Mrz 09

„Dag Hammarskjöld“ im Kloster Mariahilfberg/Gutenstein

Einen besonderen Ort für eine außergewöhnliche Lesung wählte P. Prior Gerhard Walder aus, das Servitenkloster am Mariahilfberg, wo seit 1672 Serviten ihren Dienst versehen. Im historischen Refektorium mit wertvoller Stuckdecke las Prof. Franz-Robert Wagner für die anwesenden Gäste aus Politik, Wirtschaft, der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper und Freunde des Hauses, aus dem Tagebuch von Dag Hammarskjöld (DH).

DH brachte auf seine Art und Weise Politik und Spiritualität sehr glaubwürdig zusammen. „Das höchste Gebet des Menschen bittet nicht um Sieg, sondern um den Frieden“. 1905 in Schweden/Jönköping geboren, 1953 zum 2. UN-Generalsekretär gewählt, gründete die UNO-Truppen (UENEF-United Nations Emergency Forces), die er zur Konfliktlösung der Suezkrise brauchte, 1956 kamen dann die „Blauhelme“ erstmals erfolgreich zum Einsatz. 1958 wurde DH wiedergewählt, er war sich bewusst, dass mit den Friedensaufgaben weiterhin große Herausforderungen auf ihn zukommen werden.

Am 18. September 1961 kam Dag Hammarskjöld auf dem Weg zu einer Friedensmission in den Kongo bei einem Flugzeugabsturz, ca. 15 Kilometer (9 Meilen) vom Flugplatz Ndola/Sambia entfernt, ums Leben. Kurz nach seinem Tod wurde ihm- posthum- der Friedensnobelpreis verliehen. 1963 erschien sein Tagebuch „Zeichen am Weg“,  hier hat er uns tiefe Spuren seines Seelenlebens hinterlassen.

Bericht: Irene Valina
Fotos:    Hans Kleedorfer, Fam. Kainz

 

 

Mrz 06

Bereich Weinviertel Süd lud zum Vortrag: Mein Einsatz in Mali

Am 2. März 2020 fand bei der Bereichsgruppe Weinviertel Süd ein Vortrag über den Einsatz in Mali von Hauptmann Eva Rinner und Hauptmann Bernhard Lindenberg statt. Bei einer Teilnehmeranzahl von über 40 Personen begrüßt der Bereichsleiter einige hochrangige Ehrengäste. Es wurde auch eine Ehrung von unserem Ehrenpräsidenten, General i.R. Günther Greindl und dem Landesleiter Oberstleutnant Manfred Sommer vorgenommen. Nach dem Vortrag gab es einen kleinen Imbiss und ein gemütliches Beisammensein. Der Vortrag war äußerst interessant. An dieser Stelle noch ein Danke an die beiden Vortragenden.

Bericht & Fotos: Richard Roblicka, Bereichsleiter Weinviertel Süd

 

Mrz 01

Bereichsgruppe Wiener Neustadt veranstaltete Vortrag über den Tschad-Einsatz des Jagdkommandos

Wiener Neustadt, 24. Februar 2020: Heute war wieder einmal volles Haus im Cafe Nuovo in der Neustädter Fußgängerzone beim Jour Fixe der Österreichischen Peacekeeper. Zum Vortrag über den Einsatz im Tschad von Oberst Rudolf Weissenbacher, dem stellvertretenden Leiter des Jagdkommandos, durfte Bereichsleiterin Irene Valina den Niederösterreichischen Landesleiter Oberstleutnant Manfred Sommer, Vorstandsmitglied Richard Roblicka, die Neustädter Gemeinderäte Ing. Robert Pfisterer und Johann Machowetz sowie den Bürgermeister von Piesting, Roland Braimeier, die Obersten Günter Batunek und Siegfried Albel sowie eine breite Delegation aus der BHAK für Führung und Sicherheit und zahlreiche Interessierte begrüßen. Das Jagdkommando beteiligte sich bis Ende 2009 an der humanitären Mission der Vereinten Nationen im Tschad, um den hunderttausenden Flüchtlingen zu helfen, die aus der westsudanesischen Krisenregion Darfur vertrieben wurden.

Der Einsatz des Österreichischen Bundesheeres in der Republik Tschad war in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Der Einsatz, der als EU-geführte EUFOR (European Union Force)-Mission begann, hatte das Ziel, hunderttausende Flüchtlinge vor Rebellen und marodierenden Banden zu schützen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen forderte der Darfur-Konflikt im Sudan über 300.000 Menschenleben und führte zu mehr als 2,7 Mio. Flüchtlingen. Insbesondere die in schnell wachsenden Zeltstädten untergebrachten Flüchtlinge benötigten dringend humanitäre Hilfe und Schutz vor Übergriffen durch Rebellen und umherstreifenden Räuberbanden. Kernstück der rot-weiß-roten Truppe waren 40 Soldaten des Jagdkommandos. Sie sorgten in Abeché, weit im Osten des Tschad, für die Sicherheit von Flüchtlingslagern. Nach der Rückverlegung war Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) bei einer Visite im Stützpunkt der Elite-Einheit im August 2009 voll des Lobes: Der Einsatz im Tschad sei ein Erfolg gewesen. Es war von 2007 bis 2009 einer der gefährlicheren Auslandseinsätze in der Geschichte des Österreichischen Bundesheeres. Früh war klar, dass hoch bewegliche Spezialeinsatzkräfte des Jagdkommandos eingesetzt werden müssten, um mit möglichst wenig Personal ein riesiges Areal zu überwachen „und die Soldaten sind physisch und psychisch ausgebildet mit einem Durchhaltevermögen von über ein Jahr!“ ergänzte der Jagdkommando-Oberst. „Man musste zuerst die Situation verstehen“, fuhr er fort, „Wer ist gegen wen? Wussten wir am Anfang nicht, es gibt interne ethnische Konflikte und Kriminalität zusätzlich zu den Angriffen der Rebellen“

Rudi Weissenbacher erklärte die schwierige Geographie des Riesenlandes, ein Binnenstaat im nördlichen Zentralafrika. Hauptstadt und zugleich größte Stadt ist N’Djamena (ca. 1,4 Mio. Einwohner) im Südwesten des Landes. Als Grafik brachte er den Vergleich mit der Fläche des Tschad im Verhältnis zu Europa. Die Landesfläche des Tschad beträgt 1.284.000 Quadratkilometer und erstreckt sich dabei über verschiedenste Klima- und Vegetationszonen – von der Sahara im Norden bis zu den Trockenwäldern im Süden. Die Republik Tschad grenzt an Libyen im Norden (1.055 km), an Sudan im Osten (1.360 km), an die Zentralafrikanische Republik im Süden (1.197 km) und an Kamerun (1.094 km), Niger (1.175 km) und Nigeria (87 km) im Westen. Das Gelände besteht aus Wüste, Steppen, Büschen und Steinplateaus. „Wir hatten hier in Sandgruben geübt und vor Ort auch“, die Temperatur ist im Norden von -3° bis +40° und im Süden sind ständig 25°, es gibt nur zwei Jahreszeiten die Regen- und die Trockenzeit.

Zunächst sammelten sich die Soldaten im Camp „Europe“ in N’Djamena, bis sie Anfang März dann mit ihren Fahrzeugen in einem dreitägigen Landmarsch ins fast 1000 Kilometer entfernte Abeché aufbrachen. „Man muss sich vorstellen, die hatten dort bis 2000 Strom aus Aggregaten, danach war‘s finster!!“ erzählte der Vortragende. „Es waren auch keine Autobahnen zum Fahren, sondern Pisten und Pfade, also statt einer 10-Stunden-Fahrt dauerte es eine Woche“. Zu den Fahrzeugen erwähnte der Redner „Die wüstentauglichen Puch G waren super mit beschusssicheren Reifen usw., es war aber wichtig, einen Mechaniker mitzuhaben, der ohne Computer aber mit Ersatzteilen reparieren konnte. Die einfachsten Autos sind dort das Beste!“ Ein Rätsel bleibt noch immer für den Oberst „egal, wo wir waren, sobald wir stehen geblieben sind, waren Leute da“, der Vortrag ging weiter mit Foto-Impressionen aus dem Einsatzgebiet. „Die direkte Kommandostruktur wurde als sehr hilfreich eingestuft, eine face-to-face mit dem dortigen General. In schwierigen Situationen durfte man Luftunterstützung mit französischen Mirage 2000 anfordern, sie kamen eine halbe Stunde zeitversetzt, ein Gazelle-Hubschrauber ist auch mitgeflogen, wir hatten den Treibstoff mit und die konnte bei Bedarf Verletzte mitnehmen.“ Als Fazit zum Einsatz meinte der Offizier: „Man konnte die humanitäre Lage und die Sicherheitslage in der Grenzregion zwischen dem Tschad und dem Sudan zwar verbessern, den Konflikt jedoch nicht dauerhaft lösen. Dafür sind in erster Linie die beteiligten Staaten selbst verantwortlich“. Als Beispiel brachte er das Wasser, beim wilden Brunnenbau können manche Dörfer einem anderen Dorf das Wasser wegnehmen und so seien Kämpfe vorprogrammiert, das Land müsse es endlich schaffen, dass alle Wasser haben! Die Frage, ob die Soldaten kulturell vorbereitet waren, beantwortete der stellvertretende Kommandant eindeutig mit Ja: „Afrika-Experten bildeten sie aus, z. B. wie reagiere ich gegenüber Kindersoldaten, der Bevölkerung gegenüber? Wir waren Gäste und haben Hilfe angeboten“. Im Anschluss war noch Zeit für einen Gedankenaustausch und Kameradschaftspflege.

Bericht & Fotos: Mag. Serge Claus
Titelfoto: Bundesheer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Feb 29

Landesleiter Burgenland vertritt die VÖP beim Festakt 30 Jahre BEOSZ in Budapest

Am 26. Februar 2020 feierte BEOSZ, der Dachverband aller wehrpolitischen Vereine Ungarns, in Budapest sein 30 jähriges Gründungsjubiläum.  Die Vereinigung Österreichischer Peacekeeper wurde bei diesem Festakt durch den Landesleiter Burgenland, Bernhard Lechenbauer und Johann Frühwirth vertreten.

