Jun 14

Tiroler Peacekeeper bei Dreifachjubiläum und Traditionsfeier am Bergisel

Bei Kaiserwetter konnten drei Tiroler Traditionsvereine – Tiroler Kaiserjägerbund, Alt-Kaiserjägerclub und Original Tiroler Kaiserjägermusik – letzten Sonntag ihre runden Jubiläen am Bergisel über Innsbruck begehen. Geladen vom Obmann des Alt-Kaiserjägerclubs Oberst i.R. Schullern-Schrattenhofen waren Ehrengäste aus Politik, Gesellschaft, Militär, wehrpolitischen Vereinigungen sowie Gönner und Förderer.

Auch der Landesgruppe Tirol wurde eine Einladung zugestellt der wir gerne nachkamen. Bei der Begrüßung ausdrücklich erwähnt wurde, dass wir “in Zeiten wo der Krieg so nahe ist, “als ehemalige UN Soldaten bereits für Einhaltung des Friedens in Krisengebieten sorgten”. Oberst i.R.Scheibler, Vizeleutnant i.R. Mairinger, Mag. Zisler und Vizeleutnant a.D. Toaba erlebten mit Ehrengästen und Besuchern eine würdige und schöne Feier an diesem Tiroler Traditionsberg.

Beitrag: Cattani Bruno Toaba
Fotos: Staudinger, Scheibler, Zisler, Toaba

 

 

 

Mai 31

Bundestreffen und Mitgliederversammlung 2022 in Salzburg

Salzburg, 28. und 29. Mai 2022; Über 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich an diesem Wochenende zur diesjährigen Mitgliederversammlung und dem Bundestreffen der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper. Nach der Registrierung der Mitglieder und Beziehung der komplett neuen Zimmer im Gästehaus der Schwarzenbergkaserne, wurden die Besucher mit Shuttlebusse in den Rittersaal der Alten Residenz zu Salzburg gebracht. Der fürsterzbischöfliche Prunksaal vermittelte den Anwesenden nicht nur ein äußerst ehrwürdiges Ambiente, sondern unterstrich den hohen Internationalen Stellenwert der Österreichischen Peacekeeper somit auch im Land Salzburg. Gleich zu Beginn der Mitgliederversammlung ersuchte General i.R. Mag. Günter Höfler die Gäste sich zu für eine Schweigeminute zu erheben, um an unsere verstorbenen Mitglieder zu gedenken. Im Anschluss standen die üblichen Tagesordnungspunkte wie der Jahresbericht und die Jahresvorschau, der Rechnungsabschluss und der Bericht der Rechnungsprüfer im Vordergrund.

Höfler bedankte sich bei allen Mitgliedern, Funktionären, Referenten und für die Vereinigung mitarbeitenden Personen für die gut überbrückten Jahre 2020 und 2021, die ganz im Zeichen enormer, weltweiter Einschränkungen standen. Dabei wurden insbesondere unsere neu gestaltete Zeitschrift, die Arbeit der Landesleiter, die neu eingerichtete Marschgruppe sowie die im Aufbau befindliche Öffentlichkeitsarbeit erwähnt. Ein besonderer Apell gilt jedoch für jüngeren Nachwuchs zu sorgen. Generalsekretär Hans Zimmermann stimmte die Mitglieder auf eine verstärkte Kommunikation innerhalb der Vereinigung ein, betonte dabei jedoch auch die Notwendigkeit auf die künftig verstärkte Nutzung von elektronischen Newslettern. Weitere Punkte des Generalsekretärs waren die Neugestaltung der Homepage sowie ein kurzer Einblick in die Ukrainehilfe der Vereinigung. Leider konnte der scheidende Finanzreferent Vizeleutnant i. R. Alfred Stechauner aus gesundheitlichen Gründen (ein allzu bekannter und äußerst unbeliebter Virus war dafür ausschlaggebend) nicht an der Mitgliederversammlung teilnehmen. Stechauner richtete sich aber mit einem persönlichen Brief – der dem anwesenden Auditorium verlesen wurde – an die Mitglieder und den Vorstand. Er brachte dabei unter anderem seinen Dank für die gelebte Kameradschaft zum Ausdruck, die er in all den Jahre in seinen verschiedenen Funktionen erleben durfte. Den Präsenzvortrag über die Finanzgebarung des Vereins übernahm sein Nachfolger Hofrat Mag. Dietmar Hübsch der auch den Bericht der Rechnungsprüfer beinhaltete. Gleich im Anschluss stellte General i. R Höfler den Antrag, den alten Vorstand zu entlasten was von der Mitgliederversammlung einstimmig angenommen wurde.

Mit der einstimmigen Annahme der Wahl des neuen Vorstandes wurde das eigentliche Highlight der Festveranstaltung – die Standartenübergabe an den neuen Präsidenten Generalmajor i.R. Nikolaus Egger – eingeleitet. Zuvor gab es allerdings noch einige Ehrungen für verdiente und besonders engagierte Mitglieder. Weitere Neuzugänge in das Leitungsgremium des Vereins sind Oberst des höheren militärfachlichen Dienstes MMMag. Norbert Schartner und Vizeleutnant i.R. Alois „Loitschy“ Heindl in den Funktionen der beiden Vizepräsidenten.

Der Neugewählte Präsident, Generalmajor i. R. Egger, skizzierte kurz seine Prioritäten in der Vereinigung und bedankte sich bei seinem Vorgänger General i.R. Mag. Günter Höfler für sein Engagement und stellte gleichzeitig den Antrag, Höfler als Ehrenpräsident zu wählen was auch einstimmig angenommen wurde.

Einleitende Worte kamen ebenfalls vom Militärkommandanten von Salzburg. Brigadier Mag. Anton Waldner – er sammelte selbst Auslandserfahrungen unter anderem als stellvertretender Kommandant der multinationalen Truppen im Kosovo sowie als EUFOR-Kommandant in Bosnien und Herzegowina – begrüßte den neuen Präsidenten und wünschte ihm viel Erfolg in seiner neuen Funktion. Dem scheidenden Präsidenten dankte er für seine umsichtige und von Idealismus geprägte Führung innerhalb der Vereinigung.

