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Apr 06

Vereinigung Österreichischer Peacekeeper fördert Schulprojekt im Kosovo

Durch Information vom Liaison Monitoring Team Suva Reka wurde der Wunsch der Schule „Vellezerit Frasheri“ in Bukosh nach zusätzlichem EDV-Equipment an CIMIC AUTCON herangetragen.

Nach Vorstellung dieses möglichen Projektes seitens CIMIC an die Vereinigung Österreichischer Peacekeeper erfolgte von dieser die Zusage, dieses Projekt mit einer Spende in der Höhe von € 1500,00.- zu unterstützen. CIMIC AUTCON gelang es, die Gemeinde Suva Reka in der Person des Bildungsdirektors Remzi Bytyqi zur Beteiligung an den Kosten durch Übernahme des Restbetrages in der Höhe von € 1.120,00.- zu gewinnen.

Durch die Anschaffung von zusätzlichen Computern, Monitoren, USV sowie einem Projektor kann die Intensität und Qualität der EDV Ausbildung gesteigert werden. Das IT-Equipment wurde am 3. April 2019 an die Schule übergeben.

Bericht und Fotos: KFOR/CIMIK

 

 

 

Abschlussbericht von Oberstleutnant Peter Steinmann, CIMIC Offizier AUTCON KFOR:

Geschichte zu BUKOSH

Begonnen hat das Ganze im November 2018. Eines unserer LMT (Liaison Monitoring Teams) hat an CIMIC berichtet, dass die Schule  „Vellezerit FRASHERI“ in BUKOSH auf der Suche nach mehr Computern sei, um eine bessere EDV Ausbildung durchführen zu können. CIMIC Offizier AUTCON begab sich also zu dieser Schule um die Fakten zu erheben und stellte dabei fest, dass diese Schule über 4 schon etwas ältere Computer verfügen würde. Der EDV Lehrer berichtete, dass er etwa 60 Schüler und Schülerinnen in die „Geheimnisse der elektronischen Datenverarbeitung“ einweisen müsse und dies mit nur 4 Computern doch etwas mühsam wäre. Seine  „Wunschliste“ würde zu 4 weiteren PC’s auch einen Projektor (Beamer) und eventuell einige UVS (Unabhängige Stromversorgungen) umfassen. (Diese wären für den Schutz der Computer anzuraten, da die Stromversorgung im Kosovo immer wieder ausfällt und der plötzliche Spannungsabfall ausgesprochen schlecht für EDV Geräte ist).

Die Auswahl der Geräte erfolgte dann in PRISTINA bei der Fa. COMTRADE, die durch Herrn Dr. ZIMMER von der ADA (Austrian Development Agency) empfohlen wurde. Die Gesamtkosten lauteten auf € 2.620.-.

Einige Tage danach suchte der CIMIC Offizier die Gemeinde SUVA REKA auf um diese Angelegenheit mit dem zuständigen Bildungsdirektor zu besprechen. Anfangs wurde seitens CIMIC AUTCON erklärt, dass sich CIMIC eine Beteiligung an einem solchen Projekt durch den Begünstigten (in diesem Falle die Gemeinde SUVA REKA) in Höhe von 20% – 50% der Gesamtkosten vorstellt; zusätzlich wurde ein altes Sprichwort vorgestellt: „Was nichts kostet ist auch nichts wert!“

Es ist wesentlich leichter einen Spender zu finden wenn man darauf hinweisen kann, dass der Begünstigte sich ebenfalls an der Finanzierung eines Projektes beteiligt!

Der Bildungsdirektor, Hr. Remzi BYTYQI, war ob der direkten Sprache ein wenig erstaunt; erwiderte aber sofort, dass sich die Gemeinde mit mindestens 20% an den Gesamtkosten beteiligen würde; zusätzlich wäre sie auch bereit, allfällige Installationskosten zu tragen. Anschließend wurde von CIMIC AUTCON ein Gesprächsprotokoll an gefertigt, dieses durch die Sprachmittler in Albanisch übersetzt und dann dem Bildungsdirektor vorgelegt. Dieser unterfertigte dieses Protokoll wie es auch vom CIMIC Offizier unterzeichnet wurde.

Nun begann der schwierigste Teil der Umsetzung dieses Projektes:

Die Suche nach einem Spender!

Die „Vereinigung Österreichischer Peacekeeper“ wurde schon 2017 vom damaligen CIMIC Offizier AUTCON, Hptm GRASSBERGER, angeschrieben und ein Projekt für die NGO DPM In der Nähe von PEC/PEJA vorgestellt. (Erwerb eines  Multikultivators zur Bewirtschaftung landwirtschaftlich genutzter Flächen). Die VÖP beteiligte sich damals mit einer Spende  i.H.v.  € 2000.- und das Projekt konnte im Oktober 2018 abgeschlossen werden). Der CIMIC Offizier schrieb nunmehr erneut die VÖP an und stellte dieses mögliche Projekt (EDV Ausstattung für die Schule in BUKOSH ) vor.

Der Generalsekretär der VÖP teilte dann mit, dass die VÖP dieses Projekt mit € 1.500.- unterstützen werde. Jetzt ergab sich aber eine Finanzierungslücke von etwa € 500.-. Die VÖP konnte ihr Angebot nicht mehr „nachbessern“ und so versuchte der CIMIC Offizier der Gemeinde SUVA REKA etwas mehr als die ursprünglich vereinbarten 20% im Verhandlungsweg abzuringen. Der CIMIC Offizier vereinbarte mit dem Bildungsdirektor von SUVA REKA und dem Finanzchef der Gemeinde, dass, nachdem er die Spende der „Peacekeeper“ von seinem Urlaub in der Heimat  in bar mitgebracht hatte, den Beitrag der Gemeinde gegen Bestätigung zu erhalten und dann an den Ankauf der Geräte zu schreiten.

Nach dem Urlaub sah das aber ganz anders aus. Die Gemeinde könne an CIMIC bzw. an KFOR kein Geld übergeben; bestenfalls an die Computerfirma überweisen… Also zurück auf  „Feld 1 und neu würfeln…“.

Die Computerfirma meinte dazu, für die  € 1500.- der „Peacekeeper“ könnte CIMIC sehr wohl die Befreiung von der Mehrwertsteuer geltend machen; die Gemeinde müsste aber für ihren Anteil die Mehrwertsteuer entrichten.

Nach zwei  „Telephonkonferenzen“  zwischen der Computerfirma, den Vertretern der Gemeinde SUVA REKA und CIMIC AUTCON konnte eine für alle Beteiligten mehr als zufriedenstellende Lösung erreicht werden: Die VÖP spendete wie ausgemacht € 1500.-, die Gemeinde SUVA REKA ergänzte die fehlenden  € 1120.-; beteiligte sich also mit weit mehr als den ursprünglichen 20%. Ich denke daran sieht man, welchen Stellenwert dieses Projekt in der Bildungsdirektion eingenommen hat. CIMIC bezahlte bar, die Gemeinde überwies ihren Anteil und Mehrwertsteuer wurde auch nicht fällig.

CIMIC AUTCON holte die Geräte von der Computerfirma ab; der S6 UO hat sich alles angesehen und war heute (am 03.04.) vor der eigentlichen Übergabe vor Ort; wir haben alles ausgepackt, er hat alles angeschlossen und hochgefahren. Alle Geräte haben funktioniert; alle waren zufrieden.

Projekt abgeschlossen; Danke für die Unterstützung!

 

 

 

 

 

 

 

 

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