Ein Höhepunkt der Feierlichkeiten war die Verleihung des Offizierskreuzes durch Bernhard Lechenbauer – im Auftrag von General Günter Höfler – an den Präsidenten der BEOSZ, Karoly Hazuga. Hazuga wies bei seinen Dankesworten auf die ausgezeichnete Zusammenarbeit und gelebte Partnerschaft zwischen der VÖP und BEOSZ hin. Er sagte auch, dass er sich schon jetzt auf seine Teilnahme beim diesjährigen Bundestreffen in Graz freue. Eine Führung durch das Parlament in Budapest und ein Abendessen mit dem ungarischen Verteidigungsminister, Tibor Benkö, der die österreichische Delegation persönlich begrüßte, rundete diese sehr feierliche Veranstaltung ab.

Bericht & Fotos: Landesgruppe Burgenland

Feb 20

Landesleiterkoneferenz 2020

Reichenau a.d. Rax, 14. – 15. Februar 2020:  Unter dem Motto „ VÖP – the way ahead“ fand die diesjährige Landesleiterkonferenz der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper im Seminarzentrum des Österreichischen Bundesheeres in Reichenau an der Rax statt. Bei Kaiserwetter erfolgte die Anreise zum „Rothschildschloß“ oder „Traumschloß im Grünen“ wie es auch genannt wird. Ein gewählter „Stilmix“ von einem Gebäude durch Baron Nathaniel Rothschild,  denn deutlich ist der Unterschied zwischen dem im englischen Landhausstil errichteten Personaltrakt und dem im Stile der französischen Renaissance erbauten Schloß zu sehen.

Ein umfassendes Arbeitsprogramm unseres Präsidenten erwartete die Vorstandsmitglieder, Landesleiter und Fachreferenten für diese beiden Tage. Nach der Begrüßung durch den Leiter  des Seminarzentrums, Amtsrat Major Stefan Lackner, und durch General i.R. Mag Günter Höfler stellte Oberstleutnant Helmut Gekle, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Auslandseinsatzbasis und neuer Fachreferent ÖA, das von ihm erarbeitete „Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit-Public Relations“ für unsere Vereinigung vor.

Eine zunehmende Bedeutung haben die sogenannten „Social Media”. Die Teilnehmer dieser Konferenz waren sich auch dahingehend einig, dass „interne Probleme“ niemals auf z.B. facebook ausgetragen werden dürfen, dies gilt auch für persönliche politische Äußerungen in Vereinskleidung – beides schadet nur unserer Vereinigung. Als ein nächster Schritt wird nun im Einvernehmen mit den Landesleitern eine „Public Relations Strategy“ erarbeitet werden.

Unsere Zeitschrift „The Austrian Peacekeeper“ – kurz TAP ist für die Kommunikation innerhalb unserer Vereinigung, vor allem für unsere Mitglieder, von besonderer Bedeutung, und daher war dies ein ausgiebiger Themenschwerpunkt. Der neue Chefredakteur, Univ.-Doz. Hofrat Dr. Erwin Schmidl und der Chef vom Dienst, Florian Sassmann vom Vehling Verlag waren extra angereist, um zu den Landesleitern zu sprechen. Ziel ist es, mit dem „neuen TAP“ eine Qualitätssteigerung zu erreichen.

Im Anschluss daran kamen die Landesleiter zu Wort und stellten ihre Jahresprogramme vor. Die Landesgruppen sind für unsere Vereinigung von sehr großer Bedeutung, denn sie sind die Basis und machen die VÖP für die Mitglieder erlebbar. Sehr offene Gespräche über den Stand unserer Vereinigung und seine Herausforderungen auf Vorstands- und Landesebene beendeten den ersten Tag. Am Abend bestand dann die Möglichkeit im Schloß-Weinkeller bei einer Weinverkostung durch den Somelier des Hauses die Gespräche weiter fortzuführen.

Der Samstag begann mit der Fortsetzung der Vorträge durch die Landesleiter, im Anschluss daran kamen die Fachreferenten zu Wort. Mit den gemachten, interessanten Vorschlägen und den Folgerungen daraus wird sich der Vorstand noch eingehender befassen. Danach kam wieder der Präsident zu Wort, und sprach zum Thema „Weiterentwicklung unserer Vereinigung“. „Wo stehen wir ?, wo wollen wir hin, was müssen wir tun, um unsere Ziele zu erreichen?“

Viele Aspekte dazu brachten bereits die Landesleiter und Fachreferenten ein. Unbestritten ist, dass wir uns alle bemühen müssen, Mitglieder zu werben, vor allem auch jüngere Einsatzsoldaten und – soldatinnen aus Missionen, die von der EU, der NATO und der OSZE geführt werden. Um letztlich auch diesen Kameraden- und Kameradinnen eine „Heimat der Österreichischen Peacekeeper“ zu sein, und ihnen die Möglichkeit der Kameradschaftspflege zu bieten.

Die „Marschgruppe der VÖP – marching for peace“, engagiert geleitet durch Andreas Gierer, spricht sicher vor allem jüngere Mitglieder an. Angeregt wurde auch, eine Gruppe „Schießen“ zu gründen. Wer Interesse hat diese zu leiten, ist eingeladen, sich an den Generalsekretär zu wenden. Ein Informationsblock, mit Schwergewicht „International Day of UN Peacekeepers – Mitgliederversammlung/Bundestreffen“, beendete die diesjährige Leiterkonferenz.

Der Präsident dankte den Landesleitern, den Fachreferenten, dem Büro und dem Vorstand für ihr Wirken, für ihr Engagement für unserer Vereinigung und schloss mit den Worten: „Die Vereinigung Österreichischer Peacekeeper ist eine sehr zeitgemäße und bedeutende Institution, die  ehrenamtliche Tätigkeit in dieser ist keine Selbstverständlichkeit, umso mehr gebührt euch allen Dank und große Anerkennung“.

In Rahmen der Leiterkonferenz wurden zu Fachreferenten ernannt:

Chefredakteur TAP: Univ.-Doz. HR Dr. Erwin Schmidl

Chef vom Dienst TAP: Florian Sassmann

Öffentlichkeitsarbeit: Oberstleutnant Helmut Gekle

Blue Shield: Univ-Prof. Dr. Friedrich Schipper

Soziale Medien und Grafik: Mag. Alexander Panzhof

Marschgruppe: Andreas Gierer

Reisen: Erik Nowak

Bericht: Irene Valina und Günter Höfler
Fotos: Alexander Panzhof

 

 

 

 

 

Feb 14

Full House beim Wiener Jour Fixe – Ein Abend der Ehrungen, Ernennungen und Erinnerungen

Der Jour Fixe des Landesgruppe Wien am 12. Februar war ein Abend der vielen Mitgliedern in Erinnerung bleiben wird.  Es gab vier Ehrungen, drei Ernennungen sowie zwei Geburtstage zu feiern. Und im Anschluss daran zeigte Loitschy Heindl den Film „1960 Vom Kongo in den Tschad 2010“.

Landesleiter Hans Zimmermann konnte sich über einen Teilnehmerrekord freuen, im d’Landsknecht, dem traditionellen Treffpunkt gingen schon die Plätze aus. Begonnen wurde der Abend mit (nachträglichen) Glückwünschen an die beiden Ü80-Jubilare Hubert Schmolek und Rudolf Hecht zum 87. bzw. 81. Geburtstag.

Danach überreichten Hans Zimmermann zusammen mit VÖP-Vorstandsmitglied und Bereichsleiterin Wr. Neustadt, Irene Valina, im Namen des Präsidenten General iR Günter Höfler Herrn Vizeleutnant Richard Knaus seine Ernennungsurkunde als „Milizbeauftragter“ der VÖP.

Jede Vereinigung braucht mehr als einen Mann, um zu funktionieren und zu wachsen. Und so wurden Zugsführer Peter Götz zum Landesleiter-Stellvertreter, Zugsführer Markus Pollak zum Verbindungsoffizier zur Chargengesellschaft sowie Wolfgang Heger zum Bereichsleiter Mitgliederbetreuung der Landesgruppe eingesetzt. „Mit diesem engagierten Team zur Unterstützung an meiner Seite, werden wir die Ziele der Landesgruppe im speziellen aber auch der VÖP insgesamt engagiert angehen und umsetzen“, sagte Hans Zimmermann im Anschluss an die Ernennungen.

Die Landesgruppe hat 40 Mitglieder, die dieses Jahr für Ehrenzeichen der VÖP für langjährige, treue Mitgliedschaft und Engagement anstehen. Den ersten konnten  Wolfgang Heger und Hans Zimmermann bereits Ihre Ehrenzeichen überreichen:

Oberst des Intendantzdienstes Mag. Peter Prah       Ritterkreuz in Bronze
Hauptmann  Alexander Moshammer                           Verdienstmedaille in Silber
Stabswachtmeister aD Elmar Johann Peschetz       Verdienstmedaille in Gold
Manfred Sauer                                                                    Verdienstmedaille in Gold

Nach diesem umfangreichen offiziellen Teil ging es dann mit dem von Loitschy Heindl präsentierten Film „1960 Vom Kongo in den Tschad 2010“ weiter. Bei Speis und Trank klang dann der Abend im gemütlichen Zusammensein aus.

Bericht: Johann „Hans“ Zimmermann
Fotos: © Josef Möseneder

 

Feb 06

Oberösterreichische Blauhelme beim Ball der Heeresunteroffiziersakademie in Enns

Enns, 31. Jänner 2020: Heute fand der 48. Ball der Heeresunteroffiziersakademie in Enns statt. Bestens organisiert vom Kaderpersonal der Heeresunteroffiziersakademie wurde den Ballbesuchern ein abwechslungsreiches, buntes Programm mit musikalischen Highlights bis in die frühen Morgenstunden geboten. Unter den zahlreichen Gästen fanden sich unter anderem der österreichische Militärbischof, der Leiter der Einsatzsektion des BMLV, der Kommandant der Landesverteidigungsakademie sowie der neu bestellte Militärkommandant von Oberösterreich, Brigadier Dieter Muhr. Auch wir Peacekeeper waren wieder mit Freude dabei. Danke für die Einladung und für den wundervollen Ballabend unter Kameraden.

Bericht & Fotos: Rudolf Tischlinger, Landesleiter OÖ

Hier gibt’s noch mehr Fotos: HUAK Ball 2020

 

 

Feb 01

Tiroler Peacekeeper folgten Einladung zur Angelobung in Innsbruck

Der Kommandant des Stabsbataillons 6 (StbB6), Oberst Peter Nuderscher, lud zur feierlichen Angelobung des Einrückungstermins Jänner 2020 in die Standschützenkaserne in Innsbruck. Umrahmt von der Militärmusik Tirol, unter der Stabführung von Oberst Professor Hannes Apfolterer, einer honorigen Abordnung aus Politik und Wirtschaft, sowie Partnern und zahlreicher Tiroler Traditionsvereine konnten wir als starker Trupp von Peacekeepern – in der Stärke von 6 Mann – das Wesen der Auslandseinsätze des Österreichischen Bundesheeres würdig repräsentieren. Die Funktionssoldaten sind wichtige Träger eines funktionierenden Systems. Erfreulich die Bekenntnis zum Dienst mit der Waffe zur Sicherheit unseres Landes. Viel Soldatenglück!

