit den Peacekeepern aus Ungarn und Österreich noch interessante Gespräche zu führen.

 

Beitrag: Landesgruppe Burgenland
Fotos: Benjamin Heidinger, BA/Landesmedienservice

 

Nov 10

Totengedenken am Soldatenfriedhof Tummelplatz Innsbruck/Amras 2021

Am 7. November 2021 fand das traditionelle Totengedenken des Erhaltungsvereins Tummelplatz statt. Obmann Ing. Hans Zimmermann konnte zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen politischen Lebens vom Land Tirol, Stadt Innsbruck, Militär, Polizei und der Traditionsvereine aus Nord-, Ost- und Südtirol sowie dem Trentino mit ihren Fahnenabordnungen bei dieser Feierstunde begrüßen. An der Spitze der Militärkommandant Tirol Brigadier Mag. Ingo Gstrein, der in seiner Gedenkrede u.a. an das Leben und Wirken des 2020 tödlich so früh verunglückten Militärpriesters Mag. Hans-Peter Schiestl erinnerte. Die Ehrenkompanie wurde durch die Schützenkompanie Amras gestellt, für die musikalische Umrahmung sorgte die Stadtmusikkapelle Amras. Im Rahmen dieser Gedenkfeier wurde die neue Gedenkstätte der Schützenkompanie Wilten und der Kaiserschütze 1921 das an unseren Schützenkamerad Hans-Peter erinnert.

Am diesjährigen „Seelensonntag“ wie diese Feier heißt, nahm auch eine Abordnung der Tiroler VÖP teil, am UN Gedenkkreuz wurden zwei Ehrenposten aufgezogen, Landesleiter Brigadier i.R. Nikolaus Egger war unter den Ehrengästen.

Bericht: Cattani Bruno Toaba
Fotos: Erich Staudinger, Herbert Edenhauser

 

 

 

Okt 28

Bereichsgruppe Wiener Neustadt organisierte spannenden Vortragsabend über die Kriegsereignisse in Bosnien Herzegowina

Die Bereichsleiterin der Österreichischen Peacekeeper in Wiener Neustadt, Irene Valina lud mit Generalleutnant i.R. Bernhard Bair wieder zu einem höchst interessanten Vortrag über die Kriegsereignisse in Bosnien Herzegowina ein.

Der Vortragende erzählte über Bosnien und Herzegowina einem schönen Land, aber mit großen Herausforderungen. Generalleutnant i.R. Bernhard Bair, der viele Jahre beruflich in Südosteuropa, als Militärattaché und zuletzt als erster österreichischer Kommandant der EUFOR Truppen verbrachte, hielt am 25. Oktober 2021 vor einer großen Anzahl interessierter Zuhörer im Cafe Nuovo, in Wr. Neustadt einen interessanten Vortrag über die derzeitige Lage in Bosnien und Herzegowina (BuH).

Bair zeichnete ein düsteres Bild über die derzeitige Entwicklung in diesem schönen Land, mit einer Größe von 51197 km² und ca 3,2 Mio Einwohner. Die Wirtschaftslage ist weiterhin sehr angespannt, hohe Arbeitslosigkeit und geringes Einkommen zwingen viele Menschen Arbeit im Ausland zu suchen. Die Staatsebene ist sehr fragil und ist durch gegenseitiges Blockieren der drei Präsidenten (ein serbischer, ein muslimischer und ein kroatischer Bosnier) gekennzeichnet.

Anstoß für den derzeitigen Streit ist ein Gesetz des früheren Hohen Repräsentanten Inzko, dass er kurz vor Ablauf seiner Amtszeit, Ende Juli 2021, verfügte, womit die Leugnung des Völkermordes (bezieht sich im Wesentlichen auf Srebrenica, wo im Juli 1995 rund 8000 moslemische Männer und Buben ermordet wurden) untersagt und strafbar gemacht wurde. Die bosnischen Serben und dessen Repräsentant im Staatspräsidium, Dodik, verneinen, dass das Massaker von Srebrenica ein Völkermord war und lehnen dieses Gesetz vehement ab, da es vorwiegend gegen die Serben gerichtet sei. Er droht nun mit dem Auszug der bosnischen Serben aus allen Institutionen.

