Jul 27

Vereinigung gedenkt Major Hans Peter Lang, gefallen im Südlibanon

Am 25. Juli 2006 zerstörten die israelischen Streitkräfte die UN-Patrouillenbasis in der Nähe der Ortschaft Khiam im Südlibanon. Der weithin als UN-Posten gekennzeichnete Beobachter-Stützpunkt der Vereinten Nationen war auch mit einem Bunker ausgestattet, der auch gegen Artilleriegranaten Schutz bieten sollte. Immer näher kamen die Einschläge an die UN-Position heran, und gegen 1930 Uhr traf eine 500-kg-Fliegerbombe der israelischen Luftstreitkräfte den Bunker direkt. Alle vier Militärbeobachter, die auf dem Stützpunkt ihren Dienst versahen, kamen ums Leben: Hans Peter Lang (Österreich), Paeta Hess-Von Kruedener (Kanada), Du Zhaoyu (China) und Jarno Makinen (Finnland).

Genau 15 Jahre später wurde aus diesem tragischen Anlass im Heimatort des Major Hans Peter Lang, in Güssing, eine Gedenkfeier abgehalten. Vor dem Kriegerdenkmal, wo auch der Name des Herrn Major Lang verewigt ist, versammelten sich höchste Vertreter aus der Politik, die hohe Geistlichkeit, aber auch viele Organisationen (Garnison Güssing, Schwarzes Kreuz Burgenland) und Vereine (Kameradschaftsbund Burgenland mit Fahnentrupps), aber auch die Angehörigen  des gefallenen Mjr Lang (u.a. Mutter und Schwester)  und viele Menschen aus der Ortsbevölkerung.

Die Vereinigung der Österreichischen Peacekeeper (VÖP) zeichnete für die Ausrichtung der Gedenkfeier, mit dem Vizepräsidenten der VÖP, Generalleutnant i.R. Mag. Bernhard Bair, sowie dem zweiten Vizepräsidenten, Vizeleutnant Othmar Wohlkönig und dem Landesleiter Burgenland, Stabswachtmeister a.D. Bernhard Lechenbauer an der Spitze, verantwortlich. Die VÖP stellte nicht nur den VÖP-Standartentrupp (Fahnenträger Offiziersstellvertreter Karl Fau, Vizeleutnant i.R. Stefan Nemeth und Zugsführer a.D. Johann Frühwirth), sondern war auch mit einer Abordnung vertreten.  Die VÖP wurde bei der Vorbereitung und Durchführung der Gedenkfeier von der Stadt Güssing, mit dem Amtsleiter-Stv, Oberleutnant d.Res. Oberamtsrat Gilbert Lang an der Spitze, tatkräftig unterstützt.

Der Bürgermeister der Stadt Güssing, Vinzenz Knor, wies in seiner Ansprache auf das tragische Ereignis im Südlibanon hin und dankte auch den Peacekeepern für die Ausrichtung dieser Gedenkveranstaltung. Der Franziskanerpater, Anton Bruck, wies darauf hin, wie der Sarg von Mjr Lang vor 15 Jahren, wo er die Familie Lang begleitete, in Wien-Schwechat ankam und wie ein Sonnenstrahl beim Begräbnis von Mjr Lang plötzlich durch die dichte Wolkendecke, wie ein Zeichen des  Himmels drang. Militärsuperintendent DDr.  Karl-Reinhart Trauner ging in seiner Ansprache auf die Besonderheiten des Soldatenberufs und den Tod im Dienste des Friedens ein.

Ein gemeinsames Gebet der Geistlichkeit leitete über zur Kranzniederlegung. Der Kranz der Peacekeeper wurde durch den Vizepräsidenten Bair, gemeinsam mit der Landtagspräsidentin Dunst und dem Landesleiter Burgenland, Lechenbauer, vor dem Kriegerdenkmal niedergelegt. Der Vizepräsident Bair würdigte in seiner Rede im Besonderen die Verdienste des Mjr Lang. Er bezeichnete Lang als einen Märtyrer, der für den Weltfrieden gefallen ist. Aber er wies auch darauf hin, dass seit 1960 bis heute mehr als 90 Tausend Österreicherinnen und Österreicher Friedensdienst als Soldatinnen und Soldaten im Ausland versahen und 52 Soldaten nicht mehr lebend nach Hause zurückgekehrt sind.

Die Präsidentin des Burgenländischen Landtages, Frau Verena Dunst, wies in ihrer Ansprache darauf hin, dass sie Lang persönlich kannte und bei seinem Begräbnis, wo tausende Menschen teilnahmen, auch anwesend war. Sie stellte den schweren Beruf der Friedenssoldaten in den Mittelpunkt ihrer Rede und erwähnte die spätere Auszeichnung des Mjr Lang beim Award for Soldiers  posthum. Dunst bedankte sich ausdrücklich bei den Peacekeepern dafür, dass sie jener Soldaten gedenken, die im Einsatz für den Frieden verstorben sind.

Durch das Burgenländische Kabelfernsehen (BKF) wurde die gesamte Veranstaltung aufgezeichnet und ist im Internet abrufbar.

Beitrag: Landesgruppe Burgenland
Fotos: Lang

 

 

 

 

Jul 19

Das erste Treffen der Kärntner Peacekeeper beim neuen Treffpunkt – im Gasthof „Silberberg“ in Wolfsberg.

Nach der erzwungenen Pause (wegen Corona-Restriktionen) war es am 9. Juli endlich wieder möglich, ein Treffen der Kärntner Peacekeeper in Wolfsberg zu veranstalten. Der Einladung folgten 31 Peacekeeper, darunter auch unser unterstützendes Mitglied Altbürgermeister Hans-Peter Schlagholz und zwei treue Gäste aus der Steiermark.

 

Da die Embassy SkyLounge im Lavanthaus leider Geschichte ist, fand dieses Treffen in unserem neuen Treffpunkt – im Gasthof “Silberberg” – statt. Um den dzt. Bestimmungen zu entsprechen, wurde die Einhaltung der 3G Regel vom stellvertretenden Bereichsleiter gewissenhaft kontrolliert.

Als besonderen Gast konnte der Bereichsleiter den UN-Veteranen Eduard Hinterholzer gewinnen, der den weiten Weg von Lienz auf sich nahm, um sein Buch “UN-Einsatz auf der Insel der Liebe” in einem etwa einstündigen Vortrag vorzustellen. In seinem Vortrag erzählte er über Begegnungen und Erlebnisse während seines ersten Auslandseinsatzes 1975 und seinem zweiten 1984. Mit einem kurzen Film dokumentierte er seine Ausführungen.

 

 

Im Anschluss bedankte sich der Bereichsleiter mit einem kleinen Präsent bei Eduard Hinterholzer für seinen Vortrag.

Bei den Zypern-Veteranen wurden damit wieder Erinnerungen wachgerüttelt, was naturgemäß zum regen Austausch eigener Erlebnisse führte.

Mit griechisch-zypriotischem Buffet ging es zum gemütlichen Teil über. Die letzten Gäste machten sich erst gegen Mitternacht auf den Heimweg, d.h. die neue “Location” wurde von den Teilnehmern sehr gut angenommen.

© gbf

 

 

Jul 12

Impressionen über den Auslandseinsatz im Libanon – erster Jour Fixe in Wiener Neustadt nach dem Lockdown

Die Bereichsleiterin der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper, Irene Valina, bekam vom Vorstand eine Auszeichnung – die Damenmasche in Gold – als hochgeschätztes Mitglied, die äußerst aktiv mit guten Ideen mitarbeitet. Kerstin Schlager, Inhaberin des Cafés Nuovo, stellte den Saal zur Verfügung und Vizeleutnant Holger Murkowski referierte über seine UNIFIL-Zeit 2019/2020.

 Die drei “Gs” im Rahmen des Jour fixe der VÖP hießen Geduld, Glück und Genuss. Geduld, weil es die Zeit verlangt, Glück, weil Kerstin Schlager, die Inhaberin des Cafés Nuovo, dem Verein das Ambiente schenkt und Genuss, weil nach zweimaligen Absagen nun endlich der sehr lebendige Libanon-Vortrag stattfinden konnte. An diesem 31. Mai 2021 waren StR Franz Piribauer, GR Johann Machowetz, GR Robert Pfisterer, GR Christian Filipp und der VÖP-Landesleiter von Wien, Hans Zimmermann sowie andere coronabedingte angemeldete Mitglieder anwesend.

Vizeleutnant Holger Murkowski – er wurde im Libanon befördert – war nochmals als Fernmeldeunteroffizier bei diesem Friedenseinsatz 2019-2020.

Er wies gleich auf die große Ähnlichkeit zwischen der österreichischen und der libanesischen Fahne hin. Nach einer Einweisung in den libanesischen Konflikt erzählte Murkowski von den israelischen Raketenangriffen und den libanesischen Gegenangriffen, die über den knapp nach der Grenze gelegenen Camp Naqoura flogen, um schließlich die Mission des österreichischen Kontingentes zu erläutern: Seit November 2011 beteiligt sich das Österreichische Bundesheer an der UNIFIL-Mission der Vereinten Nationen im Libanon.

Vizeleutnant Murkowski durfte diesmal auf einer Fregatte mitfahren, er sprach ebenfalls von der Herausforderung der UN-Administration wie beispielsweise der Unterschriftenkette sowie von den Englisch-Sprachkenntnissen. Diesmal waren ca. 183 Soldaten im Einsatz. Der Vortrag wurde immer mit Fotos und Kurzfilmen zum besseren Verständnis ergänzt, wie Fahrzeuge im Konvoi, die Camp-Feuerwehr oder die Truppenbetreuung durch diverse Künstler. Die Städte Beirut und Tyros waren kulturell äußerst interessant, die Soldaten setzten sich aber auch für das Mosan Center in Tyros ein, ein Therapie- und Schulzentrum für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

 

Bericht und Fotos: Mag. Serge Claus

 

Jul 05

Neustädter Peacekeeper organisierten im heißen Juni eisigen Vortrag: 3449 Nautische Meilen in der Antarktis

3449 Nautische Meilen in der Antarktis

Bei einem Vortrag für Naturliebhaber über die Antarktis begeisterten Lisa und Wilfried Schnessl die Neustädter Peacekeeper bei ihrem Jour Fixe am 28. Juni 2021. Trotz Corona-Bedingungen war die Veranstaltung im Café Nuovo vor der Sommerpause gut besucht, worüber Bereichsleiterin Irene Valina sich sehr freute.

Die Reise des Dia-Vortrags über den 7. Kontinent, Antartika oder Südpol, begann noch vor Corona im Jänner 2020 in der südlichsten Stadt Argentiniens, Ushuaia, als Ausgangspunkt für die Antarktis mit einem hochmodernen Schiff mit Stabilisatoren. „Erste Etappe waren die Falklandinseln, wo noch sehr viele Reste  des Falklandkrieges von 1982 zu sehen sind, sonst gibt es keine Bäume aber dafür eine üppige Flora“ erwähnte das Ehepaar. Danach ging es nach Südgeorgien, dort wurden die Fenster des Schiffes verdunkelt, um die Vogelwelt nicht zu schrecken, Wale wurden auch gesichtet. Um ans Land zu gehen, mussten die Reisenden desinfiziert werden, auch die Schuhsohlen. Wilfried Schnessl machte tolle Fotos von Tieren wie beispielsweise Königspinguine. Verlassene Walfangstationen dienen als Mahnmal gegen das Ausrotten dieser Tiere!

Danach ging es zu den Südlichen Shetlandinseln mit dem Eintritt in die Antarktische Halbinsel, ein blauer Eisberg wurde fotografiert, blau entsteht, wenn wenig Luftbläschen im Eis enthalten sind. Dann erschien der Portal Point, eine schmale Landspitze an der Danco-Küste des westantarktischen Grahamlands, weiter über die Bucht Paradise Harbor zum Lemaire-Kanal, eine Meerenge in der Antarktis zwischen der Antarktischen Halbinsel und der vorgelagerten Booth-Insel, bis zur nächsten Bucht Neko Harbour an der Danco-Küste des Grahamlands im Norden der Antarktischen Halbinsel, die Reise ging dann dem Ende zu über die Südlichen Shetlandinseln zurück. Die Zuhörer konnten danach mit den Vortragenden sprechen und Fragen stellen.