Bericht & Foto: Oberst i.R. Fritz Scheibler, stellvertretender Landesleiter Tirol

 

 

 

Feb 01

Aktuelles aus dem Einsatzraum – UNIFIL Heimaturlauber besucht Bereichsleiterin

Im Jänner fand ein Treffen zum Informationsaustausch zwischen der Bereichsleiterin von Wiener Neustadt, Frau Irene Valina und Herrn Vizeleutnant Holger Murkowsky, der zurzeit als UN Soldat in der Funktion als FMUO und Kdt ComCen im Camp NAQOURA im Libanon seinen zweiten Einsatz ableistet, statt. Vizeleutnant Murkowsky wird voraussichtlich bis Juni 2020 seinen Dienst versehen, sollte er nicht noch verlängert werden.

Die Bereichsleitung versucht in ihrer Vereinstätigkeit nicht nur die Erinnerungen und Traditionen ehemaliger Missionen zu erhalten, sondern möchte auch Kontakte und Erfahrungsaustausch zwischen ehemaligen und noch aktiven Peacekeepern herstellen bzw. aufrecht erhalten.

In Verfolgung dieser Zielsetzung hat Murkowsky bereits im August 2018 bei einem Jour Fixe einen Vortrag mit dem Titel „Mein Einsatz im Libanon 2017“ gehalten. Für die anwesenden UN-Veteranen war es interessant zu erfahren, wie UN Missionen gegenwärtig organisiert sind und unter welchen Bedingungen und Einschränkungen der Dienst von UN Soldaten im Libanon versehen wird.

Es war daher auch eine echte Bereicherung, dass er den Gästen bei seinem Kurzbesuch die neuesten militärischen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Nahen Osten und speziell im Libanon darstellen konnte und die Reaktion der UN dazu erläuterte. Im Gegenzug erfuhr er sicher nicht nur den neuesten Klatsch und Tratsch aus Wiener Neustadt, sondern auch seriöse Hintergrundinformation zum Thema „Was bewegt die Bevölkerung in Österreich?“

Vizeleutnant Murkowsky wurde mit den besten Wünschen verabschiedet und es wurde ihm das Versprechen abgerungen (Nachhaltigen Widerstand hat er nicht geleistet.), nach der Rückkehr von seinem Einsatz wieder für Vortragstätigkeit zur Verfügung zu stehen.

Bericht: Günter Bartunek, Oberst iR
Fotos: Holger Murkowsky, Vizeleutnant

 

 

Jan 31

Tiroler Peacekeeper zu Gast beim Sicherheitsenquete mit dem nunmehrigen Generalsekrektär des Bundesministeriums für Inneres

Vor geraumer Zeit veranstaltete das Land Tirol eine Sicherheitsenquete bei der auch die Tiroler Blauhelme eingeladen waren. Der damalige Landespolizeidirektor von Tirol, Mag. Helmut Tomac, ließ sich spontan und gut gelaunt für ein Foto mit Tiroler Peacekeepern ablichten, was uns ebenso gefreut hat! Die Tiroler Friedenssoldaten freuen sich, dass der ehemalige Landespolizeidirektor von Tirol, Mag. Helmut Tomac vor kurzem zum Generalsekretär des neuen Innenministers Karl Nehammer MSc bestellt wurde.

Wir wünschen unserem Landsmann und neuen Generalsekretär im BM.I Mag. Helmut Tomac alles Gute zu seiner neuen und fordernden Tätigkeit als „rechte Hand“ des Innenministers!

Bericht und Foto: Toaba, Vizeleutnant dRes
Presse/ÖA – VÖP TIROL




						
						
						
		

Jan 15

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil wird unterstützendes Mitglied bei der VÖP

Der Landesleiter Burgenland, Bernhard Lechenbauer, stellte bei einer Angelobung dem burgenländischen Landeshauptmann die Zielsetzung unseres Vereins vor, der spontan eine unterstützende Mitgliedschaft zusagte. Am 13. Jänner 2020 war es dann soweit! Im Büro des Landeshauptmanns wurde die Beitrittserklärung, unter großem Interesse der örtlichen Medien, durch Hans Peter Doskozil unterzeichnet. Dieser betonte, dass ihm die Anliegen der Peacekeeper, auch als Landeshauptmann, sehr wichtig sind und er alle Maßnahmen zur internationalen Friedenssicherung und Einhaltung der Menschenrechte im Besonderen unterstützt.

Besonders interessiert war der Landeshauptmann auch an den Einsatzerfahrungen von Alfred Simon aus Stoob im Burgenland, ein Peacekeeper der ersten Stunde. Er war Angehöriger des ersten Kontingents, ein Sanitätskontingent, welches vor 60 Jahren von der Republik Österreich in den Kongo entsandt wurde.

Abschließend informierte Lechenbauer den Landeshauptmann über die weiteren Aktivitäten der burgenländischen Peacekeeper. Doskozil sagte auch zu, die eine oder andere Veranstaltung zu besuchen.

Bericht: Landesgruppe Burgenland
Fotos: Landesmedienservice Burgenland

 

Jan 11

Jahresausklang 2019 der Peacekeeper in Wolfsberg

Trotz des etwas unwirtlichen Wetters (Schneefall) ließen es sich unsere Kameraden aus ganz Kärnten und auch aus der Steiermark nicht nehmen, am 13. Dezember zur letzten Veranstaltung des Jahres nach Wolfsberg zu kommen.

Als Gäste konnte der Bereichsleiter u.a. auch den Bezirksfeuerwehrkommandanten – Oberbrandrat Wolfgang Weisshaupt, den Redakteur der Unterkärntner Nachrichten – Michael Swersina und Oberst aD Ferdinand Pelzer begrüßen. Vizebürgermeister Ewald Mauritsch fand trotz anderwärtiger Verpflichtungen auch noch Zeit uns zu beehren und überbrachte die besten Grüße und Weihnachtswünsche des Bürgermeisters.

In der zu Weihnachten üblichen Trauerminute wurde an die im Auslandseinsatz verstorbenen Kameraden als auch jener Kameraden, die inzwischen von uns gegangen sind, gedacht.

Kamerad Christian Gajsek wurde die Verdienstmedaille in Bronze verliehen. Nicht unerwähnt darf bleiben, dass Oberwachtmeister aD Josef Ladinig die Marschmedaille in Bronze für den Internationalen Hochgebirgsmarsch des Militär-Fallschirmspringer-Verbandes „Ostarrichi“ erhalten hat.

Vizeleutnant Heinz Hochegger vom MilKdo Kärnten brachte anschließend einen Vortrag über UNSER HEER 2030 – DIE ANTWORT AUF KÜNFTIGE BEDROHUNGEN mit Interview von Verteidigungsminister Thomas Starlinger über den „desaströsen Zustand“ des Bundesheeres sowie Statements von Franz-Stefan Gady, Analyst für Militärstrategie.

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Beim anschließenden Kameradschaftsabend mit reichhaltigem Buffet wurde noch ausführlich über den Vortrag diskutiert.

Mit einer Abschlussrunde „one for the road“ an der Bar verabschiedete sich der Bereichsleiter mit den besten Weihnachts- und Neujahrswünschen von den Kameraden aus nah und fern.

© Bild & Text / Frank

 

 

Jan 11

Weihnachtsfeier der Villacher Peacekeeper

In der festlich dekorierten „Gmanstubn“ im Brauhof konnte der Stv. Landesleiter, der für die Dauer des Auslandseinsatzes des Landesleiters die Agenden des Bereichsleiters Villach wahrnimmt, am 27. November die Peacekeeper Kameradinnen und Kameraden zur Weihnachtsfeier begrüßen. Zur Überraschung aller auch den Landesleiter, Vizeleutnant Franz Urschitz, der sich gerade auf Weihnachtsurlaub befand. Auch der ehemalige Bereichsleiter, Vizeleutnant iR Johann „Floki“ Floriantschitz, der seinen Ruhestand überwiegend im fernen Osten verbringt, fand sich zum letzten Stammtisch des Jahres ein. Ganz besonders erfreute auch die Anwesenheit von Oberst aD Ferdinand Pelzer, der seinerzeit schon in Ruanda mit dabei war.

Wie beim Jahresausklang üblich, wurde dann mit einer Gedenkminute an die im Auslandseinsatz verstorbenen Kameraden als auch an jene Kameraden, die inzwischen von uns gegangen sind, gedacht.

Im Hinblick auf den dzt. Einsatzraum des Landesleiters brachte der Stv. Landesleiter einen Kurzfilm über den „KOSOVO – Welche Zukunft 10 Jahre nach der Unabhängigkeit“ aus der ARTE Mediathek, der von Vizeleutnant Urschitz auch entsprechend seiner bisher gewonnen Erfahrungen kommentiert wurde.

Als ältestes Mitglied der Villacher Peacekeeper dankte Oberst iR Ing. Harald Wilfing mit einem kurzen Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr und für die bisher gepflegte Kameradschaft.

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Anschließend erhielt Frau Andrea Slamanig vom Landesleiter die VÖP Verdienstmedaille in Silber für ihre langjährige Mitgliedschaft.

Mit einer Auswahl von fünf festlichen Menüs ging es dann zum gemütlichen Teil des Abends über, der nach angeregten Diskussionen mit den besten Weihnachts- und Neujahrswünschen des Landesleiters und seines Stellvertreters ausklang.

© Bild & Text / Frank

 

Dez 20

Weihnachtsfeier der Burgenländischen Peacekeeper

Am Dienstag, den 17.  Dezember war es wieder soweit. Im Gasthof Schwentenwein, in Walbersdorf, wurde im festlich geschmückten und bis zum letzten Platz gefüllten Vereinslokal, die diesjährige Weihnachtsfeier der Landesleitung Burgenland abgehalten.