In Vertretung des Landeshauptmanns von Salzburg Dr. Wilfried Haslauer war Abgeordneter zum Salzburger Landtag, Mag. Karl Zallinger anwesend. Zallinger lobte das Engagement der Österreichischen Peacekeeper im Ausland und wies auf Grund der sich veränderten Sicherheitsstruktur Europas auf die Notwendigkeit eines gut ausgerüsteten Bundesheeres hin.

Bevor es zum Buffet-Empfang in der Residenz mit anschließendem Kameradschaftsabend in das Restaurant Stieglkeller ging, bedankten sich Egger und Höfler noch beim Salzburger Landesleiter Vizeleutnant i.R. Hermann Utz und seinem Team für die Gestaltung und Ausrichtung dieses wunderschönen Bundestreffens 2022.

Am nächsten Tag, dem 29. Mai, fand ein weiterer Höhepunkt der Festveranstaltung statt. Anlässlich des International Day of the United Nations Peacekeepers trafen sich mehrere Traditionsverbände – unter ihnen auch die Bürgergarde von Salzburg – um in einer gemeinsamen Formation mit den Österreichischen Peacekeepern am Domplatz anzutreten.

Unter dem „Kommando“ von Vizeleutnant i.R. Othmar Wohlkönig wurden die angetretenen Verbände sowie unser UN-Veteranen-Element „ausgerichtet“, um den Präsidenten der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper bei seiner Ansprache als „Ehrenformation“ für dieses würdige Ereignis zu dienen. Der „Internationale Tag der Friedenssoldaten der Vereinten Nationen“ wurde im Jahr 2002 auf Initiative der Generalversammlung der Vereinten Nationen eingerichtet und auf den 29. Mai festgelegt. An diesem Tag werden alle Teilnehmer an Friedenssicherungseinsätzen für ihren Mut, ihr Engagement und ihre Treue gewürdigt. Zudem wird an diesem Tag auch jener Menschen gedacht, die im Dienste der UN-Friedenssicherung ums Leben gekommen sind. Die Salzburger Bürgergarde stellte bei der Festrede von Generalmajor i.R. Egger zusätzlich noch vier traditionelle Wachposten.

Im Anschluss marschierten die Standartentrupps in den Salzburger Dom und nahmen hinter dem Altar Stellung. Punkt 1000 Uhr begann die Heilige Messe, die übrigens auch mittels Livestreaming übertragen wurde, mit einer Rede von Militärdekan Pater Dietmar Gopp über die diversen Österreichischen Auslandmissionen. Gopp selbst war für sechs Monate im Libanon als Seelsorger tätig. Die Lieder die bei der heiligen Messe gesungen wurden, klangen durch die gesangliche Unterstützung eines fast hundertköpfigen Kirchenchors noch schöner und imposanter. Nach Beendigung der Messe wurden die Peacekeeper zurück in die Unterkunft gebracht. Mit der Einnahme eines typischen Bundesheergulaschs und der Möglichkeit einer Führung durch das wehrgeschichtliche Museum in der Schwarzenbergkaserne ging auch dieses Bundestreffen zu Ende, von dem einigen Teilnehmern sicher unvergessliche Eindrücke in Erinnerung bleiben werden.

Bericht und Fotos: Mag. Alexander Panzhof

Stream der Heiligen Messe vom 29. Mai 2022:
Übertragungen aus dem Dom zu Salzburg (salzburger-dom.at)

 

 

 

Mai 04

Tiroler Landesgruppe mit Infostand am Absamer Sicherheitstag 2022

Auch die Landesgruppe Tirol war am Sicherheitstag in Absam vertreten und konnte interessierten Besuchern beim Thema Sicherheit Auskunft erteilen. Naturgemäß betrafen die meisten Fragen natürlich unsere Auslandsmissionen und die Aufgabenstellungen unserer Peacekeeper in den jeweiligen Einsatzorten.

Ein Publikumsmagnet war allerdings eine spezielle Software, mit deren Hilfe Fotomotive simuliert werden konnten, die Besucher des Sicherheitstages plötzlich im Einsatzgebiet von Auslandseinsätzen zeigte. Ein tolles Angebot, welches von Martin Köll als IT-Fachmann und designierten Landesleiter für die Gäste zur Verfügung gestellt wurde.

Auch eine temporäre Feldpostaufgabestelle wurde aufgestellt. Das UN-Feldpostamt mit dem Originalbriefkasten des Camp Fauoar, dem ehemaligen UNDOF-Hauptquartier der Peacekeeper, wurde von Oberst i. R. Friedrich „Fritz“ Scheibler und Vizeleutnant a. D. Cattani Bruno Toaba betrieben.

Viele Fragen über laufende und ehemalige Friedenseinsätze konnten beantwortet werden, was bei so manchen Gästen wiederum das Interesse für die Aufgaben und Ziele unserer Vereinigung besonders hervorhob.

Bericht: Cattani Bruno Toaba, Vizeleutnant a. D.
Fotos: Bundesheer/Eller

Weiterführende Links:
https://www.bundesheer.at/organisation/regional/common/artikel.php?region=tirol&ID=11363
https://www.meinbezirk.at/hall-rum/c-lokales/der-grosse-absamer-sicherheitstag_a5279416
https://www.meinbezirk.at/hall-rum/c-regionauten-community/ein-briefkasten-fuer-das-un-museum-in-nauders_a5176732

 

 

Apr 29

Hohe Auszeichnung für Peacekeeper der ersten Stunde

Hohe Auszeichnung für SIMON, Peacekeeper der ersten Stunde!

Am 19. April wurde beim Stammtisch in Walbersdorf bei Mattersburg, Zugsführer a.D. Alfred Simon in Anerkennung um Verdienste um die Vereinigung Österreichischer Peacekeeper mit dem Ritterkreuz in Bronze ausgezeichnet.