Die Bereichsleiterin leitete danach die Sommerpause ein bis zum 20. September, wo Stadtpolizeikommandant Manfred Fries einen spannenden Vortrag hält.

 

Beitrag und Fotos:  Mag. Serge Claus

 

 

 

Jun 20

Österreichische Chargengesellschaft und Vereinigung Österreichischer Peacekeeper begehen Partnerschaft

Wien, 20. Juni 2021: Heute wurde zwischen der Österreichischen Chargengesellschaft und der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper eine Partnerschaftsurkunde unterzeichnet.

Neben der Erweiterung der Kameradschaft sind insbesondere die Vernetzung und Vertiefung der Vereinszwecke unter den Mitgliedern beider Vereine wesentliche Ziele.

Die Österreichische Chargengesellschaft (www.chargengesellschaft.at) sieht sich naturgemäß als Interessensvertretung für die Österreichischen Chargen und möchte ebenso einen Beitrag zur Verbesserung des Bundesheeres leisten. Viele Chargen leisteten und leisten auch wertvolle Arbeiten rund um die Auslandseinsätze des Österreichischen Bundesheeres. Die daraus gewonnenen Expertisen möchte die Vereinigung Österreichischer Peacekeeper dazu nutzen, um ihre Ziele ausweiten und verbessern zu können.

 

Bericht und Fotos: Alexander Panzhof

 

Jun 19

Landesgruppe Burgenland: Erstes Peacekeepertreffen und Verleihung von Ehrenzeichen nach neun Monaten „Coronapause“

Am 15 Juni war es wieder soweit. Nach neun Monaten Pause konnte sich die  Landesgruppe Burgenland erstmalig wieder zum Peacekeepermeeting im „Vereinsgasthaus“ Schwentenwein in Walbersdorf bei Mattersburg treffen. Ein riesiges Hallo als  Ausdruck der Freude über das Wiedersehen schallte durch den Gastgarten. Der Landesleiter Burgenland, StWm a.D. Bernhard Lechenbauer, begrüßte persönlich gemeinsam mit der Wirtin, Dani, die zahlreich erschienen Mitglieder. Aber die große Überraschung dieses ersten Treffens nach langer Zeit war die feierliche Verleihung des Ritterkreuzes in Bronze an den Herrn Vizeleutnant Ewald Feichtinger,  in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die Vereinigung der Österreichischen Peacekeeper.  Der Landesleiter Burgenland, Bernhard Lechenbauer, führte gemeinsam mit dem Vizepräsidenten der VÖP, Bernhard Bair, die Ehrung durch. Sichtlich stolz bedankte sich Vizeleutnant Feichtinger und die anwesenden Mitglieder ließen ihn hochleben. Bis spät in die Nacht wurde gefeiert und nach dieser langen Absenz hatten alle sich sehr viel zu erzählen.

Bericht und Fotos: Landesgruppe Burgenland

 

Jun 19

Auch Oberösterreich feierte den International Day of UN-Peacekeepers 2021

29. Mai: Internationaler Tag der Friedenssicherungskräfte der Vereinten Nationen
PEACEKEEPERSDAY / Tag der UN-Blauhelme

Mit dem Internationalen Tag der UN-Peacekeeper würdigen die Vereinten Nationen am 29. Mai den Einsatz der über 1.000.000 internationalen Soldaten, Polizisten und zivilen Mitarbeiter, die in UN- Missionen einen Beitrag für Frieden leisten. Der Tag gilt zudem dem Gedenken an diejenigen, die ihr Leben in einem UN-Einsatz verloren haben. Im Jahr 2003 wurde er zum ersten Mal begangen.

Die UN-Generalversammlung wählte für den Internationalen Tag des Peacekeepers den 29. Mai, da an diesem Datum im Jahr 1948 die erste Peacekeeping-Mission der Vereinten Nationen, die Beobachtermission UNTSO (United Nations Truce Supervision Organization) in Palästina, beschlossen worden war. 2021 feiern die UN-Blauhelme bzw. die Friedenstruppen der Vereinten Nationen daher ihren 73sten UN-Blauhelme bzw. PEACEKEEPERSDAY.

In seiner Heimatstadt PERG gedenkt der Oberösterreichische Landesleiter der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper Rudolf Tischlinger Vzlt iR, mit Teilen seiner Landesgruppe und den politischen Vertretern der Bezirksstadt Perg diesen akkreditierenden UN-Friedenstag. Anlässlich dieses Gedenktages wird erstmalig am Samstag, den 29. Mai 2021, um 10.00 Uhr beim Stadtamt PERG die blaue UN-Fahne gehisst.

Bisher haben über 1 Millionen Soldaten & Soldatinnen an über 70 Friedenserhaltenden Einsätzen teilgenommen. Dabei müssen immer das betroffene Land (oder die beteiligten Konfliktparteien) dem Einsatz zustimmen.
Der erste Einsatz von unbewaffneten UN-Militärbeobachtern erfolgte 1948 zur Überwachung des Waffenstillstands (UNTSO) im Palästinakrieg.

Seitdem hat sich der Aufgabenbereich der Friedenstruppen immer mehr ausgeweitet. Waren es anfangs vor allem zwischenstaatliche Konflikte, bei denen sie hinzugezogen wurden, so kamen mit der Zeit auch immer mehr Bürgerkriege und innerstaatliche Auseinandersetzungen dazu. Österreich beteiligt sich seit 1960 an Friedensunterstützenden Missionen.

1988 wurde den Friedenssicherungskräften der Vereinten Nationen für ihr Engagement zur Sicherung des Weltfriedens der Friedensnobelpreis verliehen.
Doch diese Friedenseinsätze haben auch einen sehr bitteren Beigeschmack, es handelt sich dabei um jene Personen, die nicht mehr lebend aus ihrer Mission heimkehrten. Mehr als 3.800 Mal musste den Angehörigen die traurige Botschaft vom Ableben eines geliebten Familienangehörigen überbracht werden.
Auch 54 freiwillige Österreichische Einsatzkräfte sind seitdem im Dienste des Friedens verstorben.

Doch nicht nur den Verstorbenen soll dabei gedacht werden, dieser spezielle Tag ist auch allen ehemaligen und derzeitigen Angehörigen einer UN-Friedenstruppe gewidmet, die mit ihrem Einsatz ein wertvolles Stück Frieden in umstrittenen Gebieten sichern. Aktuell stellt Österreich im Jahr 2021 – 200 Personen aus dem Polizei- und Militärbereich den Vereinten Nationen für einen Friedensdienst zur Verfügung.

 

Bericht und Fotos: Landesgruppe Oberösterreich

Jun 11

Der Internationale Tag der UN-Friedenstruppen am 29. Mai in Kärnten

Am 29. Mai wehte die Fahne der Vereinten Nationen zu Ehren der UN-Friedenstruppen auf den Amtsgebäuden der Kärntner Bezirkshauptstädte Villach und Wolfsberg, wo auch die jeweiligen Bereichsgruppen der Vereinigung Österreichischen Peacekeeper aktiv sind.
UN Beflaggung
Am diesjährigen Gedenktag der internationalen UN-Friedenstruppen wurde eine kurze Gedenkfeier an der Grab-Gedenkstätte des Zugführers Hans HOFER, † 25.06.1974 UNDOF, am Kommunalfriedhof in Feistritz / Drau, dem ersten – mit 2 weiteren Kameraden – zu Tode gekommenen österr. Friedenssoldaten im UNDOF-Einsatz in Syrien – abgehalten.

Grab Hans Hofer Feistritz x
(Marek, Janda, Slamanig, Maurer, Mutter Hofer, Sohn Hofer, Schwiegervater)
Oberst iR Günther Janda gelang es Hofers Witwe, Margot HOFER, deren Sohn, Brigadier Mag. Horst HOFER – derzeit Kommandant der 7. Jägerbrigade – und dessen Schwiegervater zu dieser sehr würdigen Gedenkfeier einzuladen. Nach der Niederlegung des Blumengestecks mit den UN-blauen Streifen und der Ehrenbezeugung der VÖP-Kameraden, sowie den Dankesworten an unsere Abordnung für diese Ehrerweisung an seinen Vater, Zugführer Hans Hofer, durch Brigadier Mag. Horst Hofer, endete dieses Gedenken.
Kriegerdenkmal
Gedenktafel
Anschließend führte Oberst Janda die VÖP-Kameraden noch zur Aufbahrungshalle des Friedhofes, an deren Ostseite sich die Friedhofs-Kriegergedenkstätte befindet. Diese wurde auf Initiative des ehemaligen Bataillonskommandanten des FMB 1, mit Unterstützung der Marktgemeinde Paternion und dem österreichischen Schwarzen-Kreuz im Jahre 2018 renoviert. Dabei wies Oberst Janda besonders auf den Text der neu gefertigten Kupfertafel hin, der u.a. auch den „Angehörigen des Bundesheeres und der Exekutive, die im In- und Ausland im Einsatz ihr Leben hingaben“ gewidmet ist.

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Auch die Grabstätten der zwei weiteren Kärntner Kameraden, die im Einsatz am Golan (UNDOF) ihre Leben hingaben, wurden von den Peacekeeper-Kameraden aufgesucht.

Grabstätte Zugsführer Gerhard Karnitschnig, † 30.05.1997 UNDOF
Grab Gerhard Karnitschnig Villach x
(Slamanig, Fischer, Marek, Maurer)

Grabstätte Oberstabswachtmeister Wolfgang MANDL, † 07.06.1991 UNDOF
DSCN2831 (2)
(Frank, Slamanig)

 

© Text: Janda/Frank; Bilder: Slamanig/Frank

 

Jun 10

Hohe Auszeichnung für VÖP Landesleiter Burgenland

Am 5. Juni 2021 wurde in der Schlosskapelle von Schönbrunn dem Burgenländischen Landesleiter der Vereiniging Österreichischer Peacekeeper eine sehr große Ehre zuteil.

Der hohe Herr, Sandor Habsburg-Lothringen, überreichte dem Stabswachtmeister a. D. Bernhard Lechenbauer  persönlich den Goldenen Stern zum Großen Ehrenzeichen am Bande mit Schärpe  in Würdigung seiner besonderen Verdienste um die Traditionspflege. Sichtlich gerührt nahm Lechenbauer diese sehr hohe Auszeichnung in Anwesenheit vieler Ehrengäste und auch Peacekeeperfreunde entgegen.

Wir, die Peacekeeper, freuen uns gemeinsam mit Lechenbauer und gratulieren ihm herzlichst.

Bericht & Fotos: Landesgruppe Burgenland

 

 

 

Jun 07

Peacekeepersday 2021: So feierten die Melker und Waldviertler UNO Soldaten

Wie auch im Vorjahr, würdigten die Melker und Waldviertler UN-Veteranen mit ihrem Bereichsleiter Vizeleutnant Wöchtl anlässlich des Internationalen Tages der UN Peacekeeper am Soldatenfriedhof Allentsteig die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der weltweiten Friedensmissionen.

Anschließend fuhren sie weiter nach Windigsteig. Am Grabe von Offiziersstellverteter Reinhard Müllner, der am 26. Juni 1988 im Einsatz in Syrien verstorben ist, wurden für ihn ein Blumenbukett niedergelegt und eine Kerze entzündet. Auch seine Witwe war anwesend und sah, dass unsere verstorbenen Friedenssoldaten niemals vergessen werden. So auch nicht unser erster Niederösterreichischer Landesleiter, Oberst Josef Mennerstofer. An seinem Grab entzündete Loitschy Heindl mit Hans Kleedorfer eine Kerze. Mögen sie ihren Platz im Himmel gefunden haben.