Der Landesleiter, Bernhard Lechenbauer – von Freunden auch Berni genannt, konnte auf ein sehr erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken. National war die Teilnahme beim Bundestreffen in Wr. Neustadt zu erwähnen, wo auf Initiative von Lechenbauer eine Partnerschaft zwischen der VÖP und BEOSZ abgeschlossen wurde. International war Berni wieder in Ungarn sehr aktiv und beispielhaft wurden für das Jahr 2019 unter anderem die Kranzniederlegung am Peacekeeperdenkmal im Friedenspark Pakozd sowie Gespräche mit der ungarischen Peacekeeperassociation in Varpalota, angeführt.

Die Verdienste des Landesleiters Burgenland für die VÖP wurden am 11. Dezember an der Landesverteidigungsakademie mit dem Offizierskreuz, verliehen durch den Präsidenten der VÖP, Generali.R. Mag. Günter Höfler, gewürdigt.

Höhepunkt der diesjährigen Weihnachtsfeier war eine „Liveschaltung“  von Lechenbauer mit einem Kameraden, der heute in Südafrika lebt und den er vor mehr als 40 Jahren beim UN-Einsatz am Golan kennengelernt hat. Wir wurden Zeugen eines sehr rührenden Gesprächs zweier UN-Haudegen.

Als weitere Besonderheit ist zu erwähnen, dass  mit Korporal Alfred Simon aus Stoob i. Bgld, ein UN-Soldat der ersten Stunde (Kongoeinsatz 1960) anwesend war, welcher, obwohl über 80 Jahre alt, mit herzhafter Frische über diesen schweren Ersteinsatz berichtete.

Geselligkeit und viele gute Gespräche über alte Zeiten, bis spät in den Abend hinein, kennzeichneten die  diesjährige Weihnachtsfeier.

Bericht & Fotos: Landesgruppe Burgenland

 

 

Dez 13

Tiroler Peacekeeper – Weihnachtliche Stützpunktfeier

12. Dezember 2019, 1800 Uhr – pünktlich  startete die Weihnachtsfeier unter dem Motto “schlicht, einfach und in Erinnerungen an unsere Auslandseinsätze“. Besonderer Dank gebührt dem Gastgeber Militärkommando Tirol und seinem Verwöhnteam, den „Cookies“ und Ordonanzen;  so wurde es zu einem Genussfest. Die starke Truppe der PeacekeeperInnen und Kameraden konnten als Ehrengäste die Vertreter des Militärkommandos mit Oberstleutnant Hannes Warmuth , den UOGT Präsidenten  Vizeleutnant a.D. Christian Trobos und den Obmann der Tiroler  Kaiserschützen Vizeleutnant i.R.Hans Peter Gärtner begrüßen, die alle auch bei uns Mitglieder sind. Landesleiter Brigadier Nikolaus Egger hatte eine tolle Weihnachtsbotschaft überbringen lassen – die „mission“ HUAK in Enns ließ zeitlich die Reise nach Innsbruck nicht zu. Aber die Zukunftsausrichtung der Tiroler Peacekeeper, u.a. auch der stärkere Verbund mit den anderen WPol-Vereinigungen (OGT, UOGT, Tiroler Traditionsforum), wurden klar herausgestrichen und endeten mit den besten Weihnachtswünschen. Wir bedanken uns aber auch beim hohen Peacekeeper Kommando in Wien – die uns die Kosten für das bescheiden gebliebene Fest übernahmen.  Die Überraschung danach war perfekt: „Weihnachtsmann“ GR ChefInsp Franz Köfel  überreichte jedem persönlich eine süße Weihnachtsüberraschung. Danke! -Und auch im Einsatz freute man sich immer über dieses Zeichen aus der Heimat- übersandt mit der Feldpost. Die anschließende „ppt“ zeigte sehr schön das bunte Treiben unserer Vereinigung im Jahr 2019. Das war Anlass genug, alte Zeiten aufleben zu lassen. Flugs war die Zeit vorbei – jeder von uns musste ja zurück in den Dienst- jeweils in „seiner Stützpunkt-Funktion“

Bericht und Fotos: Fritz Scheibler

 

 

Dez 11

Vereinigung Österreichischer Peacekeeper und Soldiers of Peace International Association (SPIA) gehen Kooperation ein

Wien, 11. Dezember 2019: Heute fand an der Landesverteidigungsakademie die feierliche Vereinbarung der Kooperation zwischen der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper (VÖP) und der Soldiers of Peace International Association (SPIA) statt. Die SPIA-Familie umfasst ca. 50.000 Mitglieder in 19 Nationen und ist vor allem in den Bereichen Peacebuilding, Peacekeeping und internationales Konfliktmanagement tätig und setzt gleichermaßen soziale wie humanitäre Maßnahmen im Rahmen ihres Wirkungsfeldes um. Österreich ist seit 1960 als „Peacekeeper“-Nation tätig und stellt zur Zeit 1.100 Soldaten für internationale Einsätze in 15 Nationen zur Verfügung. Die VÖP wurde von dementsprechend auslandserfahrenen Soldaten 1995 gegründet und ist seit über 24 Jahren in allen 9 Bundesländern vertreten. Ihre Ziele reichen von der Förderung von Kontakten und dem Erfahrungsaustausch mit ausländischen Teilnehmern an internationalen Friedenseinsätzen bis hin zur Förderung aller Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung des Friedens und der Menschenrechte in krisengeschüttelten Regionen. Der Präsident der VÖP erlaubte sich auch, die Veranstaltung als internationale Kulisse für die Ehrungen von Bernhard Lechenbauer, Alois „Loitschy“ Heindl, Alfred Stechauner und Mag. Dietmar Hübsch für ihre Dienste rund um die Vereinigung heranzuziehen.

Bericht: Redaktion der VÖP
Fotos: Christopher Brenner & Alexander Panzhof

 

 

 

 

Dez 04

Niederösterreichischer Militärkommandant bei den Weinviertler UN-Veteranen

Am 3. Dezember 2019 fand der Jahresabschluss der Bereichsgruppe Weinviertel Süd beim Heurigen Wannemacher in Hagenbrunn statt. Unter den zahlreichen Teilnehmern befand sich auch der Niederösterreichische Militärkommandant, Brigadier Martin Jawurek – selbst ein begeisterter Peacekeeper mit Einsätzen in Zypern und Bosnien. Auch unser Ehrenpräsident General I.R. Günter Greindl und seine Gattin waren anwesend. Nach einem kurzen Jahresrückblicke und einer Vorschau für 2020 ging es bei gutem Wein und Essen zum gemütlichen Teil über. Mein Dank ergeht an alle, die mich das ganze Jahr unterstützt haben.

Bericht und Fotos: Richard Roblicka, Bereichsleiter Weinviertel Süd

 

Dez 02

Ukrainische Young Peacemakers besuchten Landesgruppe Wien

Ende Oktober folgte eine Delegation der YOUNG PEACEMAKERS aus Charkow/Ukraine der Einladung der Landesgruppe zu einem Wien-Besuch. Geführt vom Programmleiter Serg Samoylov und begleitet von einer Lehrerin kamen zehn Schülerinnen und Schüler im Alter von 14-16 Jahren zum ersten mal nach Wien. Nach der Ankunft ging es gleich ins Heeresgeschichtliche Museum, wo der Bereich „1. Weltkrieg“ besonderes Interesse fand. Anschließend ging es dann zu Fuß zu einer Stadtbesichtigung, die vom Belvedere über St. Stephan über Hofburg bis zum Maria Theresien-Denkmal führte.

Am nächsten Tag folgte dann ein Besuch mit Führung des UN-Sitzes Wien und anschließenden Besuch des VÖP Büros bevor es ins Stammlokal der Landesgruppe, Restaurant d’Landsknecht, zum Essen (auf Einladung der Kameraden Heindl und Hecht) und gegenseitigem Kennenlernen ging. Besonders angetan waren die YOUNG PEACEMAKERS über die Worte, die Kamerad Schmollek, als ältester Anwesender, an sie richtete. Voll mit unzähligen Eindrücken ging es dann noch in der Nacht per Bus für die Delegation zurück in die Heimat.

Bericht & Fotos: Hans Zimmermann, Landesleiter Wien

 

 

Dez 01

Im Marineeinsatz vor Lybien

Ein Spitzenbeamter des Militärischen Immobilienmanagementzentrums, Hofrat Mag. Dietmar Hübsch, gestaltete am 25. November 2019 den Jour fixe der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper im Café Nuovo in der Neustädter Fußgängerzone mit einem spannenden Vortrag über 105 Tage am Flaggschiff der EU. Die Bereichsleiterin Irene Valina freute sich über einen vollen Saal und begrüßte zum ersten Mal eine Delegation der BHAK für Führung und Sicherheit, von der Stadtregierung StR Philipp Gerstenmayer, GR Mag. Christian Filipp und GR Johann Machowetz sowie zahlreiche Peacekeeper wie Oberst iR Günter Bartunek, Oberst iR JosefErnst, Oberst Mag. Johann Pleninger, Oberst Mag. Gernot Pauschenwein und auch den Niederösterreichischen Landesleiter Oberstleutnant Manfred Sommer. Als „süßer“ Gast bekam Konditormeister Ronald Köller den Kristall der VÖP überreicht.

Mit den einleitenden Überblick „Die Europäische Union hat mit der Mission EUNAVFOR MED eine multinationale militärische Krisenbewältigungsoperation zur Bekämpfung des Menschenschmuggels und der Menschenhandelsnetze eingerichtet begann der Milizoffizier seinen Vortrag. Der Einsatzraum dieser Mission, auch bekannt unter dem Namen „Operation Sophia“, ist das südliche zentrale Mittelmeer zwischen der italienischen und der libyschen Küste. Der Generalsekretär der VÖP HR Mag. Dietmar Hübsch war ein Mitglied der Operation „Sophia“ und leitete das Führungsgrundgebiet Budget und Finanzen im internationalen Stab auf der „San Giusto“, einem italienischen Kriegsschiff mit 15,7 Knoten auf hoher See vor Lybien. Die Aufgaben der Operation sind vor allem ein Beitrag zur Zerstörung der illegalen Geschäftsmodelle Menschenschmuggel und Menschenhandel sowie ein Beitrag zur Umsetzung des Waffenembargos der Vereinten Nationen, aber auch eine Verbesserung der Möglichkeiten, um Informationen über Menschenhandel mit Mitgliedsländern, FRONTEX und EUROPOL zu teilen und ein wesentlicher Beitrag zur Rettung von Menschen in Seenot.