Gemeinsam wurde Simon diese hohe Auszeichnung durch den Landesleiter Burgenland, Bernhard Lechenbauer, und den Vizepräsidenten unserer Vereinigung, Generalleutnant i. R. Bernhard Bair überreicht. Simon, der schon 1960 beim ersten Friedenseinsatz der Republik Österreich im Kongo als Peacekeeper dabei war, zeigte sich sichtlich gerührt. Bis spät in die Nacht hinein wurde noch von alten Zeiten und gemeinsamen Erlebnissen fern der Heimat erzählt.

Fotos: Alois “Loitschy” Heindl
Text: VÖP/Burgenland

 

 

 

Mrz 23

Erster Peacekeeper-Abend 2022 in Wolfsberg

Nach zweimaliger Verschiebung des für Dezember 2021 geplanten Kameradschaftsabends der Wolfsberger Peacekeeper war es aufgrund der Lockerung der Corona-Restriktionen am 11. März endlich wieder möglich mit dem regulären Treffen im neuen Vereinslokal „Hotel-Restaurant TORWIRT“ zu starten. Mit fast 30 Teilnehmern war der Abend ausgesprochen gut besucht.

Als Ehrengast konnte der Bereichsleiter Gerhard Frank den Bezirksfeuerwehr-kommandanten Oberbrandrat Wolfgang Weisshaupt willkommen heißen. Nicht unerwähnt dürfen auch die Kameraden aus Villach (Günter Maurer und Johann „Floki“ Floriantschitz) und Klagenfurt (Franz Murko und Friedrich Tomasin) als auch aus der Steiermark (Josef Schober) bleiben, die sich sehr freuten, wieder bei einem Treffen in Wolfsberg dabei sein zu können.

Als besondere Ehre und Wertschätzung für unser reges Vereinsleben wurde der Besuch unseres neuen Generalsekretärs Hans Zimmermann mit Gattin aufgenommen. In seiner Begrüßungsrede ging er nicht nur auf die von der VÖP initiierte Hilfsaktion für die kriegsgebeutelte Ukraine ein, sondern referierte auch über die internationale Peacekeeper Organisation SPIA.

 

Folgenden Peacekeeper Kameraden wurden Ehrenzeichen der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper verliehen: Josef Ladinig die Verdienstmedaille in Silber, Hermann Nebel das Ritterkreuz in Bronze und Heinz Hochegger, Verbindungsoffizier zum Bundesheer, ebenfalls das Ritterkreuz in Bronze.

Die vom Bereichsleiter vorbereitete PP-Präsentation (mit entsprechenden Video-Clips) stand ganz im Zeichen der Jubiläen 2020 (60 Jahre Auslandseinsätze des Österreichischen Bundesheeres, 25 Jahre Vereinigung Österreichischer Peacekeeper, 75 Jahre Vereinte Nationen, 65 Jahre Beitritt Österreichs zu den Vereinten Nationen und 25 Jahre Beitritt zur Europäische Union (EU)), die aufgrund der seit zwei Jahren anhaltenden Pandemie und anderer geplanter Vorträge leider nicht eher gebracht werden konnten.

Darüber hinaus ein Rückblick auf die Mitgliederversammlung und das Bundestreffen 2021 in Innsbruck sowie die Partnerschaftsgründung zwischen der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper (VÖP) und der Auslandseinsatzbasis (AUTINT) in der Wallenstein-Kaserne in Götzendorf an der Leitha.
Aufgrund einer technischen Panne konnte die anschließende Dokumentation über „Florence Nightingale – Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege“ leider nicht vollständig gebracht werden – wird bei nächster Gelegenheit wiederholt.

 

Besonders erfreulich war, dass Altbürgermeister Hans-Peter Schlagholz zwar verspätet, aber doch noch kommen konnte. So hatte er auch die Möglichkeit unseren neuen Generalsekretär persönlich kennen zu lernen.

Ein besonderer Dank gebührt dem Team des Hotel-Restaurants TORWIRT für die liebevolle Gestaltung des Veranstaltungsraumes, der guten Küche und dem freundlichen Servicepersonal.

Bilder und Text @ gbf

 

 

Mrz 14

Erstes Treffen der Weinviertler Peacekeeper im neuen „Stützpunkt“ Restaurant Rhodos in Langenzersdorf

Nach zweijähriger Corona Zwangspause konnte der Bereichsleiter Weinviertel Süd, Vizeleutnant i.R. Richard Roblicka, am 7. März erstmals ins neue Vereinslokal Restaurant Rhodos in Langenzersdorf einladen. Sichtlich geehrt und erfreut begrüßte er unseren hochgeschätzten Präsidenten General i.R. Mag Günter Höfler sowie den erst jüngst zum Generalmajor beförderten Landesleiter Tirol, Nikolaus „Nick“ Egger, den Landesleiter Wien Oberleutnant aD Johann „Hans“ Zimmermann mit Gattin, unseren Landesleiter Oberstleutnant Manfred Sommer, den Obmann des ÖKB Stadtverbandes Korneuburg, Vizeleutnant Wolfgang Schaffer mit einer Abordnung. Einen speziellen Willkommensgruß richtete er an unseren Förderer und Freund NR- Abgeordneten Herrn Andreas Minnich. Last but not least freute er sich besonders, die erschienenen Peacekeeper begrüßen zu dürfen. Nach Übermittlung der besten Wünsche unseres leider verhinderten Ehrenpräsidenten General i.R. Mag Günther Greindl, übergab er das Wort an den Präsidenten Höfler.

General i.R. Höfler zeigte sich sehr erfreut über die Auftaktveranstaltung im neuen Stützpunkt und gratulierte den Weinviertler Kameraden. Er verwies u.a. auf die kürzlich geschlossene Partnerschaft mit der Auslandseinsatzbasis AUTINT in Götzendorf. Darüber hinaus betonte er die Wichtigkeit der angelaufenen Spendenaktion Ukraine und verwies auf diverse fixierte Veranstaltungen (Details sind der TAP zu entnehmen). Als nächstes stand die Auszeichnung von drei besonders verdienten Kameraden auf dem Programm. Roblicka, ehemaliges Vorstandsmitglied, langjähriger Vizepräsident und nunmehriger engagierter Bereichsleiter konnte sich über die höchste VÖP – Auszeichnung – das Kommandeurskreuz – sowie die Kameraden Wachtmeister Thomas Appel und Oberstleutnant Manfred Sommer über das Ritterkreuz in Bronze zu Recht freuen. Die Weinviertler Peacekeeper gratulieren herzlichst!