Bericht: Alois „Loitschy“ Heindl
Fotos:  Hilda Weixlbraun

 

 

 

Mai 30

Tiroler Landesgruppe feierte International Day of UN-Peacekeepers in Innsbruck

INTERNATIONAL PEACEKEEPERS DAY

Aus Anlass des diesjährigen “Internationalen Peacekeeper Tag”, der alle Jahre weltweit am 29. Mai begangen wird, hat sich die  Vereinigung Österreichischer Peacekeeper – Veteranen die einmal oder öfter als UN Soldaten in verschiedenen Missionen dabei waren – sich zu einer kameradschaftlichen Vereinigung zusammen fanden vor fast zwanzig Jahren – namentlich die Landesgruppe Tirol –  mit einem Infostand in der Maria Theresien Strasse in Innsbruck präsentiert.

Bei prächtigem Wetter konnte man interessierten Besuchern quer durch alle Altersschichten fast alle Fragen beantworten. Wozu UN-Einsätze, warum mit Soldaten, was sichert wirklich den Frieden, ist der Einsatz freiwillig, wie “gefährlich” ist die jeweilige Mission, wie ist die Bezahlung und vieles mehr. Politik, ehemalige UN-Soldaten, Polizei, aber auch kritische Besucher, konnten am VÖP Infostand begrüßt werden. Eltern mit Kindern schauten vorbei, wurden mit einem VÖP Fähnchen und Süssigkeiten ausgestattet. Aktuelle Ausgaben der Vereinszeitung “The Austrian Peacekeeper,” Flyer, Aufkleber, Kugelschreiber usw. konnten als “Give Away” dem interessierten Publikum mitgegeben werden. Ebenso wurden die Zielsetzungen der Österreichischen Peackeepervereinigung näher gebracht.

 

Bericht: Cattani Bruno Toaba
Fotos:    Fritz Scheibler

Regionale Medien:
Internationaler Peacekeeper Day: Tiroler Peacekeeper in INNSBRUCK – Hall-Rum (meinbezirk.at)

 

 

Mai 29

Internationaler Tag der UN-Peacekeeper

Jedes Jahr am 29. Mai gedenken die Vereinigung Österreichischer Peacekeeper (VÖP) und das ABC-Abwehrzentrum Korneuburg den internationalen Tag der UN-Peacekeeper.

Vor 73 Jahren, am 14. Mai 1948, wurde im Nahen Osten von den Vereinten Nationen aufgrund starker Unruhen nach der Gründung Israels zu einer Waffenruhe aufgerufen. Um diese durchzusetzen wurde die United Nations Truce Supervision Organisation (UNTSO) ins Leben gerufen. Sowohl die arabische als auch die israelische Seite stimmten dieser Beobachtermission zu, mit friedensunterstützenden Operationen in Palästina wurde am 29. Mai 1948 begonnen. Die Geburtsstunde der ersten Peacekeeping Mission der Vereinten Nationen hatte somit geschlagen.

Bis heute folgten über 70 weitere UN-Missionen weltweit, in denen mehr als eine Million Soldaten, Polizisten und Zivilisten im Dienste des Friedens im Einsatz waren. Doch diese Friedenseinsätze haben auch einen sehr bitteren Beigeschmack, es handelt sich dabei um jene Personen, die nicht mehr lebend aus ihrer Mission heimkehrten. Mehr als 3.800 Mal musste den Angehörigen die traurige Botschaft vom Ableben eines geliebten Familienangehörigen überbracht werden.

Um den Verstorbenen zu gedenken wurde seitens der Vereinten Nationen der „International Day of UN-Peacekeepers“ ins Leben gerufen. Doch nicht nur den Verstorbenen soll dabei gedacht werden, dieser spezielle Tag ist auch allen ehemaligen und derzeitigen Angehörigen einer UN-Friedenstruppe gewidmet, die mit ihrem Einsatz ein wertvolles Stück Frieden in umstrittenen Gebieten sichern.

Österreich beteiligt sich seit 1960 an Friedensunterstützenden Missionen, 52 Soldaten sind seitdem im Einsatz verstorben.

 

Bericht und Fotos: Landesgruppe Niederösterreich

 

 

Bildunterschrift:

 

Von Links nach Rechts: VÖP Landesleiter Niederösterreich Obstlt Manfred Sommer, MBA; Kommandant des ABC-Abwehrzentrums Oberst des Generalstabsdienstes Mag. Jürgen Schlechter; Abgeordneter zum Nationalrat Andreas Minnich; VÖP Bereichsleiter Vzlt i R Richard Roblicka

Mai 29

Internationaler Tag der UN-Peacekeeper: Landeshauptmann Hans Peter Doskozil empfing Delegation im Landhaus in Eisenstadt

Anlässlich des Internationalen Tags der Peacekeeper am 29. Mai empfing Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, General i.R. Günter Höfler, Präsident der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper, Generalleutnant i. R. Bernhard Bair, 1. Vize-Präsident der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper, und den Landesleiter des Burgenlandes, Stabswachtmeister a.D. Bernhard Lechenbauer, gemeinsam mit dem Friedenssoldaten der ersten Stunde aus dem Burgenland, Zugsführer a.D. Alfred Simon, der 1960 beim ersten UN-Einsatz der Republik Österreich im Kongo vertreten war, in seinen Amtsräumen.

„Unsere SoldatInnen und PolizistInnen, die seit Jahrzehnten bei internationalen Friedenseinsätzen oftmals unter gefährlichen Umständen wertvolle Dienste leisten, verdienen es, ins Rampenlicht gestellt und gebührend gewürdigt zu werden. Ich freue mich und bin stolz, seit einem Jahr selbst Mitglied bei den burgenländischen Peacekeepern zu sein und sie unterstützen zu dürfen“, betonte der Landeshauptmann.

Der einmal im Jahr stattfindende „Internationale Tag der UN-Peacekeeper“ soll auf den wichtigen Beitrag der UN-SoldatInnen zur Aufrechterhaltung von Frieden und Sicherheit auf der ganzen Welt hinweisen und dient zudem dem Gedenken aller im Einsatz verstorbenen Opfer. Am 29. Mai 1948 genehmigte der UN-Sicherheitsrat mit seiner Resolution 50 (1948) die Einrichtung des ersten Friedenssicherungseinsatzes der Vereinten Nationen. Seit 2002 wird jedes Jahr am 29. Mai der „Internationale Tag der Friedenssicherungskräfte der Vereinten Nationen“ begangen, um die Frauen und Männer, die im Dienst der Friedenssicherung stehen oder standen, für ihr hohes Maß an Professionalität, Einsatzbereitschaft und Mut zu würdigen.

Text und Bild: Burgenland Landesmedienservice
Hans-Christian Siess

 

 

 

 

Mai 26

Niederösterreichische Landesgruppe setzte Zeichen zum „International Day of Peace“

Die Vereinigung Österreichischer Peacekeeper setzte in diesem Jahr mit der Segnung eines Splitterkreuzes in der St. Georgs Kathedrale an der Theresianischen Militärakademie ein Zeichen zum „International Day of Peace“.

Seit 2002 wird am 29. Mai der „Internationale Tag der Friedenssicherungskräfte der Vereinten Nationen“ begangen. An diesem Tag würdigt man jene Frauen und Männer, die seit vielen Jahren im Dienst zur Sicherung und Erhaltung des Friedens standen und auch in Zukunft stehen werden.

Zur Erinnerung an seinen 1. UN-Einsatz auf den Golanhöhen im Camp Faouar im Jahr 1975 erstand der UN- Soldat Vizeleutnant Josef Kotzak ein Splitterkreuz und schenkte es den Wiener Neustädter PeacekeeperInnen. Das 30 cm hohe Splitter-Standkreuz wurde von österreichischen Soldaten während ihres Einsatzes zur Friedenserhaltung aus den dort aufgefundenen Granatsplittern zusammengefügt. Für Kotzak folgten später noch  weitere UN-Einsätze, wie 1978 auf Zypern und 1979 wieder auf den Golanhöhen.

Im Rahmen des  Sonntags-Gottesdienstes am 2. Mai dankte Militärbischof Werner Freistetter in seiner Predigt unseren UN-Soldaten für die zahlreichen Anfertigungen von Splitterkreuzen auf den Golanhöhen, die man beinahe in allen Garnisonskirchen Österreichs und auch im privaten Umfeld der heimkehrenden Soldatinnen und Soldaten finden kann. „Das Kreuz, ein Friedenszeichen“!

Militärbischof Werner Freistetter segnete im Beisein von Militärdekan & Rektor Stefan Gugerel und Diakon Bgdr Josef Juster das Splitterkreuz und erinnerte dabei an den permanenten UN-Einsatz unserer österreichischen Blauhelme zur Aufrechterhaltung von Frieden und Sicherheit und gedachte auch der im Einsatz verstorbenen Opfer.

Das Splitterkreuz wurde von der Wiener Neustädter Bereichsleiterin der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper, Irene Valina, an den Vertreter der Flugfeldpfarre St. Anton, Peacekeeper und UN-Soldat Oberst i.R. Hans Machowetz, für die Kirche am Flugfeld übergeben. Dort wird es einen würdigen Platz finden.

Bericht: Oberst i.R. Hans Machowetz
Irene Valina

Fotos: OStR Prof. Serge Claus
Oberstleutnant a.D. Max Schwendenwein

 

Apr 29

Ein Steirer salutiert ab – Vizeleutnant Othmar Wohlkönig verabschiedet sich in den Ruhestand

Als „Stimme der Soldaten“ bezeichnete ihn jüngst die „Kleine Zeitung“: Vizeleutnant Othmar Wohlkönig, langjähriger Kommandounteroffizier im Kommando Streitkräfte in Graz und Präsident der steirischen Unteroffiziersgesellschaft, stellvertretender und seit 2019 Präsident der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft (ÖUOG), außerdem Vorstandsmitglied und Vizepräsident der VÖP, übergab im April 2021 den Vorsitz der ÖUOG und wird mit Jahresmitte, im Alter von 62 Jahren, in den Ruhestand treten.

Als Präsident der ÖUOG war er die Stimme von rund 30.000 Unteroffizieren des Aktiv-, Miliz- und Ruhestandes – und ließ es an klaren Worten nicht fehlen. So im Juni 2020, als er angesichts der Diskussionen um Reformpläne klar seiner Enttäuschung Ausdruck gab: „Wir alle erhofften uns von der Bundesministerin Tanner klare Aussagen zur Zukunft des Bundesheeres,“ diese aber habe die Chance, „auf verständliche Fragen eindeutige Antworten zu geben und vor allem eine klare Botschaft an die tausenden Soldatinnen und Soldaten zu senden“, vertan. „Hintangehalten und enttäuscht“ wurden die Soldaten „in der Vergangenheit schon genug,“ hieß es da.

Irene Valina, VÖP-Bereichsleiterin Wiener Neustadt, führte mit ihm das folgende Gespräch:

Herr Vizeleutnant, Sie haben vor kurzem das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen bekommen.

Die hohe Auszeichnung war für mich eine besondere Überraschung, zumal sie mir durch unsere Verteidigungsministerin Frau Mag. Klaudia Tanner persönlich verliehen wurde. Ich werde dieses Verdienstkreuz mit Stolz und Demut tragen, da ich mir bewusst bin, dass auch viele Wegbegleiter daran Anteil haben.

Sie sind auch als Vizepräsident in der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper (VÖP) tätig.

Nachdem ich nahezu 30 Jahre ehrenamtlich aktiv bin, war es nicht mein Ziel, eine Funktion in der VÖP zu übernehmen. Mein ehemaliger Kommandant und derzeitige Präsident der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper, General i. R. Mag. Günter Höfler, ist an mich herangetreten, ob ich mir eine Funktion in der Vereinigung vorstellen könnte. Es war mir sofort klar, dass ich an seiner Seite, unabhängig der Funktion, mitwirken werde. Im Mai 2019 wurde ich beim Bundetreffen der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper in Wiener Neustadt zum Vizepräsidenten gewählt.

Hatten Sie schon vorher einen Bezug zur VÖP?

Lange Zeit nicht. Ich wurde erst sehr spät im Laufe meiner Auslandseinsätze einfaches Mitglied in der VÖP. Ich war und bin mir auch heute noch der Bedeutung unserer Vereinigung bewusst. Neben der Förderung und dem Erfahrungsaustausch auf nationaler und internationaler Ebene, sowie den Kontakten zu den staatlichen Stellen und Vereinen ist es vor allem die Aufrechterhaltung der Kameradschaft aller derzeitigen und ehemaligen Auslandseinsatz-Soldatinnen und -Soldaten, unabhängig von ihrer Barettfarbe.