Der Vortragende veranschaulichte mit einer Karte das Einsatzgebiet der Mission EUNAVFOR MED zwischen der italienischen, libyschen und der griechischen Küste im Mittelmeer, „also die zentrale Mittelmeerroute, die eine wesentliche Migrationsroute von Afrika nach Europa darstellt“. Weiterhin zeigte er den Erfolg der Mission: von Juni 2015 bis Oktober 2017 wurden 491 Migrantenboote angehalten, 117 mutmaßliche Schmuggler aufgegriffen und festgenommen, 272 Seenotrettungseinsätze durchgeführt, bei denen 40.788 Migranten aus Seenot gerettet werden konnten sowie 956 Maßnahmen gegen Waffenschmuggel gesetzt.

Nach den Fakten schilderte Hübsch seine persönliche Eindrücke: „Das Leben an Bord des Flaggschiffes war ein Bunkerdienst, das heißt der Arbeits- und der Schlafbereich waren ohne Fenster, dazu kam noch die laute Belüftung und der Lärm der Schiffsmotoren. Nicht verschweigen will ich den Umstand des Wellenganges, der rollenden Schiffsbewegungen und der damit verbundenen Voraussetzung, ‚seefest‘ zu sein!“

Die Arbeit war interessant, „mir oblagen die Budget- und Finanzangelegenheiten. Die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachbereiche mit 15 Nationen funktionierte überraschend gut“. „Meine Absicht war es, einen Beitrag zur Bewältigung der illegalen Migration nach Europa zu leisten, Erfahrungen in einem internationalen Stab zu sammeln und ein „Abenteuer“ zu erleben“, schildert er seine Motivation. Die Rettung aus Seenot blieb dem Vortragenden sehr in Erinnerung. Diese Verpflichtung leitet sich aus einer Konvention der Vereinten Nationen über den Schutz des menschlichen Lebens auf See ab: „Nach dem Auftrag zur Rettungsaktion wurde auf dem Schiff Alarm ausgelöst. Während das Flaggschiff mit hoher Geschwindigkeit die angegebenen Koordinaten ansteuerte, setzte die Schiffscrew umfangreiche Vorbereitungsmaßnahmen um, die bereits im Vorfeld trainiert worden waren: Aufbau zusätzlicher Scheinwerfer, Prüfung oder Aktivierung von Schwimmwesten, chemischen Toiletten, Beibooten, Hebeeinrichtungen etc. bis hin zur Zubereitung von Essen, Beistellung von Getränken, Decken, Bekleidung und auch Spielzeug. Bei den Zielkoordinaten knapp außerhalb der nationalen Gewässer Libyens angekommen, wurden Beiboote zu Wasser gelassen und Schwimmwesten den Migranten gebracht. Waren es zu Beginn der Mission noch überwiegend seefeste Holzschiffe, so verwendeten die Schlepper in der Folge billige und nicht hochseetaugliche Schlauchboote für etwa 250 Personen. Nach dieser Erstversorgung und Lagebeurteilung vor Ort wurden kleine Gruppen der Migranten mit den Beibooten zum Flaggschiff gebracht, wo sie die Rettungswesten ablegten und persönliche Gegenstände wie Mobiltelefone und Handgepäck abgaben. Danach wurden sie nach Geschlechtern getrennt und einer Sicherheitsüberprüfung zugeführt. In den weiteren Stationen wurden Decken, Bekleidung, Wasser und Caritas-Pakete verteilt bzw. medizinische Erstmaßnahmen gesetzt. Insgesamt nahm das Flaggschiff 406 Migranten von vier Booten auf und nahm dann Kurs Richtung Norden, da der kürzere Weg zurück nach Afrika rechtlich nicht möglich war. Am Morgen des dritten Tages wurden die Migranten den italienischen Behörden auf Sizilien übergeben. Der dafür zu nutzende Hafen wurde durch das italienische Innenministerium nach Beurteilung der lokalen Kapazitäten und Spezifikationen der Liegeplätze festgelegt. Aufgrund der besonderen Belastung der Schiffscrew für die Bewachung und Versorgung der Mitreisenden, meldete ich mich freiwillig zur Unterstützung und reihte mich bei der Essensausgabe in die Gruppe der Matrosen ein. Dabei hatte ich eine Schutzausrüstung, bestehend aus einem Overall, Handschuhen und einem Mundschutz zu tragen, da ein hohes Ansteckungsrisiko bestand. Beginnend mit dem Abendessen bis zum Frühstück des dritten Tages, kam ich den Migranten sehr nahe und konnte für mich überraschende Beobachtungen machen: Es handelte sich nicht um unterernährte und verletzte Personen, wie ich sie aufgrund der Medienberichterstattung über Kriegsflüchtlinge kannte und erwartete, sondern um durchaus wohlgenährte Menschen!!“

An diesem Abend wurde nach dem spannenden Vortrag noch lange diskutiert und alle freuen sich bereits auf die nächsten Jours fixes im nächsten Jahr.

Bericht und Fotos: Mag. Serge Claus, Oberstudienrat

 

 

 

Nov 27

UN-Veteranen trafen sich im Augustiner Chorherrenstift St. Florian

St. Florian, 22.November 2019: Oberösterreichisches Peacekeeper-Treffen im wunderschönen Barocken Augustiner Chorherrenstift St. Florian, dem kulturellen und geistlichen Zentrum der Religion in Österreich. Bevor es zur hochinteressanten Stiftsführung durch den Herrn Generalabt und Probst des Stiftes St. Florian, Herrn Konsistorialrat Johann Holzinger kam, begrüßte Landesleiter Rudolf Tischlinger, als höchstanwesenden VÖP-Vertreter, den neuen Präsidenten General i.R. Mag. Günter Höfler erstmalig bei einer Veranstaltung der Landesgruppe Oberösterreich.

Als Ehrengäste wurden Alois „Loitschy“ Heindl, die Herren Brigadiere,  Dr. Johannes Kainzbauer, Mag. Mag. (FH) Peter Deckenbacher und Erwin Spenlingwimmer B.A. begrüßt. Ebenso die Landesleiter von Niederösterreich, Oberstleutnant Manfred Sommer mit Gattin Sabina, von Salzburg, Vizeleutnant i.R. Hermann Utz, und alle übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Nach der Stiftsführung bedankten sich General Höfler und Landesleiter Tischlinger bei Generalabt Johann Holzinger mit dem VÖP-Diamanten und einer Dankesurkunde. Im Anschluss informierte unser Präsident anhand einer PowerPoint Präsentation im sehr schönen Seminarraum des Stiftes über die zukünftige Ausrichtung unserer Vereinigung. Zu Abschluss ging es noch im gemütlichen Stiftskeller bis spät in die Nacht hinein mit persönlichen Fragen an den Hauptredner, Austausch alter „Gschichtl´n“ und Schaffung neuer Ideen weiter.

Bericht: Rudolf Tischlinger, Landesleiter Oberösterreich
Fotos: Vizeleutnant Josef Möseneder

 

 

Nov 19

Neuer Stammtischleiter in Melk

Am 15. November 2019 fand wieder der Stammtisch im Hotel und Restaurant Wachauerhof in Melk statt. Dieser Stammtisch ist eine Plattform für die Kameradschaft und Austausch von im Auslandseinsatz Erlebten sein, der einmal im Monat stattfindet. Im Rahmen der Veranstaltung konnte der Landesleiter Oberstleutnant Manfred Sommer Herrn Vizeleutnant i.R. Johann Heher zum neuen Stammtischleiter bestellen. Hiermit möchte der Landesleiter beim „alten“ Stammtischleiter OWm dRes Wilhelm Miedler für die Durchführung der Stammtische in Melk „Dank und Anerkennung“ aussprechen. Leider war er diesmal verhindert, damit ihm offiziell die Dankes-Urkunde überreicht werden konnte. Dies wird ehestmöglich nachgeholt.

Vizeleutnant i.R. Alois „Loitschy“ Heindl zeigte die ORF-Filmdokumentation „Menschen & Mächte – Vom Kongo bis in den Tschad”. Hier begibt sich Gestalter Walter Seledec – er war selbst zwei Jahre als UNO-Soldat im Ausland – auf Spurensuche zwischen New York, den Golanhöhen, Zypern und Afrika bis zum Ausbildungszentrum der UNO-Soldaten in Götzendorf. Neben UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und den damalig verantwortlichen Bundesministern Norbert Darabos und Michael Spindelegger kommen auch ehemalige Kommandanten, Offiziere und Unteroffiziere im Einsatz, Augenzeugen und ehemalige Veteranen zu Wort.

Der nächste Stammtisch findet am 13. Dezember 2019 um 18.00 Uhr im Hotel und Restaurant Wachauerhof in Melk statt.

Bericht & Fotos: Oberstleutnant Manfred Sommer, Landesleiter NÖ

 

 

Nov 15

Herbstveranstaltung der Bereichsgruppe Weinviertel Süd in der Dabsch Kaserne

Am 11. November 2019 fand wieder eine Veranstaltung bei der Bereichsgruppe Weinviertel Süd statt. Im ersten Teil durften wir unseren neuen Präsidenten General I.R. Mag Günter Höfler begrüßen. Höfler stellte sich vor und brachte seine Vorstellung über die Ausrichtung der Vereinigung den Mitgliedern nahe. Anschließend sprach er mit den anwesenden Gästen und notierte sich einige Vorschläge. Im zweiten Teil hielt Oberstleutnant Markus Bock einen Vortrag über Rettungshunde. Ein sehr interessanter Vortrag von dem die Zuhörer begeistert waren.

Mein Dank gilt unserem Präsidenten für seinen Besuch und Oberstleutnant Bock für seinen Vortrag. Einem zweiten Teil mit Vorführungen gibt es im Frühjahr 2020.

Bericht & Fotos: Richard Roblicka, Bereichsleiter Weinviertel Süd

 

 

Nov 08

Österreichische Blauhelme gedenken der im Auslandseinsatz verstorbenen Kameraden

Wien 8. November 2019: Heute fand die ökumenische Gedenkfeier der im Auslandseinsatz verstorbenen Soldaten in der Stiftskirche im 7. Wiener Gemeindebezirk statt. Die Gedenkfeier veranstaltet die Auslandseinsatzbasis (AuslEBa) gemeinsam mit der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper jedes Jahr im November.

Bei der feierlichen Zeremonie wurde im Beisein von Angehörigen und dem Streitkräftekommandanten des Österreichischen Bundesheeres, Generalleutnant Mag. Franz Reißner, dem stellvertretenden Kommandanten der AuslEBa, Oberst Karl Wolf, dem Vizepräsidenten der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper, Vizeleutnant Othmar Wohlkönig sowie zahlreicher VÖP-Mitglieder Kränze niedergelegt und der Verstorbenen gedacht. Anschließend wurden die Familienmitglieder in das Offizierskasino der Landesverteidigungsakademie zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch geladen.