Landesleiter Manfred Sommer, selbst vier Mal im Auslandseinsatz, referierte über AFDRU – Austrian Forces Disaster Relief Unit. Nach dem 1.Einsatz des ÖBH beim verheerenden Erdbeben 1988 in Armenien wurde am 11.Mai 1990 AFDRU aufgestellt. AFDRU ist im Anlassfall und nach offiziellem Hilfsansuchen sowie positiver politischer Entscheidung binnen 8 – 10 Stunden abmarschbereit und weltweit einsetzbar. Hierbei ist die Rettung von Menschenleben der Grundauftrag. Der sogenannte Rette und Bergeeinsatz gilt grundsätzlich für 14 Tage, während die Wasseraufbereitung für maximal drei Monate vorgesehen ist. Angemerkt sei die 14 tägige Versorgungsautarkie des Kontingents. Wesentlich darüber hinaus ist das Faktum, dass die Einheit ausschließlich aus Freiwilligen des Aktiv- und Milizstandes (Maximalstärke 200 Personen) besteht. Bei entsprechendem Bedarf ist die Ergänzung durch zivile Experten (z.B. Rettungshundeführern) eingeplant. Selbstverständlich hat die Ausbildung bei diversen Einsatzorganisationen, Waffenschulen des ÖBH und im ABC Abwehrzentrum einen hohen Stellenwert. Einmal jährlich ist u.a. ein Übungsalarm vorgesehen. Die periodischen BTÜs und die Übungen im Trainingszentrum Tritolwerk müssen ebenfalls angesprochen werden. Bisher kam AFDRU zu insgesamt 13 Realeinsätzen darunter waren 6 Erdbeben- und 7 Wasseraufbereitungseinsätze. Die internationale Einbindung und Vernetzung in UN und EU ist gegeben und wird gelebt.

Mit der Vorführung eines Filmes, der aus Anlass „60 Jahre ÖBH“ gedreht wurde sowie der anschließenden Diskussionsrunde konnten die Peacekeeper mit dem gesponserten Ouzo den Referenten und die VÖP hochleben lassen. Vor dem kulinarischen Teil, der Verkostung des reichhaltigen schmackhaften griechischen Spezialitäten Angebotes, war Gelegenheit, die Adjustierung zu ergänzen, stand doch unser „Ausstatter“ Kamerad Gerhard Riedl aus Korneuburg in den Startlöchern. In gemütlicher kameradschaftlicher Runde klang der 1. Peacekeeper Abend im neuen Stützpunkt aus.

Bericht: Hubert Buder, Brigadier a. D.
Fotos: LLNÖ/Bereichsgruppe Weinviertel Süd

 

 

 

 

Mrz 10

Erstmalige Beteiligung Österreichs an einer Friedensoperation

Im Jahr 1960 beteiligte sich Österreich zum ersten Mal an einer Internationalen Friedensoperation mit einem Sanitätskontingent im vormals belgischen Kongo. Im Rahmen des Jour fixe im Neustädter Café NUOVO referierte der Militärhistoriker Univ.-Doz. Dr. Erwin A. Schmidl am 28. Februar 2022: Das erste UN-Sanitätskontingent der Republik Österreich traf am 14. Dezember 1960 im Kongo ein – und wurde prompt für verkleidete belgische Fallschirmjäger gehalten, gefangen genommen und musste von nigerianischen „Blauhelmen“ befreit werden (wobei ein nigerianischer UN-Soldat getötet und mehrere verwundet wurden). In der Folge leisteten die österreichischen Sanitäter bis 1963 an mehreren Orten im Kongo wertvolle Hilfe. Neben der medizinischen Versorgung der UN-Truppen betreuten sie die lokale Bevölkerung. Dies war der Beginn der erfolgreichen österreichischen Teilnahme an internationalen Friedensoperationen, die inzwischen ein fixer Bestandteil der österreichischen Außenpolitik geworden ist.

Mit Corona-bedingten Verschiebungen werden die „60 Jahre Auslandseinsatz“ des Österreichischen Bundesheers langsam nachgeholt. Tatsächlich startete am 11. Dezember 1960 der erste UN-Einsatz von österreichischen Soldaten im Kongo: Die Operation der Vereinten Nationen im Kongo (französisch Opération des Nations Unies au Congo, ONUC) war eine vom Juli 1960 bis Juni 1964 dauernde UN-Friedensmission, basierend auf UN-Resolution 143 vom 14. Juli 1960, zur Lösung der Kongokrise in der Republik Kongo, ehemals auch als Kongo-Léopoldville und heute als Demokratische Republik Kongo bezeichnet. 49 freiwillige Sanitäter des Bundesheeres, darunter eine medizinisch-technische Assistentin und erste Österreicherin mit militärischen Rangabzeichen, machten sich am Weg zu ihrem ersten UNO-Einsatz nach Bukavu, Kongo.

Der gerade pensionierte Referent freut sich nun in Ruhe arbeiten zu dürfen, seine Forschungsschwerpunkte sind Militärgeschichte und Sicherheitspolitik.

Für das österreichische Bundesheer war der Einsatz im Rahmen der UNOC der erste Auslandseinsatz militärischer Kräfte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. 5 Kontingente mit einer Stärke von bis 55 Personen (insgesamt 166 Soldaten) wurden zwischen 1960 und 1963 in den Kongo entsandt, deren Hauptaufgabe die Sicherstellung der Sanitätsversorgung der UN-Truppen, sowie der Bevölkerung und der Flüchtlinge war. Das erste österreichische Sanitätskontingent kehrte Ende Mai 1961 nach Wien aus der UN-Mission im Kongo zurück.