In diesem Zusammenhang: Auf welche Auslandseinsatzerfahrung können Sie zurückgreifen?

Eigentlich hat meine Auslandseinsatzkarriere sehr spät begonnen, da mir primär meine Laufbahn als Kommandant eines Jagdpanzerzuges bei meinem Heimatverband, dem damaligen Jagdpanzerbataillon 4, wichtig war. Im Jahr 1994 kam es zu meinem ersten Auslandseinsatz beim AUCON/UNFICYP, als Kommandant der Kommandogruppe bei der 2. Jägerkompanie. Dort hat mich dann das berüchtigte „Virus“ erwischt – es folgten weitere Einsätze bei UNFICYP auf Zypern (1996/97, 2000/01 und als „last Mission“ 2014/15), bei SFOR in Bosnien-Herzegowina (1997/98) und beim AUSCON/UNDOF in Syrien (2003–05).

Was waren ihre persönlichen Erfahrungen bzw. Erkenntnisse von den Auslandseinsätzen?

Auch wenn sehr oft – meist von „Unwissenden“ – das Geldverdienen als Primärziel genannt wird, so muss betont werden, dass die Beteiligung am internationalen Krisenmanagement ein klarer Auftrag des Bundesheeres ist. Jede Soldatin und jeder Soldat, unabhängig von persönlichen Zielen, leisten hier einen großartigen Beitrag mit ihrem Einsatz, der für jeden Einzelnen ein besonderer Erfahrungsgewinn ist.

In allen meinen Einsätzen hatte ich das große Glück einer Kommandantenfunktion, sowohl im nationalen als auch im internationalen Umfeld. Das Führen eines Organisationselementes fernab der Heimat, bei sich ständig wechselnden Rahmenbedingungen, gepaart mit dem Verlassen der „Komfortzone“, haben mich nicht nur als Unteroffizier weiterentwickelt, sondern die Auslandseinsätze insgesamt formten mich als Soldat und Mensch.

Sie blicken auf eine nahezu 43-jährige Dienstzeit zurück, was waren Ihre wesentlichen Stationen?

Als ich am 1. Jänner 1979 beim damaligen Jagdpanzerbataillon 4 in Graz einrücken musste, war es mein Ziel, diese acht Monate einfach abzudienen, da ich damals kein Interesse hatte, eine Berufskarriere beim Bundesheer anzustreben. Aber es kam anders. Aus heutiger Sicht darf ich auf mehr als 42 erfüllte und abwechslungsreiche Dienstjahre zurückblicken.

Dies verdanke ich vor allem den Unteroffizieren, die aus einem desinteressierten „Wehrmann Wohlkönig“ einen motivierten, leistungswilligen Soldaten und künftigen Panzerkommandanten sowie späteren Zugskommandanten formten.

Aufgrund meiner sportlichen Ambitionen wechselte ich als Hilfsreferent für Körper- und Alpinausbildung zum Militärkommando Steiermark, wo ich u.a. auch Sachbearbeiter Ausbildung war. Mit der Aufstellung des Kommandos Internationale Einsätze (KdolE) in Graz 2002 wechselte ich als Sachbearbeiter Evaluierung in dieses operativ führende Kommando.

Nach meiner Rückkehr aus dem Auslandseinsatz in Syrien (UNDOF) hatte ich 2005 die einmalige Chance, Kommandounteroffizier im KdolE zu werden. Mit der Aufstellung des Streitkräfteführungskommandos (SKFüKdo) – dieses vereinigte bekanntlich die bisherigen Kommanden Landstreitkräfte, Luftstreitkräfte, Spezialeinsatzkräfte und Internationale Einsätze – wurde ich im Jahr 2006 Kommandounteroffizier der Streitkräfte. Eine national und international herausfordernde Funktion, die ich bis zu meiner Versetzung in den Ruhestand mit großem Engagement und mit Stolz erfüllen durfte.

Herr Vizeleutnant, wie kam es dazu, dass Sie Präsident der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft (ÖUOG) wurden?

Schon als junger Wachtmeister war ich mir über die Bedeutung des Korpsgeistes der Unteroffiziere und der wehrpolitischen Tragweite der ÖUOG im Klaren. Für mich stellte sich nicht die Frage, was mir eine Mitgliedschaft bei der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft bringt, sondern vielmehr, was ich als Unteroffizier einbringen kann.

Von 1993 bis 2006 arbeitete ich in verschiedenen Funktionen im Vorstand der Unteroffiziersgesellschaft Steiermark. Dass ich von 2006 bis 2018 die Präsidentschaft dieser Interessensgemeinschaft führen durfte, basierte auf das Vertrauen der Mitglieder und des Vorstandes. Eigentlich wollte ich mich 2018 aus allen Funktionen zurückziehen, doch der amtierende Präsident der ÖUOG musste krankheitsbedingt seine Funktion zurücklegen. Daraufhin wurde ich gefragt, ob ich die Präsidentschaft übernehmen möchte. Das war für mich nicht nur eine Ehre, sondern auch eine Verpflichtung gegenüber dem Unteroffizierskorps.

Nach so intensiven Dienstjahren und Ihrem ehrenamtlichen Engagement – besteht da nicht die Gefahr eines „Pensionsschocks“?

Erstens kann ich zufrieden auf eine erfüllte und abwechslungsreiche Dienstzeit zurückblicken und gehe gut vorbereitet und ohne Angst etwas versäumt zu haben in den Ruhestand.

Zweitens möchte ich meiner Frau, die ich seit 1978 kenne und die meine gesamte Dienstzeit und meine Ehrenämter stets mitgetragen hat, etwas zurückgeben. Nämlich eine Zeit, die wir nun gemeinsam unter Ausnützung unseres Wohnmobils möchten.

Für dieses umfassende Interview bedanke ich mich recht herzlichst und wünsche weiterhin viel Glück, Gesundheit, Freude und Spaß beim Reisen. „Gute Fahrt“!

 

Fotos: Bundesheer, Gunter Pusch, Manuela Wohlkönig,

 

 

Mrz 18

Niederösterreichische Peacekeeper trafen sich zum „Geburtstags“ Sonntagsgottesdienst

Eine gelungene Überraschung, ein glücklicher Jubilar und eine Erinnerungsgeschichte!

Peacekeeper trafen sich zum „Geburtstags“ Sonntagsgottesdienst, gestaltet vom Militärdekan und Rektor Stefan Gugerel, den Diakonen Brigadier Josef Juster und Vizeleutnant Andreas Binder in der St. Georgs Kathedrale an der Theresianischen Militärakademie, um ihren Kameraden „Max“ Oberstleutnant Capt. Mag. Walter Max Schwendenwein  zum „Halbrunden“ und zum Antritt in den wohlverdienten Ruhestand zu gratulieren.

– 1975 eingerückt als EF nach Götzendorf, danach Oggau
– VBS TherMilAk, Aufnahme in den 1. Jahrgang (ranked  #17)
– 1. Jahrgang an der FMTS Wien als Lehrgruppenerster FM
– 1979 Ausmusterung zum Leutnant nach Eisenstadt und Kdt 1. AusbKp/ LWSR 12
– Teilnahme an der RVÜ1979 als Kdt FMKp/ StbB1
– 1980/81 bestandene Selektion zum Linienpiloten bei Austrian Airlines (ranked  #1)
– 1982 Auslandseinsatz als FMO/AUSCON/UNFICYP
– 1983 Kdt BetrKp/ I./HFMR Wien
– 1984/85 Auslandseinsatz als Kdt 2. Kp/AUSBATT/UNDOF
– 1986 Ausscheiden aus dem aktiven Dienstverhältnis und Anstellung als                       Linienpilot  im Austrian Airlines Konzern.
– 1995 UN Rotationsflug nach Larnaka/Zypern
– 2006 UN Charterflug nach Damaskus/Syrien
-2009 Weggang von AUA, danach in der internationalen Luftfahrt als                               Kapitän/Fluglehrer/Flugprüfer tätig.

 

Weitere Kurse beim ÖBH als Milizoffizier folgten:

  • Bataillonskommandantenkurs allgemeiner Teil auf der LVAk

  • Bataillonskommandantenkurs Fachteil an der FMTS

Weitere Verwendung im ÖBH als Milizoffizier bei:

  • Ersatzregiment 34

  • BrigFMO/3. JgBrig

  • AA

Mit Oberst i. R. Hans Machowetz verbindet ihn nicht nur eine besonders langjährige Kameradschaft, sondern auch diese folgende Erinnerungsgeschichte. Beide waren für die Kompanieführung der Betriebskompanie des Heeresfernmelderegiments in der Wiener Starhembergkaserne verantwortlich. Der damalige Kompanieoffizier Olt Max Schwendenwein und sein Kompaniekommandant Hptm Hans Machowetz errichteten mit ihren Soldaten ein „Indianerfort“ im Böhmischen Prater am Wiener Laaer Berg.

 

Auf den Fotos sieht man die Aktivitäten von Oberleutnant Max Schwendenwein als Anschlussmann im ersten Glied und Hauptmann Hans Machowetz, der mit einem flotten Marschlied zur Vollzugsmeldung für die Errichtung des Indianerforts einmarschiert und dies an den Militärkommandanten von Wien, Divisionär (Generalmajor) Karl Majcen meldet.

Mit all‘ seinen Berufserfahrungen, zuletzt mit etwa 22.200 Flugstunden, ist auch diese Landung in den wohlverdienten Ruhestand „geglückt“, wir wünschen ihm weiterhin Gesundheit, Glück und viel Zeit zum Verwirklichen seiner Noch-Träume.

Bericht: Irene Valina
Fotos:   Hauptmann Prof. Mag. Serge Claus
Oberst i.R. Hans Machowetz
Oberstleutnant a.D. Max Schwendenwein

 

 

Mrz 17

Wiener Peacekeeper gedenken Kameraden

Wiener Peacekeeper gedenken Kameraden

Seit Beginn der Auslandseinsätze des Bundesheers sind 52 Soldaten und 2 Exekutivangehörige im Einsatz für den Frieden verstorben. Zusätzlich zu den allgemeinen Gedenktagen (International Day of UN-Peacekeepers am 29. Mai und jährliches Todesgedenken im November) wird die Landesgruppe Wien die Wiener Verstorbenen jeweils am Todestag mit der neuen VÖP-Gedenkkerze am Grab ehren Die erste Kerze entzündete der stellvertretende Wiener Landesleiter, Zugsführer Peter Götz, am Grab von Leutnant Leopold Pisa, der am 8. März 1975 am Golan verstorben ist.

Beitrag: Hans Zimmermann
Fotos: Hans Zimmermann/Peter Götz

 

Mrz 11

Peacekeeper Nachruf Oberst i. R. Walter Fritz (11.06.1932 – 18.02.2021)

Große Betroffenheit hat die Nachricht ausgelöst, dass am 18. Februar 2021 Oberst i.R. Walter Fritz im 89. Lebensjahr gestorben ist. Als ehemaliger Bataillonskommandant von AUSCON/UNFICYP (1973/74, 1975/77, 1978/79) bleibt der Verstorbene der Peacekeeper-Community nachhaltig in Erinnerung.

Mit einer persönlichen Totenwache am 1. März 2021 in Rudersdorf/Burgenland erwiesen der stellvertretende Landesleiter der Peacekeeper Steiermark, Vizeleutnant i.R. Günter Spiel und Vizeleutnant a.D. Erwin Schittl dem aufgebahrten Kameraden die letzte Ehre. Bei diesem stillen Gedenken an der Bahre waren auch alle Peacekeeper in Gedanken gegenwärtig, die unter dem Kommando von Oberst i.R. Walter Fritz auf Zypern im Dienste des Friedens im Einsatz waren und die ihn in ehrenvoller Erinnerung behalten werden.