Mit dem Frieden von Dayton, 1995 wurde eine komplizierte und bis heute nicht überwundene verfassungsrechtliche Konstruktion geschaffen. Eine Dreierpräsidentschaft an der Staatsspitze und eine Ebene darunter die relativ selbständige Föderation Bosnien und Herzegowina (vorwiegend Bosniaken und Kroaten) und auf gleicher Ebene die Republika Srpska (vorwiegend Serben). Die wird wiederum getrennt durch das Sonderverwaltungsgebiet Brcko, in einen West- und Ostteil. Insgesamt hält man sich in BuH 5Präsidenten, 4 Vize-, 13 Ministerpräsidenten, 14 Parlamente bzw Landtage, ca 140 Minister und ca 700 Mitglieder verschiedener Parlamente und Landtage für eine Bevölkerung von knapp 3,3 Mill. Menschen.

Durch diese Vielzahl an Regierungen und Parlamente und das Proporzsystem soll für die drei konstituierenden Volksgruppen (Bosniaken, Serben und Kroaten) ein Anteil und Mitspracherecht in allen Institutionen gewährleistet werden. Selbstredend ist natürlich, dass ein so großer Regierung- und Verwaltungsapparat gewaltige finanzielle
Ressourcen verschlingt.

Abschließend stellte Bair die Frage, wie wird/soll es in BuH weitergehen? Die bosnischen Kroaten orientieren sich immer wieder Richtung Zagreb und die Republika Srpska droht wieder einmal mit einer Abspaltung und Unabhängigkeit. Gleichzeitig wird durch ein Veto Russlands im UN-Sicherheitsrat angedroht, das exekutive Mandat der EUFOR (Garant für die Sicherheit im Land) nicht mehr zu verlängern, was deren sofortigen Abzug bedeuten würde.

Übrigens eine der ersten Reisen des neuen österreichischen Außenministers Linhart führte nach Sarajevo, wo er bei einem Treffen mit den Staatsspitzen betonte, dass die Zukunft von BuH nur in der Europäischen Union liegen kann. Wird BuH diesen Weg gehen und ist das die Zukunft?

 

Bericht und Fotos: Hans Machowetz Obst i.R.

 

 

 

Okt 05

Augen auf und gemeinsam sicher – 300 Augen und die Sicherheitspartner in Wiener Neustadt

300 Augen und die Sicherheitspartner

Stadtpolizeikommandant Oberstleutnant Manfred Fries referierte beim Jour fixe der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper am 20. September 2021 im Café Nuovo über „Eine Stadt wie Wiener Neustadt im Spannungsverhältnis zwischen subjektivem Sicherheitsgefühl und objektiver Sicherheitslage“.

Bereichsleiterin Irene Valina freute sich über das rege Interesse und den gelungenen Abend.

Seit 10 Jahren Stadtpolizeikommandant und seit 40 Jahren Polizist in Wr. Neustadt – so präsentierte sich Manfred Fries, bevor er mit seinem Lieblingsthema „das subjektive Sicherheitssystem“ den Diskurs mit den Besuchern begann.

Die aktuelle polizeiliche Lage sieht einen verstärkten Streifendienst bei den schutzwürdigen Objekten vor. Drei sicherheitspolizeiliche Schutzzonen gibt es in Wr. Neustadt und dies scheint eine endlose Tätigkeit zu sein, derzeit bestehen am Bahnhof etwa 60 Betretungsverbote zum Schutz unserer Jugendlichen! Zusätzlich kam die Überprüfung der Quarantänemaßnahmen und dringend notwendige Zustellungen für die Gesundheitsbescheide noch dazu. Bei den drei Polizeiinspektionen in Wiener Neustadt sind mehr als 100 PolizistInnen angestellt, darüber hinaus gibt es auch noch eine Verkehrsinspektion mit Spezialwissen wie z. B. von den der Gefahrgüter. Weiters gibt es noch einen operativen Kriminaldienst, der zivil im Hintergrund agiert. Obwohl die kriminalpolizeiliche Entwicklung einem positiv stimmen könnte, schaut es bei einer persönlichen Betroffenheit immer ganz anders aus.

„Bei dem Projekt ‚Gemeinsam Sicher für die Innenstadt‘ geht es seit 5 Jahren um eine verbesserte Zusammenarbeit mit der Zivilbevölkerung sowie mit Behörden und Ämtern!  Bei verdächtigen Wahrnehmungen Polizei (- Notruf) anrufen! Besser einmal zu viel als zu wenig!“ meint der Polizeichef.

Die urbanen Herausforderungen sind die Bekämpfung der Gewalt in der Privatsphäre, die sichtbare Präsenz in der Öffentlichkeit wie beispielsweise mit den acht ausgebildeten FahrradpolizistInnen und schließlich die Überwachungsmaßnahmen wegen der Pandemie. Beispiele für das subjektive Sicherheitsgefühl: Als im Jahre 2006 Kameras der polizeilichen Videoüberwachung in der Herrengasse angebracht wurden, erhöhte sich drastisch das Sicherheitsgefühl, obwohl sich die Statistik der Körperverletzungen nicht wesentlich geändert hatte. Während der Flüchtlingskrise 2015 war die öffentliche Wahrnehmung ganz anders (sorgenvoller) als das bekanntgewordene statistische Zahlenmaterial von Straftaten.