Dr. Schmidl schilderte Hintergründe und Entwicklung der internationalen Einsätze sowie der UN-Operation im Kongo. Der Einsatz des österreichischen Sanitätskontingents wird anhand von Archivquellen und den Erinnerungen eines Teilnehmers dargestellt. Ein besonderes Augenmerk gilt den politischen Hintergründen der österreichischen Beteiligung und der Verbindung mit der Südtirolpolitik des damaligen Außenministers Dr. Bruno Kreisky.

Beitrag & Fotos: © Mag. Serge Claus, OStR

 

 

 

 

 

Jan 27

Erinnerungsehrung für den Kongoeinsatz 1960/61

Friedrich Slamanig, stellvertretender Bereichsleiter der VÖP Bereichsgruppe Villach, lud am 19. Jänner eine kleine Runde zur Ehrung von Vizeleutnant i.R. Franz Hölzl in sein Stammlokal in Villach-Neulandskron ein. Nach der Begrüßung wurde der Ehrengast Franz Hölzl, Kraftfahrer vom 1. Sanitätskontingent im Kongoeinsatz 1960/61, mit einer Erinnerungsurkunde geehrt. Coronabedingt konnte die Ehrung leider erst zwei Jahre nach seinem 60. Jubiläumsjahr und 80. Geburtstag erfolgen.

 

Urkundenüberreichung durch Friedrich Slamanig und Günter Maurer Oberst i.R. an Kamerad Franz Hölzl

Die Urkunde wurde mit dem Bild eines Briefumschlags, den Kamerad Hölzl an seine Eltern schrieb verziert. Er war einst noch nicht 21 Jahre alt (damals noch nicht eigenberechtigt), als er sich um die Aufnahme in den Dienst bewarb. So mussten seine Eltern diesem Vorhaben erst zustimmen. Der Mutter kamen die Tränen. Der Vater gratulierte ihm dazu, so die Welt kennenzulernen.

 

Die von Johann Funk gestalteten Briefmarkenzusammendrucke der Urkunde

Als Besonderheit prangen auf der Urkunde personalisierte Briefmarken, die Kamerad Hölzl und seine Uniformabzeichen zeigen. Dazu berichtete er über die Gefangennahme durch selbsternannte kongolesische Militäreinheiten, bei denen die Belgier als einstige Besatzungsmacht verhasst waren: “Die Uniformen der Belgier waren nicht zuletzt durch die französischen Aufnäher denen der österreichischen UNO Einheit sehr ähnlich.“

So gelangte die österreichische Friedenstruppe in Gefangenschaft und durch die wirren Verhältnisse auch in Lebensgefahr. Erst nach der Befreiung durch ein nigerianisches UN-Bataillon konnte die Einheit ihre humanitäre Aufgabe übernehmen. Die vierte Briefmarke ist die Sondermarke 25 Jahre Austrian Peacekeepers. Die Urkunde selbst ist auch durch den Präsidenten der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper, Mag. Günter Höfler, General i.R. unterzeichnet.

Die Ehrung und Übergabe der Urkunde und Überreichung eines ganzen Bogens der Briefmarkenzusammendrucke erfolgte durch Friedrich Slamanig und Oberst i.R. Günter Maurer. Danach dankte Slamanig mit kleinen Präsenten den Kameraden Günter Marek, Josef Fischer und Johann Funk für ihre Mithilfe und Unterstützung im letzten Jahr. Darauf folgte der gesellige Teil des Abends. Dafür hatte Kamerad Slamanig eine Brettljause organisiert. Die Hausherrin vom Cafe am Eck, Ulrike Zand sorgte für ein gelungenes Ambiente.

Kamerad Hölzl meinte dazu, das Essen damals war nicht so gut, mussten doch beide Köche der Einheit wegen Erkrankung an Malaria frühzeitig die Heimreise antreten. Ersatz für sie gab es keinen.

 

Bilder und Text © Johann Funk

 

Dez 26

Landesgruppe Steiermark: Verleihung von Verdienstmedaillen in kleinem Rahmen

Am 17.Dezember 2021 fand die Verleihung der Verdienstmedaillen an Personen, die unsere Vereinigung immer wieder bei Veranstaltungen unterstützen, sowie an verdiente Mitglieder statt.

Ausgezeichnet wurden:
Frau Adelheid Reichstaler (VdM in GOLD Damenmasche)

Frau Eva HÖRBINGER (VdM in BRONZE Damenmasche)

Obstlt Hannes ZARFL (VdM in GOLD)

Vzlt Oliver HÖRBINGER (VdM in SILBER)

Vzlt Robert KRATZER (VdM in SILBER)

Trotz der schwierigen Zeit und der unsicheren Veranstaltungslage war es mir ein großes Anliegen, die Verleihung der Verdienstmedaillen nicht unpersönlich per Post, sondern in einem kleinen, aber würdevollen Rahmen durchzuführen. Und so fanden sich die Auszuzeichnenden und ich in ZELTWEG ein und verbrachten einige nette Stunden gemeinsam – etwas, das gerade in der letzten Zeit zu einer Seltenheit geworden ist und daher von den Beteiligten umso mehr geschätzt wurde.

 

Weihnachtswünsche an allen Peacekeeper und Freunde unserer Vereinigung

 

Vorbei ist wieder fast ein Jahr,

die kalten Winternächte ach so klar!

Das Weihnachtsfest steht vor der Tür,

alles ist beinah’ schon bereit dafür.

Haben wir uns nicht so oft gesehen,

war’s auch heuer wieder um so manches Fest geschehen,

so gab es doch das eine oder and’re Treffen

und auf mehr im nächsten Jahr wollen wir doch hoffen!

In dieser Zeit bleibt mir euch nur zu sagen:

Viel Gesundheit und keine großen Klagen!

In trauter Stille ein schönes Weihnachtsfest,

das euch für ein paar Tage zur Ruhe kommen lässt.