Dies unterstreichen beispielhaft die Kondolenzworte zu den virtuellen Kerzen, die für den Verstorbenen entzündet worden sind. Sein ehemaliger Adjutant Major Karl Wiedner äußert seinen posthumen „Dank für die vielen kameradschaftlichen Begegnungen“, Vizeleutnant i.R. Bertl Hager dankt „für die gemeinsamen, schönen, kameradschaftlichen 9 Monate auf Zypern (1976/77)“ und auch Militäroberkurat a.D. Thomas Johann Großruck erinnert sich dankbar an die Zeit mit Walter Fritz in Zypern (1976/77): „Als ehemaliger Militärpfarrer und Welfare Officer im AUSCON durfte ich Dich als Vollblut-Peacekeeper erleben, dem es ein persönliches Anliegen war, über alle militärischen Erfordernisse hinaus das physische, psychische und seelische Wohlbefinden der Kameraden zu gewährleisten. Ich empfinde es als Gunst des Schicksals, dass ich Dich ein knappes Jahr lang in diesem Bemühen begleiten durfte. R.I.P.“

Unser aller tiefempfundene Anteilnahme gilt seinen Hinterbliebenen, insbesondere seiner Witwe Friederike und seinen Kindern mit den Familienangehörigen. Sie und alle Kameraden dürfen sich mit den Zuversicht spendenden Worten auf dem Totenbild trösten: „Nicht die Dunkelheit der Trauer ist es, die bleibt, sondern das Leuchten der Erinnerung an die schöne gemeinsame Zeit.“

Bericht: Dr. Johann Grossruck
Fotos: Vizeleutnant Günter Spiel, stellvertretender Landesleiter Steiermark

 

 

Jan 08

Burgenlands Peacekeeper wünschen ihrem unterstützenden Mitglied, Landeshauptmann Doskozil, alles Gute!

Der Landeshauptmann vom Burgenland, Mag. Hans-Peter Doskozil – unterstützendes Mitglied der VÖP Burgenland – bedankt sich beim Landesleiter Burgenland, Stabswachtmeister a. D. Bernhard Lechenbauer, in einem sehr persönlichen Schreiben für die Weihnachtswünsche. Er drückt seinen Wunsch aus, sich mit den burgenländischen Peacekeepern in Bälde zu treffen, was leider – bedingt durch einen operativen Eingriff – nicht in naher Zukunft möglich sein wird.

Bei dieser Gelegenheit wünschen alle burgenländischen Peacekeeper Landeshauptmann Mag. Hans-Peter DOSKOZIL alles Gute und baldige Genesung.

Wir freuen uns schon jetzt auf ein Treffen mit unserem Landeshauptmann in alter Frische und Stärke!

Die burgenländischen Peacekeeper, mit Landesleiter StWm a.D. Bernhard Lechenbauer an der Spitze!

Text: VÖP Burgenland

 

Dez 24

Burgenländische Peacekeeper salutieren am Grab des in Zypern gefallenen Unteroffiziers!

Heuer, im Dezember, vor 25 Jahren, wurde die Vereinigung der Österreichischen Peacekeeper gegründet und heuer, im Dezember, vor genau 60 Jahren, nahmen die ersten österreichischen Soldaten an einem Einsatz für den Frieden in der Welt – unter der UN-Fahne im Kongo – teil. Corona bedingt waren heuer leider keine größeren Veranstaltungen möglich. Daher entschied der Landesleiter der VÖP/Burgenland, Stabswachtmeister a.D. Bernhard Lechenbauer, in Absprache mit dem Landesleiter des Schwarzen Kreuzes Burgenland, Oberst i.R. Wolfgang Wildberger, dass eine kleine Abordnung der Peacekeeper, als sichtbares Zeichen unseres Engagements für den Frieden in der Welt, am Grab unseres in Zypern gefallenen Kameraden, Oberwachtmeister des Bundesheeres Paul Decombe, in Forchtenstein im Burgenland, eine Gedenkfeier abhält.

So legten am 23. Dezember eine Abordnung der burgenländischen Peacekeeper gemeinsam mit dem Landesleiter Burgenland und dem Vizepräsidenten der VÖP, Generalleutnant i.R. Bernhard Bair sowie Vizeleutnant i.R. Stefan Nemeth, am Grab des in Zypern am 14. August 1974 gefallenen Paul Decombe einen Blumenschmuck feierlich nieder. Nemeth, der Paul Decombe persönlich kannte und ein Jahr zuvor selbst in Zypern im UN-Einsatz war, schilderte in einer kurzen, tief beeindruckenden Ansprache die dramatischen Ereignisse:

„Im August 1974 herrschte auf Zypern Krieg! Die nationale türkische Armee besetzte vom Norden her die Insel. Im Beobachtungsbereich der österreichischen UN-Soldaten lag die türkische Ortschaft Goshi, die die griechisch zypriotische Armee angreifen wollte. Um weitere Kampfhandlungen zu vermeiden, wurde die österreichische, motorisierte Beobachtergruppe, bestehend aus Oberleutnant Johann Izay, Oberwachtmeister Paul Decombe, Korporal August Isak und dem Kraftfahrer Gefreiter Sattelecker in den Raum Goshi befohlen, um dort Verhandlungen aufzunehmen und somit weitere Kampfhandlungen zu vermeiden. Die Verhandlungen wurden ergebnislos abgebrochen und die Türken drohten, im Falle eines Angriffes der griechischen Zyprioten mit dem Einsatz von Kampfflugzeugen.

Daraufhin erhielten die Österreicher den Befehl, sich Richtung Larnaca abzusetzen und aus sicherer Entfernung das weitere Geschehen zu beobachten. Plötzlich brach der Funkverkehr zu dem österreichischen Beobachtungstrupp ab. Die Österreicher, in ihrem UN-Landrover, wurden durch türkische Jagdbomber mit Bordwaffen und Napalmbomben angegriffen. Der einzige Zeuge und Überlebende dieses Angriffes war der Kraftfahrer, Gefreiter Sattelecker. Er konnte in einer Felsmulde, neben der Straße Goshi-Larnaca Deckung finden und musste mitansehen, wie seine drei Kameraden im Napalmfeuer verbrannt sind. Am nächsten Tag, dem 15. August 1974, wurden die Kampfhandlungen in Zypern eingestellt. An jener Stelle in Goshi, auf Zypern, wo die drei Österreicher gefallen sind, wurde eine Gedenkstätte errichtet, die am Nationalfeiertag 1974 feierlich eingeweiht wurde.“

Vizeleutnant Stefan Nemeth, der auch an vielen Auslandseinsätzen teilgenommen hat und der Paul Decombe persönlich kannte, hat uns mit seinen Worten sehr nachdenklich werden lassen. So haben wir, die Landesgruppe Burgenland, zum Gedenken an alle Österreicher, die in Auslandseinsätzen gefallen sind, zu einem letzten Gruß am Grabe von Paul Decombe respektvoll salutiert!

 

Bericht und Fotos: Landesgruppe Burgenland

 

Dez 14

Zum 14. Dezember

Zum 14. Dezember

Der 14. Dezember 1955 war für Österreich ein besonderer Tag: Die Alpenrepublik wurde Mitglied der Organisation der Vereinten Nationen. Österreich hatte dies schon 1947 beantragt, musste sich dann aber gedulden: Im Zeichen des „Kalten Krieges“ blockierte die Sowjetunion jahrelang die Aufnahme neuer Mitglieder. Am 14. Dezember 1955 schließlich traten 16 Staaten der Weltorganisation bei, darunter eben auch Österreich. Einige dieser Staaten waren, als ehemalige Verbündete des Dritten Reiches, 1945 bei der Gründungskonferenz der UNO in San Francisco nicht vertreten gewesen. Wer dieser Tage durch die Wiener Innenstadt spaziert, sieht die Fassade des Außenministeriums am Minoritenplatz mit den Flaggen dieser Staaten nebst jener der UNO geschmückt.

Mit der Aufnahme in die Vereinten Nationen entfernte sich Österreich schon Ende 1955, etwas über ein halbes Jahr nach dem Staatsvertrag, von dem Vorbild der Schweizer Neutralität: Die Schweiz trat der UNO erst 2002 bei. Diese rot-weiß-rote „aktive Neutralitätspolitik“ war eng mit dem langjährigen Staatssekretär, Außenminister und schließlich Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky verbunden. Dazu gehörte es, Wien zum Amtssitz internationaler Organisationen zu machen. Und Ende 1960 beteiligte sich Österreich erstmals an einer UN-Friedensoperation – im ehemals belgischen Kongo.

Das österreichische Sanitätskontingent kam – ohne dass das geplant gewesen wäre – ausgerechnet am 14. Dezember 1960, exakt fünf Jahre nach der Aufnahme in die UNO, nach einem mehrtägigen Flug in amerikanischen „Herkules“-Transportern in Goma im östlichen Kongo an. Von dort verlegte es über den Kivu-See nach Bukavu, wo es ein Spital für die „Blauhelme“ errichten sollte. Der Auftakt dieses Einsatzes war bekanntlich dramatisch: aufgeregte Kongolesen hielten die 45 Angehörigen des Teams, darunter eine Frau, als bewaffnete Weiße wegen ihrer Sprache und der Rangabzeichen prompt für Belgier und nahmen sie in der Nacht zum 16. Dezember gefangen. Sie verbrachten einige schreckliche Stunden im örtlichen Gefängnis. Nur die Anwesenheit nigerianischer UN-Soldaten retteten ihnen das Leben. Da Verhandlungen fruchtlos blieben, befreiten die nigerianischen Blauhelme die Österreicher am folgenden Tag mit Gewalt – bei diesem Gefecht kamen ein nigerianischer Unteroffizier und mehrere Kongolesen ums Leben; mehrere Nigerianer wurden – teils schwer – verwundet.

Es folgte eine inzwischen 60-jährige Erfolgsgeschichte: Über 90.000 Österreicherinnen und Österreicher, alle Freiwillige, nahmen seit 1960 an rund 100 Einsätzen im Dienste der UNO, der EU, der NATO und der OSZE teil und leisteten so einen Beitrag „im Dienste des Friedens“. Entgegen manchen Klischees, dass dies ohnedies nur ein gutbezahlter Urlaub wäre, sind diese Einsätze oft fordernd und gefährlich. Mehrere Österreicher erlitten physische und psychische Verwundungen. Immerhin 54 Teilnehmer an diesen Einsätzen – 52 Soldaten und zwei Polizisten – kehrten nicht mehr lebend in die Heimat zurück. Die Leistungen unserer Soldatinnen und Soldaten, Polizistinnen und Polizisten sowie zivilen Experten, fanden und finden allgemein Anerkennung.

Ebenfalls bewusst an einem 14. Dezember, vor 25 Jahren, entstand 1995 die „Vereinigung Österreichischer Peacekeeper“ (damals als „Vereinigung Österreichischer Blauhelme“), die heute fast 2000 Mitglieder in ganz Österreich umfasst. Eigentlich hätte dieser Jahrestag heuer Anlass einer größeren Feier sein sollen – aber diese fiel wie so Vieles der Corona-Pandemie zum Opfer. Wichtig aber sind nicht die Jubiläen, sondern die Fakten und Leistungen, die dahinter stehen. Und auf diese können wir alle durchaus stolz sein.

Hofrat Univ.-Doz. Dr. Erwin A. Schmidl ist Historiker. Er leitet das Institut für Strategie und Sicherheitspolitik an der Landesverteidigungsakademie und ist Chefredakteur der Zeitschrift „The Austrian Peacekeeper“.

 

Bericht: Erwin A. Schmidl
Fotos: Bundesheer, Schmidl

 

Dez 12

Spendenübergabe an die Waldschule für den Ankauf therapeutischer Unterrichtsmaterialien

Bereits zum Drittenmal veranstaltete die Vereinigung Österreichischer Peacekeeper im September 2020 ein Charity Golf Turnier in Kooperation mit UN Golf Club (UNGC) und ORF Golfsektion im Golfclub Föhrenwald Wiener Neustadt. Die Siegerehrung wurde in Vertretung des Bürgermeisters Klaus Schneeberger von Landtagsabgeordneten Dipl. Ing. Franz Dinhobl vorgenommen.