Derzeit wird im Rahmen von „Gemeinsam Sicher“ das Licht-Projekt durchgeführt, d. h. in den Parkanlagen der Innenstadt wird die Beleuchtung erneuert und es wird heller und dadurch fühlbar sicherer.

In der Diskussion appellierte der Stadtpolizeikommandant an die ehrenamtlichen Sicherheitspartner in der Bevölkerung, die das Sprachrohr zur Polizei darstellen: „Jeder Einzelne von uns produziert Sicherheit in und für Wr. Neustadt. Die Polizei hat in der Stadt eine exzellente Interventionszeit von unter 5 Minuten und außerdem ist für Spezialeinsätze das Einsatzkommando COBRA und die Flugpolizei stets präsent!“ Seit 2017 besteht „Gemeinsam Sicher“, dies könne nur funktionieren, wenn man bei Gefahr sofort 133 wähle! Man solle sich keine Sorgen machen, die betroffene Person erfahre ob der strengen Datenschutzrichtlinien nicht, wer angerufen hat!

Der Schlussappell des Stadtpolizeikommandanten lautet: „In der Stadt gibt es 90 000 Augen der Bevölkerung und 300 der PolizistInnen! Schauen Sie deshalb nicht weg, rufen sie besser an!“

PI Wiener Neustadt Burgplatz  –   Burgplatz 2:                               059 133 3391 100
PI Wiener Neustadt Flugfeld    –   Julius Willerth-Gasse 24:        059 133 3392 100
PI Wiener Neustadt Josefstadt  –   Pottendorfer Str. 62:              059 133 3393 100

Polizeinotruf national                133
Polizeinotruf – international     112

 

Bericht & Fotos: Mag. Serge Claus

 

 

 

 

 

 

Sep 28

Das waren das Bundestreffen und die Mitgliederversammlung 2021

Die Bundes- und Mitgliederversammlung der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper ist vorüber. Zurück bleiben unvergessliche Eindrücke. Nach guter Vorbereitung der Landesleitung Tirol konnte für die aus ganz Österreich angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer – nachdem Freitag die Mitgliederversammlung mit Kameradschaftsabend stattgefunden hatte – Samstag zum Festakt am Bergisel wie auch zum Besuch des UN Museums nach Nauders geladen werden.

Die Bundes- und Mitgliederversammlung wurde im altehrwürdigen Hotel Gasthof Sailer Innsbruck abgehalten. Nach Einmarsch der VÖP Standarte zu den Klängen der Peacekeeperfanfare intoniert von einem Ensemble der Militärmusik Tirol, wurde die Sitzung – der Bundesvorstand war fast geschlossen anwesend – gemäß den ausgesandten Tagesordnungspunkten eröffnet. Als Ehrengast Militärkommandant von Tirol Brigadier Mag. Gstrein begrüßt.

Am Schluss der abgearbeiteten Tagesordnung standen Ehrungen an die im Beisein vom Präsidenten und den beiden Vizepräsidenten bei den Geehrten vorgenommen wurden. Zeitgleich wurden am Nachmittag die Damen mit einer kleinen Stadtführung durch Innsbruck verwöhnt, was in bewährter Weise von Oberst i.R. Scheibler mit Charme durchgeführt wurde. Der erste Kameradschaftsabend im „Sailer“ wurde lukullisch eingeläutet, es gab bis spät in die Nacht Gelegenheit über vergangene Zeiten zu plaudern. Aber auch was sich ergeben hat an Neuem seit den letzten Begegnungen.

Bei prächtigem Spätsommerwetter, Traumkulisse rundum mit Blick auf Innsbruck wurde tags darauf am Samstag auf historischem Boden den Gästen ein feierlicher Festakt mit „landesüblichen Empfang“ geboten.