Ein Bericht der Redaktion VÖP
Fotos: Alexander Panzhof

 

 

 

Nov 06

UNEF II-Soldaten trafen sich nach 45 Jahren wieder

UNEF II-Soldaten trafen sich nach 45 Jahren wieder. Diesmal bei der Weinkellerei “Lenz Moser“ in Rohrendorf wo auch der interessante Weinkeller mit dem 1000 Eimer Fass besichtigt wurde. Danach erfolgte eine Weinverkostung von 10 erlesenen Weinen. Bevor es zum gemütlichen Teil des Peacekeepertreffens ging, wurde Herr Kommerzialrat Jürgen Lethmayer mit der VÖP Verdienstmedaille in Gold ausgezeichnet. Von Loitschy erhielt “Mr. Lenz-Moser“, wie er unter Freunden genannt wird, einen aus Granatsplitter zusammengeschweißten  Flaschenhalter mit einer blauen Flasche. Inhalt: Wachauer Magentropfen.

Die Splitter stammen vom Yom-Kippur Krieg 1973. Beim Treffen mit dabei waren auch Landtagsabgeordneter Josef Edlinger, der niederösterreichische Militärkommandant Brigadier Mag. Martin Jawurek mit seinem Leiter der Stabsarbeit, Oberst Michael Lippert sowie der Kommandant des Pionierbataillon 3, Oberst Reinhard Koller. Ebenfalls anwesend waren Vizeleutnant i.R. Rupert Stöller vom Pionierbund Krems/D. – Mautern/D sowie Vorstandsmitglied und Landesleiter Wien, Olt Hans Zimmermann. Am weitesten angereist war Vizeleutnant i. R. Hans Stuhlmayer aus Zeltweg. Danach gings zur geschmackvoll hergerichteten Hauerjause. Bevor sie jedoch verspeist wurde, sprach der ehemalige Militärpfarrer vom Militärkommando Niederösterreich, MilDekan Erich Hitz – er war selbst vier Mal im Einsatz – das Tischgebet.

Danke an Jürgen Lethmayer u. Loitschy Heindl, die für die Durchführung der Feier bzw. gemütliches Zusammentreffen verantwortlich waren.

Bericht: Alois Heindl, Vizeleutnant i.R.
Foto’s: Josef Möseneder, Vizeleutnant i.R.

 

Nov 05

Oberösterreichischer Landesleiter bei Gedenkfeier der verstorbenen Unteroffiziere des Österreichischen Bundesheeres

Enns, 4. November 2019: Als Unteroffizier und Landesleiter der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper war es für mich eine Pflicht, beim Gedenken an die verstorbenen und verunglückten Unteroffiziere der zweiten Republik in der TOWAREK-Schulkaserne in Enns teilzunehmen. Dieses Gedenken wird jährlich im Rahmen einer Andacht in der Heeresunteroffiziersakademie (HUAk), bei der Severinkapelle durchgeführt. Unter Anwesenheit vieler Gäste, sowie der Bediensteten und der Lehrgangsteilnehmer an der HUAK wird der Kranz der Unteroffiziersgesellschaft niedergelegt.

Der Präsident der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft (ÖUOG), Kommandounteroffizier Vizeleutnant Othmar Wohlkönig, hat am Beginn seiner Ansprache gesagt:

Wer einen Fluss überquert um ans andere Ufer zu kommen, muss eine Seite verlassen“.

Es war eine würdevolle Gedenkfeier. Kameraden, Ihr seid auf der anderen Seite des Flusses angekommen. – Ruht in Frieden.

Bericht und Fotos: Rudolf Tischlinger

 

 

Nov 03

Linz: Gedenkfeier zu Allerheiligen im Landesfeuerwehrkommando

Am Freitag den 1. November 2019, 08.00 Uhr, fand vor dem Ehrenmal des Landesfeuerwehrkommandos Oberösterreich die alljährliche Gedenkfeier für die verstorbenen Feuerwehrkameraden statt. Es waren alle Einsatzorganisationen von Oberösterreich mit ihren Landesleitern und Präsidenten vertreten. Auch Sicherheits-Landesrat KommRat Ing. Wolfgang Klinger, war als Ehrengast anwesend.

Auf die Begrüßung von Landesbranddirektor (LBD) Robert Mayer,MSc, folgten einleitende Worte durch den Generalabt der Augustiner Chorherren und Probst des Stiftes St. Florian, Herrn Prälat KonsR Dr. Johann Holzinger. Die Gedenkrede hielt LBDStv Michael Hutterer.

Für das Bundesheer und das Schwarze Kreuz übernahmen der designierte Militärkommandant von Oberösterreich, Oberst des Generalstabsdienstes Dietmar Muhr, sowie Brigadier Dr. Johannes Kainzbauer gemeinsam mit dem Oberösterreichischen Landesleiter der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper, Vizeleutnant iR Rudolf Tischlinger und Kamerad Andreas Gierer die Kranzniederlegung.

Die Oberösterreichische Landesgruppe konnte die Vereinigung bei dieser sehr würdigen Veranstaltung bestens repräsentieren.

 

Bericht und Fotos: Rudolf Tischlinger

 

 

 

 

 

Okt 31

Innsbruck, 26. Oktober 2019: Tiroler Peacekeeper im Mittelpunkt am Nationalfeiertag 2019

Zuerst einmal gebührender Dank unserem Militärkommando Tirol für die tolle Unterstützung. Diesen darf ich auch auf meine Kameraden Gemeinderat Franz Köfel und Vizeleutnant Christian Trobos erweitern. Im Landhaus hatten wir einen super Ausstellerplatz bekommen – das verdanken wir der Leitung der Öffentlichkeitsarbeit im Amt der Tiroler Landesregierung. Reger Zuspruch war gegeben, intensive „Fachsimpelei“ war mit den vielen Interessierten und Staunenden dadurch möglich.

Natürlich bot sich dadurch auch die Gelegenheit, einerseits Werbung für Auslandseinsätze des Österreichischen Bundesheeres zu machen und  andererseits unsere Vereinigung vorzustellen. Hoher Besuch sagte sich an: Landesrat DI Bernhard Tilg, Landtagsabgeordneter Alexander Gamper, Militärkommandant Generalmajor Mag. Herbert Bauer und sogar die Olympiajudokerin Bernadette Graf beehrten uns am Stand. Aber auch etliche eigene Peacekeeper brachten sich in das Geschehen mit ihren Auslandserfahrungen bei unserem Stand, sowie auch als „Aktive“ beim Bundesheerinfostand, ein. Allen einfach ein „Dankeschön“ für diesen unvergesslichen Tiroler Nationalfeiertag.

Bericht und Fotos: Fritz Scheibler

 

 

 

Okt 29

Neuer Landesleiter bei den Tiroler Peacekeepern

Bei der Generalversammlung der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper die heuer in Wiener Neustadt stattfand wurden wichtige Weichenstellungen getätigt, General i.R. Günter Höfler zum neuen Präsidenten gewählt. General Höfler seinerseits bestellte neue Landesleiter in einigen Bundesländern so auch für Tirol. Die Wahl fiel auf den aus Tirol stammenden Offizier Brigadier Nikolaus Egger, Kommandant der Heeresunteroffiziersakademie in Enns.

Brigadier Egger erklärte sich spontan bereit, die Landesleitung in Tirol zu übernehmen. Verbunden mit der Absicht und dem Wunsch die tolle Idee des „Peacekeeping,“ – vor allem alle ehemaligen Auslandsgeher in welchen Missionen sie immer waren oder sind – als deren Kamerad voran zu gehen.

Brigadier Egger, Jahrgang 1956 zeichnet sich durch mehrjährige Auslandserfahrung aus: Golan und Zypern waren mehrfache Stationen. 1993 führte ihn sein Weg für ein Jahr als UNO-Beobachter nach Israel und im Mai 1996 ein weiteres Jahr im Rahmen der UNO nach Syrien. Vom Jänner 2008 – 2012 war Brigadier Egger als Militärattache in Israel. Nach der Rückkehr wurde er zum Kommandanten der HUAK bestellt und führt seither die Ausbildungsstätte für künftige Unteroffiziere. Befragt, was er sich an Ideen vorgenommen hat als neuer Landesleiter der Tiroler Peacekeeper antwortet Brigadier Egger spontan: „Gemeinsam für den Frieden aktiv sein.

Das, und vieles mehr, wird Brigadier Egger – unterstützt von ambitionierten Mitgliedern – in nächster Zeit präziser definieren und freut sich darüber dies in verschiedenen Aktionen in unregelmäßigen Abständen auch der Öffentlichkeit mit allen Mitgliedern präsentieren zu können.

 

Bericht: Landesgruppe Tirol
Fotos: ÖBH/M.Egger, ÖBH/Simader, Scheibler

 

 

 

 

Okt 17

Das war das Golan Treffen 2019

Am 12. Oktober 2019 fand im Europaschloss Leiben unser alljährliches Golan-Treffen statt. Das Treffen wurde wieder durch die Landesgruppe Niederösterreich veranstaltet. Es fungiert als Plattform für die Kameradschaft ehemaliger „Golani“ und bietet die Möglichkeit, Erfahrungen mit Gleichgesinnten zu teilen. Unter den zahlreichen Teilnehmern begrüßte Landesleiter Manfred Sommer Ehrenpräsident General i.R. Dipl.-Ing. Mag. Günther Greindl, vom Vorstand Frau Irene Valina – Bereichsleiterin Wiener Neustadt und Herrn Vizeleutnant i. R. Richard Roblicka und zugleich auch Bereichsleiter Weinviertel Süd, den Bereichsleiter Mostviertel, Herrn Korporal a. D. Franz Stockinger und den Bereichsleiter Waldviertel, Herrn Vizeleutnant i.R. Johann Wöchtl sowie den Amtskollegen aus Salzburg, Landesleiter Hermann Utz und viele „Golanis“.

 Ehrenpräsident General i.R. Dipl.-Ing. Mag. Günther GREINDL wurde Dank und Anerkennung durch die Landesgruppe Niederösterreich für seine Unterstützung in der 24jährigen Präsidentschaft ausgesprochen. Er wurde mit dem Diamanten der Landesgruppe Niederösterreich ausgezeichnet.