Unter den 117 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die sich dieser sportlichen Herausforderung stellten, nahmen neben vielen begeisterten Wiener Neustädter Golfspielern auch Vizebürgermeister Dr. Christian Stocker mit Gattin Gerda teil. Der Erlös dieses Charity Turniers wurde als Spende an die Waldschule für den Ankauf therapeutischer Unterrichtsmaterialien von der Wiener Neustädter VÖP Bereichsleiterin Irene Valina im Beisein von Vizeleutnant Alfred Stechauner, GR Oberst i R. Johann Machowetz und Oberst i R. Günter Bartunek im Dezember an die Direktorin der Waldschule, Frau Astrid Leeb übergeben.

Bericht:  Irene Valina
Fotos: Waldschule

 

Nov 06

Totengedenkfeier der im Auslandseinsatz verstorbenen Kameraden

Wien, 6. November 2020: Heute fand in der Stiftskirche im 7. Wiener Gemeindebezirk ein, durch die Covid-19-Krise herbeigeführtes, sehr verkürztes und stilles Gedenken an unsere im Auslandseinsatz verstorbenen Kameraden statt. Anwesend waren Generalleutnant Reißner, Österreichischer Streitkräftekommandant, Oberst Amon, Kommandant der Auslandseinsatzbasis sowie der Präsident unserer Vereinigung, General i.R. Höfler und Generalsekretär Oberstleutnant des Intendanzdienstes, Dietmar Hübsch, die beim Totenbuch an unsere Peacekeeper gedachten.

 

Bericht & Fotos: Redaktion der VÖP

 

Okt 30

Ehrenwache beim VÖP Gedenkkreuz am Tummelplatz

Im Gedenken an die bei Auslandsmissionen verstorbenen 52 Soldaten und 2 Polzisten stellten die Tiroler, gedanklich verbunden gemeinsam mit den Angehörigen und der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper (VÖP), eine Ehrenwache beim vor kurzem geweihten Gedenkkreuz.

In bisherigen Friedenseinsätzen sind 54 Österreicher, insbesondre auch Tiroler Kameraden, zu Tode gekommen.

Die Landesgedächtnisstätte-Tummelplatz in der Nähe vom Schloss Ambras ist seit September auf würdigem und historischem Boden auch Gedenkstätte für die VÖP geworden und stellt somit auch die Verbindung zu den Einsätzen der Gegenwart her. Das Kreuz ist entsprechend künstlerisch gestaltet, zusätzlich stehen die beiden Helme symbolhaft für UN Einsätze jedoch auch Missionen unter anderen ebenso wichtigen und friedenserhaltenden Mandaten.

Bericht: Landesgruppe Tirol
Foto:  Felicitas Zoll

 

 

Okt 27

Zu Besuch beim Oberösterreichischen Landtagspräsidenten

Linz,  8. Oktober 2020: Heute waren Oberst Gerhard Utz und der Verbindungsoffizier der Oberösterreichischen Landesgruppe, Brigadier Erwin Spenlingwimmer, vom neuen Oberösterreichischen Landtagspräsidenten, Wolfgang Stanek, in dessen Büro im Landhaus in Linz geladen. Unter anderem ging es um Belange des Bundesheeres mit Reflexionen zur Bundespolizei aus der Perspektive der Offiziersgesellschaft bzw. von wehr- und sicherheitsrelevanten Vereinen. Hierbei wurde auch die Position der Peacekeeper besprochen. Der Landtagspräsident nahm sich viel Zeit und zeigte sich für einen künftigen Erfahrungsaustausch sehr interessiert. Auch mit der VÖP ist eine Vertiefung der Kontaktpflege anvisiert.

Bericht: Rudolf Tischlinger, Landesleiter Oberösterreich
Foto: Land Oberösterreich

Okt 11

Peacekeeper der Landesgruppe Burgenland erweisen zwei Gefallenen des zweiten Weltkrieges die letzte Ehre!

Am 9.Oktober 2020 fand auf dem Soldatenfriedhof in Mattersburg die Einbettung von zwei gefallenen deutschen Soldaten statt. Diese waren im Gemeindegebiet von Sigleß, Bezirk Mattersburg, und bei Königsdorf, Bezirk Jennersdorf, exhumiert worden. Durch das Schwarze Kreuz, Landesstelle Burgenland, wurden diese unbekannt gebliebenen Soldaten in einem würdigen Ehrengrab mit militärischen Ehren endgültig zur letzten Ruhe gebettet.

Der Kommandant der ausgerückten Truppe von der Stabskompanie des Militärkommandos Burgenland, Oberstleutnant Unger, meldete das Feldzeichen, die Militärmusik sowie den Ehrenzug an den militärisch Höchstanwesenden, Oberst Pokorny. Danach begrüßte der Landesgeschäftsführer des Schwarzen Kreuzes und Mitglied der Vereinigung der Österreichischen Peacekeeper, Oberst i.R. Wildberger, die Teilnehmer der Zeremonie. Die Vereinigung der Österreichischen Peacekeeper wurden durch den Landesleiter Burgenland, Stabswachtmeister a.D. Bernhard Lechenbauer, Generalleutnant i.R. Bernhard Bair, Vizeleutnant i.R. Stefan Nemeth und Zugsführer a.D. Johann Frühwirth würdig vertreten.

Oberschulrat i.R. Josef Lang trug nach einem Musikstück eigene und sehr persönliche sowie besinnliche Gedanken vor. Verfasst wurden diese von Schülerinnen und Schülern der Mittelschule des Marianums in Steinberg, denen eine persönliche Teilnahme an der Zeremonie wegen der Corona-Pandemie leider nicht möglich war. Sie beschäftigten sich mit der Frage des Krieges und dessen fürchterlichen Leid. Nach einem Coral erfolgten geistliche Worte von Militär-Lektorin Gerda Haffer-Hochrainer und Militär Bischofsvikar MMag. DDr. Alexander Wessely, der auch die Einsegnung der sterblichen Überreste vornahm.

Nach der Einbettung hielt Nationalratsabgeordneter Mag. Christian Drobits die Gedenkrede, in der er auf die große Bedeutung derartiger Zeremonien verwies. Insbesondere der Jugend soll nämlich vor Augen geführt werden, sich immer und überall für den Frieden einzusetzen. Im Anschluss daran legte er gemeinsam mit Oberst Pokorny einen Kranz am Grab der beiden Gefallenen nieder. Es folgte das Lied vom Guten Kameraden, wobei Soldaten des Bundesheeres, Peacekeeper, Angehörige des Kameradschaftsbund und Pfadfinder zu einem letzten Gruß salutierten. Landesgeschäftsführer Wildberger bedankte sich in seinen Abschlussworten bei allen, die zum Gelingen dieser Zeremonie beigetragen haben. Sein besonderer Dank galt dem Österreichischen Bundesheer für die würdige Gestaltung dieser Einbettung von gefallenen Soldaten.

Bericht: Oberst Wildberger
Fotos: Militärkommando Burgenland

 

 

 

Okt 05

Stammtisch Wolfsberg besucht Stammtisch Burgenland

Am 15. September gab es eine besondere Überraschung beim planmäßigen Stammtisch der VÖP/Burgenland in Walbersdorf bei Mattersburg! Regierungsrat Gerhard B. Frank, der Bereichsleiter von Wolfsberg/Lavanttal, besuchte in Begleitung von Mario Pucker den sehr gut besuchten Stammtisch in Burgenland.
Der Landesleiter begrüßte die Gäste sehr herzlich und stellte sie den burgenländischen Stammtischbesuchern vor. Lechenbauer und Frank, zwei alte Peacekeeperhaudegen, betonten, dass der Kontakt über die Landesgruppen hinaus sehr wichtig ist.

Dadurch werden für das Zusammengehörigkeits- und Gemeinschaftsgefühl dieser einmaligen Familie der Peacekeeper, über die Landesgrenzen hinaus starke Impulse gesetzt. Noch bis spät in den Abend wurden im Kameradschaftskreis alte Zeiten zu neuem Leben erweckt. Am nächsten Tag traf sich der Landesleiter Burgenland noch bei einem gemeinsamen Frühstück mit den Kärntner Freunden, bevor es wieder zurück ins schöne Lavanttal ging. Dass es sich um ein sehr gelungenes Treffen handelt, zeigen die netten Worte, die der Bereichsleiter Wolfsberg dem Landesleiter Burgenland schrieb:

“Lieber Berni!
Nochmals recht herzlichen Dank für Deine Gastfreundschaft. Wir haben uns sauwohl gefühlt. Liebe Grüße an alle Peacekeeper, die beim Stammtisch dabei waren. Werde im nächsten Jahr sicher wieder – mit eventuell mehreren Kameraden – Euch besuchen.

Mit kameradschaftlichen Grüßen;
Gerhard Frank e.h.”

Bericht und Fotos: Landesgruppe Burgenland

 

 

Sep 27

Blauhelm-Kameraden überreichten VÖP-Mitglied Spende von Bundesministerin für Landesverteidigung

Am 26. September 2020 besuchten Vizeleutnant i.R. Alois „Loitschy“ Heindl und Vizeleutnant i.R. Alfred Huss VÖP-Mitglied Vizeleutnant Sepp Holleis im Pflegeheim Bad Gastein. Holleis wurde die Erinnerungsmedaille zum Friedensnobelpreis übergeben. Die beiden Peacekeeper überreichten dem UN-Veteranen zudem eine Spende von Frau Bundesministerin für Landesverteidigung, Mag. Klaudia Tanner.

Sep 24

Austrian Peacekeepers Charity Golf Trophy 2020 – Österreichische Peacekeeper unterstützen weiteres humanitäres Projekt

Gut Spiel“ hieß es wieder bei der diesjährigen Charity Golf Trophy am 19. September im Golfclub Föhrenwald. 117 Teilnehmer und Teilnehmerinnen von VÖP, UNO Golf Club und ORF-Golfsektion stellten sich der Herausforderung dieses besonderen Wettbewerbs. So forderten die neuerlich verschärften Maßnahmen der Bundesregierung im Kampf gegen COVID-19 auch eine kurzfristige Änderung der Turnierregeln. Dennoch tummelten sich die begeisterten Golfer bei prächtigem Spätsommerwetter und sehr guten Platzbedingungen auf den Greens.

Auch abseits des Rasens, am Turnierende, kamen die Spieler voll auf ihre Kosten. Das Golfrestaurant sorgte mit köstlichen Speisen für das leibliche Wohl und eine perfekte Weinbegleitung mit edlen Tropfen  gab es vom  Weingut Jungmayr. Eine umfassende Tombola mit schönen Preisen und anschließender Siegerehrung rundeten das Tages-Programm ab.

Der diesjährige Erlös des Charity Turniers kommt den schwerstbehinderten Schüler und Schülerinnen der Waldschule Wiener Neustadt zu Gute.

Durch vorangegangene Erlöse konnten in der Vergangenheit bereits mehrere humanitäre Projekte wie beispielsweise in den beiden kosovarischen Dörfern Vitomirica und Bukosh (wir berichteten ausführlich in unseren Medien) maßgeblich unterstützt werden.

Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden und Sponsoren für eine hervorragende Zusammenarbeit und freuen uns auf ein Wiedersehen 2021, dort, wo es heißt: „Wo Golf die Natur umarmt!“

 

Bericht:  Irene Valina
Fotos:    ORF/Ing. Andreas Kopp
VÖP/Irene Valina

 

Sep 14

Start des diesjährigen Vereinslebens der Wolfsberger Peacekeeper

Nachdem aufgrund der Corona-Pandemie das Frühjahrstreffen als auch das Sommerfest nicht stattfinden konnte, wurde erst am 11. September mit dem Herbsttreffen das Vereinsleben in Wolfsberg wieder gestartet.
Mit dem schon zur Tradition gewordenen abspielen des Kärntner Heimatwalzers „Zwischen Glockner und der Koralm“, erfolgte die Begrüßung der Gäste durch den Bereichsleiter Gerhard FRANK. Ganz besonders herzlich wurden die Kameraden aus Villach sowie Dr. Martin Khull-Kholwald aus Graz und in Vertretung des Bürgermeisters der Stadt Wolfsberg der neue 1. Vizebürgermeister Christian Stückler willkommen geheißen.