Und für 2022 wünsche ich nur das Beste,

hoffentlich mehr gemeinsame Feste,

auf dass euch alles wird auch glücken

und keine Sorgen euch bedrücken!

 

Günter Spiel, Vzlt i.R.
stv. Landesleiter Steiermark

 

 

 

 

 

Nov 13

Landesgruppe Burgenland begeht Kooperation mit Ungarischer Peacekeeperorganisation

Kooperationsabkommen mit der Vereinigung der Ungarischen Peacekeeper und Standartenübergabe durch den Landeshauptmann und den Burgenländischen Landtag an die Vereinigung der Österreichischen Peacekeeper (VÖP), Landesgruppe Burgenland.

Im Rahmen eines feierlichen Festaktes wurde am 30. Oktober 2021 im Sitzungsaal des Burgenländischen Landtag Geschichte geschrieben.

Im ersten Teil des Festaktes wurde die erste Partnerschaft einer Landesgruppe der VÖP mit einer benachbarten ausländischen Peacekeeperorganisation feierlich besiegelt. In Anwesenheit der Landtagspräsidentin von Burgenland, Frau Verena Dunst und des Präsidenten der VÖP, General i.R. Mag. Höfler und des gesamten Vorstandes unterzeichneten der Landesleiter Burgenland, Stabswachtmeister a.D. Bernhard Lechenbauer und der Präsident der Vereinigung der Ungarischen Peacekeeper, Oberst i.R. Ferenc Varro ein Kooperationsabkommen, das die Basis für die Partnerschaft und vertiefende weitere Zusammenarbeit beider Organisationen nun bildet.

Beide Präsidenten, Varro und Höfler, gingen in ihren Festansprachen auf die Bedeutung und Wichtigkeit von Friedenseinsätzen ein und erinnerten daran, dass es schon in der Monarchie erste gemeinsame Friedensoperationen von k.u.k. Soldaten aus beiden Reichshälften gab. In der neueren Zeit, ab 1995, sagte Höfler, der später als Kommandant auch für die Internationalen Einsätze des Bundesheeres verantwortlich war, wurde die internationale militärische Zusammenarbeit beider Staaten intensiviert. Zuerst wurde ein ungarischer Infanteriezug und später eine Kompanie in das österreichische UN-Bataillon auf Zypern integriert.

Im zweiten Teil des Festaktes übergab die Frau Landtagspräsidentin, Verena Dunst, der VÖP/Landesgruppe Burgenland eine Standarte, gewidmet vom Landeshauptmann von Burgenland, Mag. Hans Peter Doskozil und vom Burgenländischen Landtag. Landesleiter Bernhard Lechenbauer übernahm sichtlich tief ergriffen aus den Händen der Präsidentin des Landtages seine – die burgenländische – Peacekeeperstandarte, die er an den Standartentrupp (Standartenträger Vizeleutnant i..R. Franz Panis, Standartenoffiziere Vizeleutnant i.R. Alois Heindl und Zugsführer a.D. Johann Frühwirth) weitergab.

Zuvor segneten der Militärdekan Bischofsvikar MMag DDr. Alexander Wessely und die Frau Lektorin Gerda Haffer-Hochrainer die Standarte und die dazugehörigen Fahnenbänder, je eines gewidmet vom Landeshauptmann Doskozil und vom Burgenländischen Landtag, sowie eines von der Vereinigung der Ungarischen Peacekeeper.

Landtagspräsidentin Dunst betonte in ihrer Festansprache die Wichtigkeit der Tätigkeiten der Peacekeeper. Sie fördern die Kontakte und den Erfahrungsaustausch zwischen österreichischen und ausländischen Teilnehmern an internationalen Friedenseinsätzen und schaffen Aufmerksamkeit für diese Friedenseinsätze in der Öffentlichkeit. Dunst wies auch darauf hin, dass das Burgenland heuer 100 Jahre Zugehörigkeit zu Österreich feiert. Sie sagte, so gab es in den ersten Jahren nach dem Ersten Weltkrieg noch Kampfhandlungen und Streitigkeiten, so können wir heute mit Stolz auf eine gute Nachbar- und Partnerschaft mit unserem Nachbarland Ungarn zurückblicken. Deshalb, sagte Dunst, freut es mich umso mehr, dass heute das Kooperationsabkommen zwischen den Ungarischen und Österreichischen Peacekeepern feierlich unterzeichnet wurde.

Abschließend bedankte sich der Vizepräsident der VÖP, Generalleutnant i.R. Bernhard Bair besonders bei der Landtagspräsidentin Frau Dunst, die es ermöglichte, dass dieser historische Festakt im bedeutendsten Saal des Burgenlandes, im Landtagssitzungssaal, wo die Abgeordneten, die Vertreter des Burgenländischen Volkes tagen und die Landesgesetzte beschließen, stattfinden konnte. Ebenso bedankte sich Bair bei der hohen Geistlichkeit, aber auch beim Militärkommando Burgenland, das durch den stellvertretenden Militärkommandanten, Oberst Raimund Wrana, vertreten war und das ein Ensemble der Militärmusik, unter der Leitung von Offiziersstellvertreter Robert Steiner, zur feierlichen Umrahmung des Festaktes abstellte. Durch das Programm führte in bewährter Weise der zweite Vizepräsident der VÖP, Vizeleutnant i.R. Othmar Wohlkönig und Andrea Nagy stellte als Dolmetscherin sicher, dass alle sprachlichen Schwierigkeiten bestens gemeistert wurden.

Der Landtagssitzungsaal war, wo sonst die Regierungsmitglieder und die Abgeordneten sitzen, gefüllt, mit hohen und höchsten Vertretern aus Ungarn (u.a. der Chef der BEOSZ-Ungarn, General Karoly Hazuga, die Oberstleutnante Endre Udvardy, Bela Komka, Istvan Papp, Attila Laszlo sowie der Militärattachè der Republik Ungarn in Wien, Oberstleutnant d.G. Viktor Nagy) sowie mit vielen Mitgliedern und Gästen der VÖP, die in ihren blauen Uniformen immer wieder begeistert applaudierten. Auch der ORF Burgenland war anwesend und strahlte noch am selben Abend eine Zusammenfassung über diesen historischen Akt in Eisenstadt aus.