 Der „Golani“ Theo Kelz erzählte in seinem Vortrag von seinem Schicksalsschlag, der Rückkehr ins normale Leben und seinen neuen Händen. KELZ berichtete auch über seine Leidenschaft mit dem Motorrad um die ganze Welt zu reisen. Selbst der Verlust beider Hände konnte ihn davon nicht abhalten und er ließ sich sein Motorrad damals sogar prothesengerecht umbauen. Ob Asien oder Kanada, Japan oder Südamerika, Theo Kelz macht vor keiner Route halt. Es war alles bestens organisiert und das hervorragende Buffet wurde von Wachtmeister a.D. Anton Hochstöger zubereitet. Das Ambiente des Schlosses bildete einen tollen Rahmen. Für den zweiten Vortrag am Nachmittag konnte Oberstleutnant Thomas Lampersberger von der Theresianischen Militärakademie gewonnen werden. Er berichtete über den Weg zur Raumverteidigung, der strategischen Lage und Bedrohungsbild in den 1970er und 1980er-Jahren, über die Realisierung des Konzeptes der Raumverteidigung sowie einer kritischen Betrachtung des Konzeptes und der Realität. Die Sonderausstellung „Die Raumverteidigung“, gezeigt durch Franz Stockinger im Modell, ergänzte und veranschaulichte mit vielen Miniaturen das Konzept der Raumverteidigung. Anschließend ging es zum Pistolenschießen und in der Schlosstaverne fand das gemütliche Beisammensein statt.

Es war eine gelungene Veranstaltung und alle freuen sich auf das Treffen im nächsten Jahr am 10. Oktober 2020.

Fotos und Bericht: Manfred Sommer, Landesleiter Niederösterreich

 

 

 

Okt 09

Gespräche mit der Vereinigung der ungarischen Peacekeeper in Varpalota

Aufgrund einer Initiative des Landesleiters Burgenland, Bernhard Lechenbauer, wurde eine fünfköpfige Delegation der VÖP zu Gesprächen nach Ungarn eingeladen, welche vom 4. bis 6. Oktober 2019, über Mattersburg, Koszeg, Szombathely und Veszprem nach Varpalota reiste.

Dort wurde sie vom Präsidenten und Vizepräsidenten der ungarischen Peacekeeper, Oberst Ferenc Varro und Oberst Antal Herdics, empfangen. Es folgte eine Einweisung in die Aufgaben und Zielsetzung der ungarischen Peacekeeperorganisation. Weiters wurde sehr intensiv die Möglichkeit einer Zusammenarbeit beider Organisationen diskutiert. Hierzu wurde der Entwurf eines Memorandum of Understanding ausgearbeitet, der nun als Basis für weitere Gespräche dient.

Von beiden Seiten wurde die Wichtigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Österreich und Ungarn betont. Am nächsten Tag waren auch Vertreter von Beosz (National Association of Comrades) anwesend. Auch sie würden eine intensivere Zusammenarbeit beider Länder sehr begrüßen. Ein Kulturprogramm (Besichtigung der Burg in Varpalota und der Altstadt von Veszprem) rundeten den sehr erfolgreichen Besuch ab. Der Besuch in Ungarn war gekennzeichnet durch beidseitiges Verständnis, große Offenheit, außerordentliche Gastfreundschaft und tiefe Herzlichkeit.

Bericht & Fotos: Bernhard Lechenbauer

 

 

Okt 09

Heeresunteroffiziersakademie und Österreichische Unteroffiziersgesellschaft begehen Partnerschaft

Enns, 03. Oktober 2019: Neben zahlreichen Ehrengästen vertrat der Oberösterreichische Landesleiter Vizeleutnant Rudolf Tischlinger die Vereinigung Österreichischer Peacekeeper beim Partnerschafts-Festakt in Enns,.

“Was zusammengehört wird endlich zusammengeführt”, unter diesem Motto könnte die Partnerschaftsgründung zwischen der Heeresunteroffiziersakademie und der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft stehen.

Akademiekommandant Brigadier Nikolaus Egger, Chef der  Heeresunteroffiziersakademie (HUAk) in Enns, besiegelte mit dem Präsidenten der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft (ÖUOG) Kommandounteroffizier Vizeleutnant Othmar Wohlkönig, die 189. Partnerschaft des Österreichischen Bundesheeres am Ennser Hauptplatz. Partnerschaften dienen dem Austausch zwischen dem Heer und der Gesellschaft. Othmar Wohlkönig ist auch zweiter Vizepräsident unserer Vereinigung.

Als besonderes „Schmankerl“ – und es ist immer wieder beeindruckend – spielte die Militärmusik Oberösterreich vor der tollen Kulisse den großen Österreichischen Zapfenstreich! Dies war ein wunderschöner Abschluss der Partnerschaftsgründung zwischen HUAk /ÖUOG.

Ich wünsche der Partnerschaft viel Soldatenglück!

Bericht & Fotos: Rudolf Tischlinger

 

 

Okt 07

Jour Fixe bei den Peacekeepern

Im Cafe Nuovo war wieder rege Betriebsamkeit mit der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper am Abend des 30. September 2019. Bereichsleiterin Irene Valina durfte neue Mitglieder begrüßen und manche auszeichnen.

Mit der Erkrankung des Vortragenden am Tag der Veranstaltung geschah das Unmögliche, Oberst i.R. Günter Bartunek gestaltete nicht nur eine äußerst lebendige Führung durch die Theresianische Militärakademie, sondern hielt einen Vortrag über Syrien vor und nach dem Krieg.

Irena Valina berichtete über das Vereinsleben und über die Charity Golf Trophy 2019 im Föhrenwald. Diese Veranstaltung war so erfolgreich, dass ein neuer Termin bereits mit 19. 09. 2020 fixiert wurde. Der Reinerlös 1500,- € wird für Tabletts für die Volksschule Föhrenwald gespendet. Zudem gab es die Verleihung des Ritterkreuzes an Militärsuperior Stefan Gugerel und der Friedenserinnerungsmedaille an Oberst i.R. Johann Machowetz.

Man darf nun auch auf die komplette Neugestaltung mit einer neuen Redaktion der Vereinszeitung gespannt sein, die in den nächsten Monaten herausgegeben wird. Ziel ist die Verankerung der Ideen der Vereinigung der Österreichischen Peacekeeper in der Gesellschaft. Der Abend verlief wie immer äußerst gemütlich in bester Kameradschaft. „Ein Hofrat auf dem Einsatzschiff vor Lybien“ ist der nächste Vortrag im heurigen Jahr, welcher am 25. November durch GenSekr der VÖP, HR Mag. Dietmar Hübsch, durchgeführt wird.

Fotos und Bericht: Mag. Serge Claus

 

 

Okt 03

Austrian Peacekeepers Charity Golf Trophy 2019

Was wäre ein Charity Golfturnier ohne die vielen helfenden Händen der VÖP Peacekeeper? Durch den Erlös konnten in der Vergangenheit bereits humanitäre Projekt wie beispielsweise in Vitromitca und Bukosh (wir berichteten ausführlich in unseren Medien) maßgeblich unterstützt werden.

Ein Golfturnier der besonderen Art fand am 21. September, welcher auch dem Weltfriedenstag gewidmet ist, im Golfclub Föhrenwald bei Wiener Neustadt statt. Von dem Geschäftsführer des Golfclubs Elgar Zelesner und seinem gesamten Team wurden wir bestens betreut. 106 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten dieser Einladung zur Austrian Peacekeepers Charity Golf Trophy 2019 in Kooperation mit United Nations Golf Club und der ORF Golfsektion. Ehrenpräsident Günther Greindl, VÖP Präsident Günther Höfler, Raimund Schittenhelm und Heinz Hufler golften ebenfalls mit.

Bei Traumwetter, hervorragender Laune und „Spielend etwas Gutes tun!“ war dann für die Golferinnen und Golfer um 11:00 Uhr der Kanonenstart. Vom Erlös dieses Golfturniers werden für die mehrstufigen Integrationsklassen der Volksschule Föhrenwald Tablets angekauft. Beim Check-In erhielt jede teilnehmende Person eine Papiertasche mit dem Aufdruck der diesjährigen NÖ Landesausstellung „Welt in Bewegung“, deren Inhalt sich aus Prospekt, Kugelschreiber, Golfball, einem süßen „Peacekeeper-Gulden“ und Mineralwasserflasche zusammenstellte.

Richard Roblicka und Gernot Pauschenwein plazierten sich an einer gesicherten Stelle zwischen den Föhren, um das Spielgeschehen zu verfolgen, zu kontrollieren und anzufeuern. An der Halfway Station wurden alle von Iris Frank und Christine Dittrich mit Gemüseeintopf, Brot und Getränke für eine Stärkung zwischendurch, versorgt. Es war eine allgemeine, spürbare gute Atmosphäre, es wurde viel gelacht und gescherzt, denn ob der Schlag gut oder schlecht war, der Ball flog oder rollte immer.

Nach dem sportlichen „Wettkampf“ trafen sich Golfer/nnen, sowie Gäste um 16:30 Uhr zur Weinverkostung, wo sich Günter Bartunek und Gernot Pauschenwein als „Verkoster“ annahmen. Karin Zöchling war unermüdlich beim Verkauf der Lose, bis der UN-Helm von allen Losen „befreit“ war. Um 18:00Uhr folgte dann der Beginn zur eigentlichen Abendveranstaltung mit ausgezeichnetem und köstlichen Buffet, spannenden Siegerehrungen und netten Tombola-Preisen. Ehrenpräsident Günther Greindl führte durch das Abendprogramm, Unterstützung gab es von General i.R. Günther Höfler und Alfred Stechauner.

Mit großer Freude wurde der Scheck von Fr. Irene Valina an Fr. Dir. Astrid Leeb von der VS Föhrenwald überreicht. Die Vereinigung Österreichischer Peacekeeper erhöhte den Erlös dieses Turniers von €1.350.- auf €1.500.-! Es ist nicht nur eine besondere Herausforderung, den winzigen Ball in ein kleines Loch zu spielen, es ist auch eine große Freude, mit welchem Ehrgeiz und Engagement alle beteiligten Personen mitgearbeitet haben und es ist Zeit, an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an ALLE! zu sagen!

Ein besonderes DANKE gebührt Alfred Stechauner, es hat uns allen Spaß gemacht mit ihm zu arbeiten! „Golf ist keine Sache auf Leben und Tod, Golf ist mehr“, sagen die Schotten.

Auf Wiedersehen beim nächsten Golfturnier am 19. September 2020 im Golfclub Föhrenwald!