Die Themen des Abends waren
60 Jahre Auslandseinsätze des Österreichischen Bundesheeres,
25 Jahre Vereinigung Österreichischer Peacekeeper,
15 Jahre VÖP Landesgruppe Kärnten
und 100. Jahre Kärntner Volksabstimmung

Am 6. Oktober veranstaltete der Militär Fallschirmspringer Verbund – Ostarrichi zum fünften Mal den Nibelungenmarsch in Pöchlarn, an dem OWm aD Josef Ladinig als Vertreter der Wolfsberger Peacekeeper teilnahm nahm und dafür die Nibelungenmarschmedaille in Bronze für den 40 Kilometermarsch verliehen bekam.

 

Anschließend referierte Franz Futtelnig, selbst Rettungssanitäter und Mitarbeiter beim Samariterbund, über das „Rote Kreuz – aus anderer Sicht“, indem er nicht nur über den allseits bekannten Rettungsdienst und den Einsatz von Notfallärzten berichtete, sondern auch

 

über die sonstigen – nicht immer allgemein bekannten weiteren Aufgaben bzw. Zuständigkeiten des roten Kreuzes, wie Notrufnummern, Ruf Hilfe, Gesundheits- und Sozialer Dienst, freiwillige Sozialbegleiter, Besucherdienst, Betreutes Reisen, Team Österreich Tafel, Essenzustelldienst, psychosoziale Betreuung (Krisenintervention), Blutspendedienst, Aus- und Weiterbildung, Trinkwasseraufbereitung, Katastrophenhilfe (Versorgung, Verpflegung), Personensuchdienst, und das Jugendrotkreuz. Ganz besonders interessant waren die Ausführungen, wie das Ganze finanziert wird.

Mit dem VÖP Imagefilm und der Vereinbarung in Zukunft die Treffen bereits um 16:00 Uhr zu beginnen, endete der offizielle Teil.

Mit Oktoberfestfeeling (Weißwurst, Gegrilltem, Brezn und Salaten) ging es dann zum gemütlichen Teil über, wo noch ausgiebig über den Vortrag diskutiert wurde.

Die „harte Kern“ machte erst kurz vor Mitternacht auf der Terrasse Sperrstunde.

 

© Text/Bilder gbf

 

Sep 14

Vorstellung der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper beim Bürgermeister der Stadt Wolfsberg

Am 1. September 2020 vormittags besuchte der Bereichsleiter Vzlt aD RgR Gerhard Frank gemeinsam mit Vzlt aD Mario Pucker den neuen Bürgermeister der Stadt Wolfsberg, DI (FH) Hannes Primus, in seinen Amtsräumen, um unsere Vereinigung persönlich vorzustellen.

Als Präsent wurde das Buch „Keep Peace“ – G’schichten aus 50 Jahren Auslandseinsatz – übergeben, als auch sonstiges Infomaterial. In einem etwa halbstündigen Gespräch wurden die zukünftigen Vorhaben der Bereichsgruppe bzw. der Kärntner Peacekeeper dargelegt. Der Bürgermeister war aber bereits im Vorfeld über unsere Aktivitäten bestens informiert worden und sagte zu, uns im Rahmen seiner Möglichkeiten entsprechend unterstützen.

© Text/Bilder gbf

 

Sep 14

Besuch eines Peacekeeper Kameraden im SeneCura Sozialzentrum Wolfsberg

Am 14.August 2020 besuchte der Bereichsleiter gemeinsam mit den Kameraden Franz Futtelnig, Mario Pucker und Horst Krappingerden im SeneCura Sozialzentrum Wolfsberg lebenden Peacekeeper Kameraden, Oberstabswachtmeister iR Friedrich Schanig, um ihm im Auftrag des Präsidenten der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper die Verdienstmedaille in Bronze zu verleihen.

 

 

Kamerad Schanig, der sonst keine Verwandten mehr hat, wird von den Peacekeeper-Freunden immer wieder besucht, so auch zu seinen Geburtstagen als auch zur Weihnachtszeit. Wann immer es möglich ist, wird ihm auch die Teilnahme an den vierteljährlichen Peacekeeper Abenden im Lavanthaus organisiert.

© Bild scs, Bild/Text gbf

 

Sep 06

Der Septemberbeginn stand ganz im Zeichen der VÖP Marschgruppe

TÜPL Bruckneudorf, 3./4. September 2020: Beim Zwei Tage Marc Aurel-Gepäckmarsch über zwei Mal 40 Kilometer konnte unsere Marschgruppe auch eine kleine Abordnung stellen. Der Marc Aurel- Marsch (MAM) ist der letzte verbliebene militärische Mehrtagesmarsch Österreichs, dessen Durchführungsverantwortlichkeit beim HSV-Wien Sektion Leistungsmarsch – in Zusammenarbeit und mit Unterstützung vom K-Zug XXI Austria – liegt.

Beim 7. Nibelungenmarsch, der gleich tags darauf am 5. September stattfand, war unsere Marschgruppe mit insgesamt 5 Personen vertreten. Kamerad Manfred Wiesner und Kamerad Josef Ladinig (leider nicht am Bild), nahmen die lange Strecke mit vierzig Kilometer auf sich. Der Rest der Gruppe marschierte die Variante mit zwanzig Kilometer. Durchgeführt wird dieser Marsch vom Militär Fallschirmspringer Verbund Ostarrichi. Ein schöner, in guter Kameradschaft und bei traumhaftem Wetter abgehaltener, Marsch.

 

Bericht und Fotos: Andreas Gierer, VÖP Marschreferent

 

 

Aug 26

Landesleiter Burgenland war Ehrengast in Ungarn

Seit vielen Jahren pflegt die Landesleitung Burgenland der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper beste Beziehungen nach Ungarn. So feiert der Pfarrer von Horvatzsidany – eine zweisprachige Gemeinde in Westungarn – jedes Jahr besonders würdig das Fest der heiligen Barbara im nahegelegenen Wallfahrtsort Peruska Maria, wo immer Abordnungen der ungarischen Streitkräfte, aber auch der Feuerwehr und der Polizei sowie unserer Peacekeeper aus dem Burgenland teilnehmen.

Es war somit selbstverständlich, dass die VÖP Burgenland zum fünfzigjährigen Priesterjubiläum des Pfarrers Istvan Dumovits aus Horvatzsidany am 23. August 2020 eingeladen wurde. Die burgenländische Landesgruppe wurde durch ihren Landesleiter, Stabswachtmeister a.D. Bernhard Lechenbauer und durch OStv Karl Fau würdigst vertreten. Sie nutzten diese Gelegenheit wieder, um die Kontakte zu den ungarischen Peacekeeperkameraden, insbesondere zu BEOSZ/Ungarn und zu Polizeikameraden aus Slowenien, weiter zu vertiefen.

Lechenbauer, der in einer weiteren Funktion auch Commissario Burgenland, der Freunde der Serviten ist, überreichte dem Pfarrer Dumovits ein besonderes, seltenes, Geschenk. Nämlich die Gedenk- und Ehrenmedaille in Gold, des Heiligen Peregrin mit Pilgerband. Sichtlich gerührt bedankte sich Pfarrer Dumovits bei seinen Peacekeepern aus dem Burgenland.

Stimmungsvolle kroatische Lieder der örtlichen Tamburicagruppe und typisch ungarisches Gulasch, zeichneten unter reger Teilnahme der Ortsbevölkerung sowie aller örtlichen Vereine und der burgenländischen Peacekeeper, dieses besondere Fest aus. Es wurde noch bis spät in den Nachmittag in Westungarn, in Horvatzsidany – auch Kroatski Zidan genannt – gefeiert.

 

Bericht & Fotos: Landesleitung Burgenland

 

 

Aug 19

Burgenländischer Landesleiter überreicht Ehrenzeichen

Beim gut besuchten Stammtisch der Landesgruppe Burgenland in Walbersdorf, wurde am 18. August 2020 in würdiger Form durch den Landesleiter Burgenland, Bernhard Lechenbauer, im Auftrag des Präsidenten der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper, General i. R. Mag. Günter Höfler, das Ritterkreuz in Silber an Offiziersstellvertreter Karl Fau in Anerkennung für seine besonderen Verdienste für die VÖP überreicht.

Lechenbauer betonte bei seiner Laudatio, dass Offiziersstellvertreter Karl Fau zu den Aktivsten zählt und immer und jederzeit der VÖP für Aufgaben, wie als Standartenträger usw. zur Verfügung steht. Er zählt zu den treuesten Mitgliedern, versäumt keinen Stammtisch im Burgenland und auch keine Auslandsaktivität. So hat er heuer wiederum am Partnerschaftsschießen in Ungarn, in Csepreg teilgenommen und war einer unserer besten Schützen.

Fau erzählte noch von manchem Erlebnis, besonders aus Kroatien, eines seiner Lieblingsregionen. So gab es auch einen speziell zubereiteten Travarica mit besonderen Kräutern aus Kroatien zum Verkosten. Einstimmig war die Feststellung: „Das ist eines der besten „Medizinprodukte“ die es gibt.

Noch bis spät in die Nacht wurde von gemeinsamen Erlebnissen im In- und Ausland erzählt und zufrieden und dankbar endete dieser besondere Stammtisch!

Fotos und Beitrag:
Landesgruppe Burgenland

Aug 17

Große Überraschung für Melker UN-Veteranen

Geburtstag – Überraschung  . . .

Die Melker Stammtischteilnehmer wünschten Gefreiten Hans Berger –er lebt gesundheitsbedingt im Landespflegeheim Scheibbs – alles erdenklich Gute zu seinem 67igsten Geburtstag. Dem „Geburtstagskind“ wurde ein wunderschönes Fotoplakat von Jerusalem überreicht und die Verdienstmedaille in Bronze verliehen.

Zur großen Überraschung der Familie kam es jedoch, als Loitschy dem zu gratulierenden einen namhaften Geldbetrag übergab. Dieser wurde nämlich von der Frau Bundesminister für Landesverteidigung, Mag. Klaudia Tanner, gespendet. Da strahlten die Augen von Peacekeeper Hans. Wie es der Zufall will, wohnt die Verteidigungsministerin im selben Ort wie die Gattin von Hans.

Beim gemütlichen beisammensitzen, wo Kaffee und Kuchen serviert wurden, erzählte der Blauhelmsoldat, dass er seinen damaligen „UN-Urlaub“ im Frühjahr 1974 in Jerusalem bzw. Israel verbrachte und nicht in der Heimat. Ebenso erfuhren wir von ihm, dass vor dreißig Jahren sein gesundheitliches Problem (Multiple Sklerose) begann. Frau Berger hat mit dem gespendeten Geld den einen oder anderen Ausflug mit ihrem Mann vor, sobald ein behindertengerechtes Fahrzeug in diesem Zeitraum zur Verfügung steht. Hans wird fast täglich im Landespflegeheim von seiner Frau besucht.

Bericht und Foto:
Alois “Loitschy” Heindl

 

Aug 14

Tiroler Peacekeeper waren Gäste beim Traditionstag des Militärkommandos Tirol

„So wie vor 211 Jahren alle Tiroler bereit waren, für die Freiheit und Selbstbestimmung einzutreten und geprägt waren von dem Willen, für ihr Land zu kämpfen und ihre Werte zu erhalten, tun wir es heute auch noch unter anderen Umständen. Das Militär, das Bundesheer in Tirol, wird ein starker und verlässlicher Partner für die Behörden und Organisationen im Land bleiben und für den Schutz und der Sicherheit der Bevölkerung sorgen“, so der Militärkommandant von Tirol, Brigadier Mag. Ingo Gstrein in seiner Ansprache. Der diesjährige Traditionstag fand aus COVID 19 Gründen ersatzweise am Areal des Amtsgebäudes Conrad in Innsbruck statt.

Das Militärkommando Tirol feiert alle Jahre am 13. August den Traditionstag anlässlich der Schlacht am BERGISEL an diesem Tag der bereits 211 Jahre zurück liegt. Mit Andreas Hofer und seinen tapferen Gefolgsmännern und deren Einsatz die die Freiheit für Tirol wieder erringen konnten. Stellvertretend für die VÖP Landesleitung Tirol, war Vizeleutnant dRes Cattani B. Toaba als Ehrengast bei diesem würdigen Akt dabei.