Mit der burgenländischen Landeshymne und dem Auszug der Standarte wurde der Festakt beendet. Anschließend lud die Frau Landtagspräsidentin zu einem Buffet, wo sie die Gelegenheit wahrnahm, mit den Peacekeepern aus Ungarn und Österreich noch interessante Gespräche zu führen.

 

Beitrag: Landesgruppe Burgenland
Fotos: Benjamin Heidinger, BA/Landesmedienservice

 

Nov 10

Totengedenken am Soldatenfriedhof Tummelplatz Innsbruck/Amras 2021

Am 7. November 2021 fand das traditionelle Totengedenken des Erhaltungsvereins Tummelplatz statt. Obmann Ing. Hans Zimmermann konnte zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen politischen Lebens vom Land Tirol, Stadt Innsbruck, Militär, Polizei und der Traditionsvereine aus Nord-, Ost- und Südtirol sowie dem Trentino mit ihren Fahnenabordnungen bei dieser Feierstunde begrüßen. An der Spitze der Militärkommandant Tirol Brigadier Mag. Ingo Gstrein, der in seiner Gedenkrede u.a. an das Leben und Wirken des 2020 tödlich so früh verunglückten Militärpriesters Mag. Hans-Peter Schiestl erinnerte. Die Ehrenkompanie wurde durch die Schützenkompanie Amras gestellt, für die musikalische Umrahmung sorgte die Stadtmusikkapelle Amras. Im Rahmen dieser Gedenkfeier wurde die neue Gedenkstätte der Schützenkompanie Wilten und der Kaiserschütze 1921 das an unseren Schützenkamerad Hans-Peter erinnert.

Am diesjährigen „Seelensonntag“ wie diese Feier heißt, nahm auch eine Abordnung der Tiroler VÖP teil, am UN Gedenkkreuz wurden zwei Ehrenposten aufgezogen, Landesleiter Brigadier i.R. Nikolaus Egger war unter den Ehrengästen.

Bericht: Cattani Bruno Toaba
Fotos: Erich Staudinger, Herbert Edenhauser

 

 

 

Okt 28

Bereichsgruppe Wiener Neustadt organisierte spannenden Vortragsabend über die Kriegsereignisse in Bosnien Herzegowina

Die Bereichsleiterin der Österreichischen Peacekeeper in Wiener Neustadt, Irene Valina lud mit Generalleutnant i.R. Bernhard Bair wieder zu einem höchst interessanten Vortrag über die Kriegsereignisse in Bosnien Herzegowina ein.

Der Vortragende erzählte über Bosnien und Herzegowina einem schönen Land, aber mit großen Herausforderungen. Generalleutnant i.R. Bernhard Bair, der viele Jahre beruflich in Südosteuropa, als Militärattaché und zuletzt als erster österreichischer Kommandant der EUFOR Truppen verbrachte, hielt am 25. Oktober 2021 vor einer großen Anzahl interessierter Zuhörer im Cafe Nuovo, in Wr. Neustadt einen interessanten Vortrag über die derzeitige Lage in Bosnien und Herzegowina (BuH).

Bair zeichnete ein düsteres Bild über die derzeitige Entwicklung in diesem schönen Land, mit einer Größe von 51197 km² und ca 3,2 Mio Einwohner. Die Wirtschaftslage ist weiterhin sehr angespannt, hohe Arbeitslosigkeit und geringes Einkommen zwingen viele Menschen Arbeit im Ausland zu suchen. Die Staatsebene ist sehr fragil und ist durch gegenseitiges Blockieren der drei Präsidenten (ein serbischer, ein muslimischer und ein kroatischer Bosnier) gekennzeichnet.

Anstoß für den derzeitigen Streit ist ein Gesetz des früheren Hohen Repräsentanten Inzko, dass er kurz vor Ablauf seiner Amtszeit, Ende Juli 2021, verfügte, womit die Leugnung des Völkermordes (bezieht sich im Wesentlichen auf Srebrenica, wo im Juli 1995 rund 8000 moslemische Männer und Buben ermordet wurden) untersagt und strafbar gemacht wurde. Die bosnischen Serben und dessen Repräsentant im Staatspräsidium, Dodik, verneinen, dass das Massaker von Srebrenica ein Völkermord war und lehnen dieses Gesetz vehement ab, da es vorwiegend gegen die Serben gerichtet sei. Er droht nun mit dem Auszug der bosnischen Serben aus allen Institutionen.

Mit dem Frieden von Dayton, 1995 wurde eine komplizierte und bis heute nicht überwundene verfassungsrechtliche Konstruktion geschaffen. Eine Dreierpräsidentschaft an der Staatsspitze und eine Ebene darunter die relativ selbständige Föderation Bosnien und Herzegowina (vorwiegend Bosniaken und Kroaten) und auf gleicher Ebene die Republika Srpska (vorwiegend Serben). Die wird wiederum getrennt durch das Sonderverwaltungsgebiet Brcko, in einen West- und Ostteil. Insgesamt hält man sich in BuH 5Präsidenten, 4 Vize-, 13 Ministerpräsidenten, 14 Parlamente bzw Landtage, ca 140 Minister und ca 700 Mitglieder verschiedener Parlamente und Landtage für eine Bevölkerung von knapp 3,3 Mill. Menschen.

Durch diese Vielzahl an Regierungen und Parlamente und das Proporzsystem soll für die drei konstituierenden Volksgruppen (Bosniaken, Serben und Kroaten) ein Anteil und Mitspracherecht in allen Institutionen gewährleistet werden. Selbstredend ist natürlich, dass ein so großer Regierung- und Verwaltungsapparat gewaltige finanzielle
Ressourcen verschlingt.