Bericht  & Fotos: Irene Valina

 

 

Okt 02

Blue Helmet Forum 2019 an der Landesverteidigungsakademie: “Protection of Cultural Heritage in Peace Operations”

Wien, 27. September 2019  – Am 26. und 27. September stand die Landesverteidigungsakademie ganz im Zeichen des Schutzes von kulturellem Erbe in militärischen Friedenseinsätzen. 40 Vortragende und Teilnehmer aus Amerika, Dänemark, dem Libanon, Italien, Kroatien, der Slowakei und Österreich hatten beim “Blue Helmet Forum 2019” Gelegenheit, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Präsidenten der Vereinigung der Österreichischen Peacekeeper, General in Ruhe Günther Höfler, und deren Ehrenpräsident, General in Ruhe Günther Greindl.

Schutz von bedrohten Kulturgütern

In bewaffneten Konflikten ist der Schutz von Kulturgut eine völkerrechtliche Verpflichtung. Die Zerstörung von kulturellem Erbe führt zu Entwurzelung, Menschen verlieren ihre Perspektiven und so auch ihre Identität. In der Post-Konflikt-Phase ist es aber genau dieses Erbe, dass für einen Wiederaufbau und die Stiftung einer gemeinsame kulturellen Identität Grundlage ist. Verschiedenste Organisationen und Einrichtungen wie auch “Blue Shield” haben es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die Bedeutung des Kulturgüterschutzes weltweit zu thematisieren.

Internationale Bewusstseinsbildung

Karl Habsburg-Lothringen, Präsident von “Blue Shield International”, sprach über die Notwendigkeit, den Kulturgüterschutz nicht nur während und nach Konflikten zum Thema zu machen, sondern den Vorgaben der Haager Konvention von 1954 und den Zusatzprotokollen auch außerhalb bewaffneter Konflikte nachzukommen. Weitere Kulturgüterschutzexperten wie Frederic Rosen vom “Nordic Center for Cultural Heritage and Armed Conflict” oder Joseph Kreidi von der UNESCO in Beirut untermauerten diese Aufforderung.

Schulungen für Soldaten

Die renommierte US-amerikanische Anthropologin und Archäologin Laurie Rush gilt als Spezialistin auf dem Gebiet des Kulturgüterschutzes in Krisengebieten. Rush arbeitet hierbei für die US-Army und beschäftigt sich dabei speziell mit dem Umgang mit kulturellem Erbe in allen Phasen von bewaffneten Konflikten. Dabei kann sie auf Einsatzerfahrung im Irak und in Afghanistan zurückgreifen. Diese wertvollen Erkenntnisse lässt sie in ihrem Wirkungsfeld bei der spezifischen Einsatzvorbereitung von amerikanische Soldaten einfließen.

Weitreichender Kulturgüterschutz

Italien ging bereits vor 50 Jahren den Schritt und gründete eine eigene Einheit, die sich mit dem Schutz von kulturellem Erbe im Inland und im Ausland befasst. Hauptmann Tiziano Coiro von der Carabinieri-Dienststelle zum Schutz des Kulturerbes präsentierte dabei den Aufbau, die Aufgaben und die Erfolge dieses Kommandos.

Auch ein EU-Projekt, das sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf kulturelles Erbe beschäftigt, wurde in diesem Rahmen präsentiert. Anna Kaiser von der Donau-Universität Krems ging dabei auf die Aufstellung und die Fähigkeiten von “Cultural Heritage Rescue Teams” und deren möglichen Rolle bei der Zusammenarbeit mit dem Militär ein. In diesem Bereich bereits durchgeführte Übungen zeigen klar den Mehrwert solcher Elemente auf.

Ein Bericht der Redaktion Landesverteidigungsakademie
Fotos: Christian Fahrngruber

 

 

 

 

Sep 29

Die Oberösterreichische Landesgruppe lud zum Oktoberfest mit einem Vortrag von Theo Kelz: „25 Jahre nach der Rohrbombe – Zufall oder Schicksal“

Leonding, 28. September 2019: Im wunderschönen grünen Salon des Kremstalerhofes fand das mittlerweile 3. Oktoberfest der Oberösterreichischen Landesgruppe statt. Mit seinen einleitenden Worten führte Landesleiter Rudolf Tischlinger die Gäste in die Idee und den Hintergrund des Oktoberfests ein und begrüßte als höchstanwesenden VÖP-Vertreter, Vorstandsmitglied und Wiener Landesleiter Hans Zimmermann sowie die Ehrengäste Theo Kelz, Alois „Loitschy“ Heindl, Erwin Spenlingwimmer, Hans Krenzmayer, Oberst des höheren militärfachlichen Dienstes Dr. Bernhard Hofer, Gerhard Buchinger sowie die oberösterreichischen Funktionäre Gustav Rabl, Andreas Gierer und alle anderen Teilnehmer.

Bevor es zu dem außergewöhnlichen Vortrag des Hauptredners kam, richtete Zimmermann die Grußworte des Vorstandes an die Gäste und skizzierte kurz die vorgesehenen Inhalte und Ziele des neu gewählten Gremiums.

Theo Kelz, Sprengstoffmeister der Polizei, genoss die beste Handtransplantation der Welt. Er war selbst am Golan wo vor über 40 Jahren 4 Kameraden fielen. Als Sprengtechnikexperte des Bundesministeriums für Inneres verlor er am 24. August 1994 durch eine von Franz Fuchs gebaute Bombe seine beiden Hände.

Bei der zweisprachigen Klagenfurter Karl Renner-Schule wurde ein verdächtiger Gegenstand gefunden – ein 60cm langes Rohr mit zwei Reduzierstutzen versehen. Durch zivile Personen wurde diese „Rohrbombe“ unwissentlich aus einer Höhe von über einem Meter zweimal herunterfallen gelassen. Als Kelz davon hörte, wurde die Bombe durch diesen Umstand von ihm als ungefährlich eingestuft und mitgenommen. Die Bombe wurde – nach damaligen Wissenstand – als nicht explosionsfähig eingeschätzt.

Nachdem auch bei der Röntgenstraße am Flughafen Klagenfurt nichts entdeckt wurde, ist die Rohrbombe für eine zweite Überprüfung nochmals auf das Förderband des Röntgengerätes aufgelegt worden. Genau in diesem Moment explodierte die Bombe und warf Kelz an die Wand. Er war bei vollem Bewusstsein und bekam mit, dass er in diesem Moment seine beiden Hände verloren hatte. Tage später sah er sich in einem Traum im Spital mit 2 neuen Händen. Über 50 renommierte Kliniken wurden weltweit kontaktiert, um seine Hände zu transplantieren. Letztendlich führte ein Spezialteam des LKH Klagenfurt die 21-stündige! Transplantation erfolgreich durch. Den Zuhörern wurde sehr eindrucksvoll vermittelt, welch schwere Arbeit es ist und wie viele tausende Therapiestunden es dauert, zuerst mit Hand-Prothesen und dann mit „neuen“ Händen den neuen Lebensumstand zu meistern. Die zwei wichtigsten Eigenschaften, die ihn wieder in ein glückliches und zufriedenes Leben zurückführten, unterstrich Kelz während seines gesamten Vortrages aber immer wieder. Das waren einerseits sein starker Glaube und andererseits sein eiserner Wille, wieder Motorradfahren zu können.

Nach dem Vortrag wurde Brigadier i.R. Spenlingwimmer durch Tischlinger zum Verbindungsoffizier zur Landespolizei Oberösterreich bestellt, da dieser auch gerne einen Beitrag zur Vision und Mission Frieden und Sicherheit beiträgt. Seinen Funktionär Gustav Rabel überraschte der Landesleiter mit einem kleinen Präsent bevor er zur Vorschau der Oberösterreichischen Landesgruppe für 2020 wechselte, die insbesondere die vier Jubiläen 25 Jahre VÖP, 60 Jahre Auslandseinsätze, 1955 UNO-Beitritt Österreichs und die Gründung des ÖBH betreffen werden.

Nach einem kulinarischen Hochgenuss des Hotels Kremstalerhof ging es noch bis spät in die Nacht hinein mit persönlichen Fragen an den Hauptredner, Austausch alter „Gschichtl´n“ und Schaffung neuer Ideen weiter.

 

Bericht und Fotos: Mag. Alexander Panzhof

 

 

Sep 23

Familienausflug der Kärntner Peacekeeper 2019

Bei strahlendem Wetter führte uns der diesjährige Familienausflug am 21- September in das geschichtsträchtige Gurktal in Kärnten. Die Reise wurde vom Landesleiter Vizeleutnant Franz Urschitz gemeinsam mit seiner Gattin mit viel Liebe zum Detail geplant. Der Reisebus der Firma „Juvan“ (der Eigner ist selbst ein alter Blauhelm) wurde überraschender Weise von einem langjährigem Peacekeeper gelenkt, was natürlich super war.

Die erste Station war die Besichtigung von Schloss Pöckstein, eine ehemalige fürstbischöfliche Residenz (erbaut von Fürstbischof Joseph Franz Anton von Auersberg) am Programm. Der Schlossherr Thomas Telsing führte uns durch das historische Schloss, wo wir nicht nur interessantes über das Schloss selbst, sondern auch über die Geschichte im Hemmaland viel Neues erfuhren.

 

Das nächste Ziel waren die Porschemuseen in St. Salvator. Was dort an Sportwaren zu sehen war, lässt keinen Autofan kalt. Auch die Sammlung der Oldtimer hinterließ einen überwältigenden Eindruck.

 

Anschließend ging es in den Gasthof Seppenbauer zum gemeinsamen Mittagessen. Der Gasthof ist weit über das Tal hinaus für seine hervorragende Küche bekannt. Nach einer kurzen „Verschnaufpause“ ging es gleich weiter nach Friesach zur Besichtigung des Burgbaues.

 

„In Friesach wird eine mittelalterliche Burg mit mittelalterlichen Methoden gebaut. Auf dieser besonderen Baustelle gibt es keine modernen Hilfsmittel. Gebaut wird ausschließlich mit natürlichen Stoffen wie Holz, Stein, Kalk. Für die Errichtung der Burg ist ein Zeitrahmen von 30 Jahren geplant“.

Mit so viel gewonnen Eindrücken war es an der Zeit, vor der Heimfahrt noch eine Pause mit Brettljause und Durstlöscher in der Buschenschank „Hanebauer“ einzuschieben. Die Fahrt dorthin  und zurück zum Ausgangspunkt in Klagenfurt führte uns durch eine wunderbare Landschaft, die viele von uns noch nicht gesehen hatten.

Bericht und Fotos @ GBF