Bericht: Cattani B. Toaba
Fotos: Erich Staudinger

 

 

 

Aug 12

VÖP Marschgruppe beim Kapruner Hochgebirgsmarsch

 

Kaprun, 9. August 2020: Heute fand der bereits traditionell vom Militär Fallschirmspringer Verbund Ostarrichi veranstaltete Hochgebirgsmarsch in Kaprun statt. Auch wir waren wieder mit einer kleinen Abordnung bei diesem Marsch, der im hochalpinen Gelände und in wunderschöner Umgebung stattfindet, vertreten.

Bericht und Fotos:
Andreas Gierer, Fachreferent VÖP-Marschgruppe

 

Aug 09

Oberösterreichische Peacekeeper revitalisieren Gedenkstein

Im September 1957 wurde vom Kameradschaftsbund Perg für jene fünf Wehrmachtssoldaten, die am 7. Mai 1945 ohne Gerichtsurteil von den amerikanischen Besatzungsmächten hier an diesem Platz erschossenen wurden, ein Gedenkstein unter reger Beteiligung der Perger Bevölkerung sowie der Perger Vereine feierlich aufgestellt und gesegnet.

Da aufgrund der vergangenen und derzeitigen „Corona-Lage“ unsere geplanten Veranstaltungen abgesagt beziehungsweise verschoben wurden, nützten die Oberösterreichischen Peacekeeper, Landesleiter Rudolf Tischlinger, Marschreferent Stadtrat Andreas Gierer und Kamerad Willi Lehner die Zeit, um den in die Jahre gekommenen Gedenkstein zu renovieren und den ganzen Platz neu zu gestalten. Als Landesleiter bedanke ich mich recht herzlich bei meinen Kameraden Willi und Andi für ihre tatkräftige Mitarbeit. Übrigens, die Renovierung des Gedenksteins hat unserem Verein nichts gekostet, denn ich habe für sämtliches Material Sponsoren gefunden. Nur die Eigenleistung von uns war notwendig.

Ein herzlicher Dank gilt den Sponsoren:
Herrn Johannes Wögerbauer, (Verwandter eines damals Erschossenen)
Herrn Rudolf Pichler, Hagebau-Leiter
Herrn Johannes Hiemetsberger, Bauhofleiter der Stadt Perg
Herrn DI Thomas Hofko, FPÖ – Bezirksgeschäftsführer
Herrn Herbert Rockenschaub, Fuhrunternehmer
Herrn Alexander Köppl, Grundbesitzer, der diese Neu-Gestaltung nach Erörterung durch mich, auf seinem Grund erlaubte.

Bericht und Fotos: VÖP Landesgruppe Oberösterreich

 

Aug 06

Melker Stammtisch mit Führung durch den Weinkeller

Der Melker – Stammtisch . . . 

. . . wurde am 31. Juli 2020 nicht wie üblich in Melk sondern in Furth bei Göttweig abgehalten. Auf Loitschy’s Idee hin, wurde dafür das Furthner Weinbaumuseum gewählt. Beim FVVF  (Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein Furth)  brachte sich Loitschy mit seinen geschickten Händen auch tatkräftig ein.

Als Gäste wurden begrüßt Vorstandsmitglied Hans Zimmermann, Stefanie Berger (ihr Gatte liegt leider krankheitsbedingt im Landespflegeheim Scheibbs) und der Obmann vom FVVF, Ing. Sepp Teufner.  Er war es auch, der die Teilnehmer durch das Presshaus und den großen Wein- bzw. Museumskeller führte. Nach der Führung gab es zur Stärkung eine schmackhafte Kellerjause mit einigen erlesenen Weinen aus der Region um Furth/G. Beim gemütlichen zusammensitzen wurde viele Fragen bezüglich Weingärten bzw. Weinaufbereitung  vom FVVF Obmann zur Zufriedenheit beantwortet. Auch die Peacekeeper erzählten so manche Erlebnisse von ihrer Einsatzzeit. Als es zum Ende ging, überraschte das VÖP – Mitglied Hans Kleedorfer die anwesenden Frauen mit je einer Blume. Leider konnte Vizeleutnant Rudi Hecht krankheitsbedingt (Augen) nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

Zu guter Letzt bedankte sich der Stammtischleiter bei den Anwesenden für ihr zahlreiches Erscheinen sowie bei Loitschy für die Organisation. Dieser überreichte dem Obmann des FVVF eine VÖP Dankesurkunde für die ausgezeichnete Führung durch das Weinbaumuseum.

Bericht: Hans Heher
Fotos:    Alois “Loitschy” Heindl

Jul 27

Ungarische Peacekeeperfreunde laden VÖP/Burgenland zum Schießwettbewerb ein

Am 25. Juli 2020 war es wieder soweit! Aufgrund einer Einladung der Polgarörseg (Bürgerwache) und der BEOSZ (Region West), reiste unter der Führung des Landesleiters Burgenland, Stabswachtmeister a.D. Bernhard Lechenbauer, eine starke, fünfköpfige Delegation der VÖP/Burgenland íns westliche Ungarn, nach Csepreg.

Nach freundlicher Begrüßung durch den Chef der BEOSZ, Donau West, Oberstleutnant Attila Layos und den Vizechef der Polgarörseg, Major Szolt Horvath, ging es zum Schießwettbewerb. Unter nahezu idealen Wetterbedingungen wurde mit Kleinkalibergewehr auf eine 10er Ringscheibe geschossen.

Unter 70 schießerprobten Teilnehmern belegten die zwei Mannschaften der VÖP Burgenland, die ausgezeichneten vierten und fünften Plätze. Abschließend wurden bei einem typischen Mulatschak die Freundschaft zwischen den burgenländischen und ungarischen Peacekeepern weiter vertieft und die guten Schießergebnisse gefeiert.

Stolz präsentieren auf dem gemeinsamen Foto die beiden Mannschaften ihre Urkunden. Von links nach rechts sind abgebildet:

Offizierstellvertreter Karl Fau, Wachtmeister Michael Heissenberger, Hauptmann Bernhard Köllerer, Vizeleutnant Stefan Nemeth, Oberstleutnant Attila Layos, Stabswachtmeister Bernhard Lechenbauer und Major Szolt Horvath.

Bericht und Foto: VÖP Landesleitung Burgenland

 

 

 

Jul 24

Stammtisch im Burgenland – Landesgruppe fährt Vereinsaktivität wieder hoch

VÖP Stammtisch Burgenland!

Nach Corona bedingter Pause rief der Burgenländische Landesleiter zum Stammtisch und am 21. Juli 2020 war es dann soweit. Viele VÖP-Freunde und Mitglieder trafen sich beim Gasthof Schwentenwein in Walbersdorf zu einer gemütlichen Runde.

Höhepunkt des Zusammenkommens war die Verleihung von Orden und Ehrenzeichen an verdiente Mitglieder. Gemeinsam wurden durch den Landesleiter Burgenland, Bernhard Lechenbauer und den Vizepräsidenten unserer Vereinigung, Generalleutnant i.R. Bernhard Bair, folgende Personen ausgezeichnet:

Vizeleutnant i.R. Franz Panis, begeisterter Amateurfunker und Mitglied der AMRS, erhielt die Verdienstmedaille in Gold der Vereinigung der Österreichischen Peacekeeper.

Oberst i.R. Dietmar Klabuschnig, stolzer Kärntner, wurde die Verdienstmedaille in Silber der Vereinigung der Österreichischen Peacekeeper verliehen.

Korporal a.D. Kurt Simon, erhielt für seine Friedenseinsätze als sichtbare Auszeichnung die Erinnerungsmedaille zum Friedensnobelpreis 1988. Diese Medaille wird von der Österreichischen Liga für die Vereinten Nationen jenen österreichischen Soldaten überreicht, die vor dem Tag der Verleihung des Friedensnobelpreises an die Friedenstruppen der Vereinten Nationen, am 10. Dezember 1988, im Einsatz gestanden sind.

Zum Abschluss der Verleihungszeremonie gab es noch eine Überraschung. Oberst i.R Klabuschnig überreichte Lechenbauer – übrigens auch ein gebürtiger Kärntner – einen Bierkrug der anlässlich 100 Jahre Kärntner Volksabstimmung aufgelegt wurde. Sichtlich gerührt bedankte sich Landesleiter Lechenbauer bei Klabuschnig. Dieser gab noch die eine oder andere Anekdote aus seiner harten, aber schönen Jugendzeit in Kärnten zum Besten.

Bis spät in den schönen Sommerabend wurde noch zusammengesessen und viele Erfahrungen und gemeinsame Erlebnisse aus alten Zeiten aufgefrischt. Für den 18. August 2020 wurde bereits jetzt der nächste Stammtisch Burgenland, wieder bei Schwentenwein in Walbersdorf, angekündigt!

 

Bericht und Fotos: VÖP Landesleitung Burgenland

 

 

 

 

 

Jun 30

VÖP für eine Stunde in Grönland

Am 15. Juni 2020 war wieder volles Haus im Café Nuovo in der Neunkirchner Straße, es war das letzte Treffen der Vereinigung der Österreichischen Peacekeeper vor der Sommerpause. „Kalaallit Nunaat Land der Grönländer“ war das Thema der Begegnung.

Kalaallit Nunaat ist eigentlich Grönland auf grönländisch, das aus politischer Sicht ein autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark ist. Das Ehepaar Lisa und Wilfried Schnessl gestaltete einen spannenden Dia-Vortrag mit Begleitmusik, wo sie alternierend die wunderschönen Bildaufnahmen kommentiert haben. Dass Grönland die größte Insel der Welt ist, wussten alle, dass sie 26 Mal so groß ist wie Österreich, nur noch wenige. Staunen mussten alle bei den weiteren Informationen: Vier Fünftel Grönlands sind mit Eis bedeckt: Die meisten Einwohner leben an der eisfreien, von Fjorden gesäumten Küste vor allem im Südwesten. Aufgrund der nördlichen Lage, die weit über den Polarkreis hinausreicht, sind auf Grönland Naturphänomene wie die Mitternachtssonne im Sommer oder das Nordlicht im Winter zu beobachten. Davon waren schöne Fotos zu sehen, ebenfalls von der Architektur der Hauptstadt Nuuk.

Grönland ist das am dünnsten besiedelte Land der Welt 0,025 Pers./km² und ist fast dreimal so groß wie die zweitgrößte Insel der Welt, die längste Straße auf Grönland misst gerade einmal 37 Kilometer und Grönland war tatsächlich mal grün, um nur ein paar Infos aus dem Nachmittag zu erwähnen.

Die Bereichsleiterin Irene Valina bedankte sich sehr für den Vortrag und auch bei Frau Kerstin Schlager, der neuen Inhaberin des Cafés NUOVO, Neunkirchner Straße 21, 2700 Wiener Neustadt. Das NUOVO bleibt also das Stammlokal der Vereinigung sicherte Kerstin Schlager und erntete viel Applaus dafür.

Unter den Stammgästen der Neustädter Politik fanden sich wie immer die Gemeinderäte Mag. Christian Filipp, Philipp Gerstenmayer, Johann Machowetz, Ing. Robert Pfisterer sowie der VÖP-Landesleiter-Stellvertreter Wien, Peter Götz.

Beim gemütlichen Beisammensein vor dem Sommer wurden noch Fragen im kleinen Rahmen zum Vortrag gestellt, aber auch das Programm für das neue Arbeitsjahr vorgestellt mit vier interessanten Vorträgen.

Bericht und Fotos: Mag. Serge Claus

 

Jun 02

Last but not least – Vorarlberg und Lichtenstein setzten ebenfalls ein Zeichen der Verbundenheit am Internationalen Tag der UN-Peacekeeper

Wir, die Vereinigung Österreichischer Peacekeeper, gedachten am 29. Mai 2020 an mehreren Orten bewusst an unsere Kameraden und Kameradinnen, die in verschiedenen Krisengebieten auf der Welt in einem friedensunterstützenden Einsatz sind. Ganz besonders gedachten wir jenen Kameraden, die im Einsatz für den Frieden das wichtigste Gut, ihr eigenes Leben,  gelassen haben.