Vor allem den angetretenen UN Veteranen, „verstärkt“ durch begleitende Partnerinnen und Damen. Geladene Ehrengäste, darunter der Militärkommandant von Tirol, Brigadier Mag. Ingo Gstrein, die Vizepräsidentin des Tiroler Landtages Mag. Sophia Kircher, Militärpfarrer MMMag. Gmachl-Aher, VÖP Präsident General i.R. Höfler, der Polizeichef von Tirol Hofrat Kohler und andere konnten von Landesleiter Tirol, Brigadier i.R. Nikolaus Egger begrüßt werden. Den festlichen Rahmen am Vorplatz des Ulrichshauses – einem ehemaligen k.u.k. Offizierscasino – bildete die Militärmusik Tirol in Vollstärke, die Innsbrucker Wiltener Schützen als Ehrenkompanie wie auch Fahnenabordnungen der Tiroler Traditionsverbände. Die VÖP Standarte hatte dabei Sonderstatus: Ein- und Ausmarsch mit Signal. Das Gesamtkommando hatte in bewährter Weise Vizeleutnant i.R. Wohlkönig inne. Auch ein Höhepunkt des Festakts: die Ehrensalve „General de Charge“ genannt, zackig abgefeuert durch die Ehrenkompanie Wilten.

Der Nachmittag desselben Tages wartete ebenso mit einem Novum auf: dem 1. Tiroler UN-Museum in Nauders in der Festung Hochfinstermünz. Hierzu wurde die Gäste mit einem BH Grossraumbus aus Innsbruck dorthin „verlegt.

Das UN-Museum feierlich eröffnet im Beisein von Präsident General i.R. Höfler und LL Brigadier i.R. Egger wie auch dem VBM von Nauders, Karl Ploner, bot den Besuchern Eindrücke von gesammelten Requisiten vieler Jahre aus den Einsatzländern. Das traditionelle Tiroler Schnapserl, vorher ausgeschenkt von Marketenderinnen der Nauderer Schützenkompanie, durfte ebenso nicht fehlen.

Nach der Rückverlegung nach Innsbruck konnte beim zweiten Kameradschaftsabend an den gestrigen Gesprächen angeschlossen werden was bei gutem Essen vom Buffet und bestem Service des Hauses sich ausgezeichnet ergab. Somit ist der Staffelstab übergeben: nach Salzburg der nächsten Bundesversammlung der Österreichischen Peacekeeper in Salzburg 2022!

Bericht: Cattani Bruno Toaba
Fotos: Kirchmair/VÖP Tirol, Alexander Panzhof

 

 

 

Sep 12

Das war die Austrian Peacekeepers Charity Golf Trophy 2021

G emeinschaft

O ffenheit

L eidenschaft

F airness

„GOLF“

Der sommerliche Herbsttag lockte am 4. September 2021 bereits zum vierten Mal wieder 75 Teilnehmer und Teilnehmerinnen zur geladenen Austrian Peacekeepers Charity Golf Trophy in Kooperation mit United Nations Golf Club und ORF Golfsektion in den Golfclub Föhrenwald (GCF).

Dieses Charity Golf Trophy ist ein besonderes Erlebnis, unter den Spielern entsteht meist eine lockere Atmosphäre, das Golfen macht Spaß und an diesem Tag wird alles andere in den Hintergrund gestellt. Landschaftlich sehr schön gelegen, ein perfekt gepflegter 18 Loch Platz, umgeben von Schwarzföhren und Buschwerk und mit Blick auf die Hohe Wand und den Schneeberg, das ist der Golfclub Föhrenwald.

Hin und wieder tummeln sich Zieseln – das Maskottchen vom GCF – auf dem grünen Rasen und man hat beinahe das Gefühl, sie beobachten und begleiten die Spieler.

Mit Weinverkostung, Tombola, hervorragendem Buffett und Preisverleihung durch die Präsidenten der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper, General i.R. Mag. Günter Höfler, ORF-Golfsektion Philip Miro und UN-Golfclub Brett Moldovan endete bei bester Stimmung die gelungene Veranstaltung.

Das Charity geht an Sr. Johanna Schwab von den Barmherzigen Schwestern in Zams in Tirol. Sr Johanna ist seit über 20 Jahren höchst erfolgreich im Kosovo tätig, wird dort auch als „Angel of the Kosovo“ bezeichnet. Unter anderem hat sie mit österreichischen Firmen und Schulen bisher 8 Schulen aufgebaut. Unser Beitrag geht an die Schule Scender Luarasi in Suva Reka (im Süden des Kosovos, wo jahrelang österreichische Peacekeeper stationiert waren). Diese ausgezeichnete Schule hat über 1000 Schüler welche in 2 Schichten unterrichtet werden.

Bis zum nächsten Jahr, wo wir wieder mit GOLF, der Sportart mit rätselhafter, angelsächsischer Sondersprache ( Birdie, Bogey, Par, Chip, Wedge, Diver) konfrontiert werden.

 

Bericht: Irene Valina
Fotos: Panzhof, Valina