Abschließend stellte Bair die Frage, wie wird/soll es in BuH weitergehen? Die bosnischen Kroaten orientieren sich immer wieder Richtung Zagreb und die Republika Srpska droht wieder einmal mit einer Abspaltung und Unabhängigkeit. Gleichzeitig wird durch ein Veto Russlands im UN-Sicherheitsrat angedroht, das exekutive Mandat der EUFOR (Garant für die Sicherheit im Land) nicht mehr zu verlängern, was deren sofortigen Abzug bedeuten würde.

Übrigens eine der ersten Reisen des neuen österreichischen Außenministers Linhart führte nach Sarajevo, wo er bei einem Treffen mit den Staatsspitzen betonte, dass die Zukunft von BuH nur in der Europäischen Union liegen kann. Wird BuH diesen Weg gehen und ist das die Zukunft?

 

Bericht und Fotos: Hans Machowetz Obst i.R.

 

 

 

Okt 05

Augen auf und gemeinsam sicher – 300 Augen und die Sicherheitspartner in Wiener Neustadt

300 Augen und die Sicherheitspartner

Stadtpolizeikommandant Oberstleutnant Manfred Fries referierte beim Jour fixe der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper am 20. September 2021 im Café Nuovo über „Eine Stadt wie Wiener Neustadt im Spannungsverhältnis zwischen subjektivem Sicherheitsgefühl und objektiver Sicherheitslage“.

Bereichsleiterin Irene Valina freute sich über das rege Interesse und den gelungenen Abend.

Seit 10 Jahren Stadtpolizeikommandant und seit 40 Jahren Polizist in Wr. Neustadt – so präsentierte sich Manfred Fries, bevor er mit seinem Lieblingsthema „das subjektive Sicherheitssystem“ den Diskurs mit den Besuchern begann.

Die aktuelle polizeiliche Lage sieht einen verstärkten Streifendienst bei den schutzwürdigen Objekten vor. Drei sicherheitspolizeiliche Schutzzonen gibt es in Wr. Neustadt und dies scheint eine endlose Tätigkeit zu sein, derzeit bestehen am Bahnhof etwa 60 Betretungsverbote zum Schutz unserer Jugendlichen! Zusätzlich kam die Überprüfung der Quarantänemaßnahmen und dringend notwendige Zustellungen für die Gesundheitsbescheide noch dazu. Bei den drei Polizeiinspektionen in Wiener Neustadt sind mehr als 100 PolizistInnen angestellt, darüber hinaus gibt es auch noch eine Verkehrsinspektion mit Spezialwissen wie z. B. von den der Gefahrgüter. Weiters gibt es noch einen operativen Kriminaldienst, der zivil im Hintergrund agiert. Obwohl die kriminalpolizeiliche Entwicklung einem positiv stimmen könnte, schaut es bei einer persönlichen Betroffenheit immer ganz anders aus.

„Bei dem Projekt ‚Gemeinsam Sicher für die Innenstadt‘ geht es seit 5 Jahren um eine verbesserte Zusammenarbeit mit der Zivilbevölkerung sowie mit Behörden und Ämtern!  Bei verdächtigen Wahrnehmungen Polizei (- Notruf) anrufen! Besser einmal zu viel als zu wenig!“ meint der Polizeichef.

Die urbanen Herausforderungen sind die Bekämpfung der Gewalt in der Privatsphäre, die sichtbare Präsenz in der Öffentlichkeit wie beispielsweise mit den acht ausgebildeten FahrradpolizistInnen und schließlich die Überwachungsmaßnahmen wegen der Pandemie. Beispiele für das subjektive Sicherheitsgefühl: Als im Jahre 2006 Kameras der polizeilichen Videoüberwachung in der Herrengasse angebracht wurden, erhöhte sich drastisch das Sicherheitsgefühl, obwohl sich die Statistik der Körperverletzungen nicht wesentlich geändert hatte. Während der Flüchtlingskrise 2015 war die öffentliche Wahrnehmung ganz anders (sorgenvoller) als das bekanntgewordene statistische Zahlenmaterial von Straftaten.

Derzeit wird im Rahmen von „Gemeinsam Sicher“ das Licht-Projekt durchgeführt, d. h. in den Parkanlagen der Innenstadt wird die Beleuchtung erneuert und es wird heller und dadurch fühlbar sicherer.

In der Diskussion appellierte der Stadtpolizeikommandant an die ehrenamtlichen Sicherheitspartner in der Bevölkerung, die das Sprachrohr zur Polizei darstellen: „Jeder Einzelne von uns produziert Sicherheit in und für Wr. Neustadt. Die Polizei hat in der Stadt eine exzellente Interventionszeit von unter 5 Minuten und außerdem ist für Spezialeinsätze das Einsatzkommando COBRA und die Flugpolizei stets präsent!“ Seit 2017 besteht „Gemeinsam Sicher“, dies könne nur funktionieren, wenn man bei Gefahr sofort 133 wähle! Man solle sich keine Sorgen machen, die betroffene Person erfahre ob der strengen Datenschutzrichtlinien nicht, wer angerufen hat!

Der Schlussappell des Stadtpolizeikommandanten lautet: „In der Stadt gibt es 90 000 Augen der Bevölkerung und 300 der PolizistInnen! Schauen Sie deshalb nicht weg, rufen sie besser an!“

PI Wiener Neustadt Burgplatz  –   Burgplatz 2:                               059 133 3391 100
PI Wiener Neustadt Flugfeld    –   Julius Willerth-Gasse 24:        059 133 3392 100
PI Wiener Neustadt Josefstadt  –   Pottendorfer Str. 62:              059 133 3393 100

Polizeinotruf national                133
Polizeinotruf – international     112

 

Bericht & Fotos: Mag. Serge Claus

 

 

 

 

 

 

Sep 28

Das waren das Bundestreffen und die Mitgliederversammlung 2021

Die Bundes- und Mitgliederversammlung der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper ist vorüber. Zurück bleiben unvergessliche Eindrücke. Nach guter Vorbereitung der Landesleitung Tirol konnte für die aus ganz Österreich angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer – nachdem Freitag die Mitgliederversammlung mit Kameradschaftsabend stattgefunden hatte – Samstag zum Festakt am Bergisel wie auch zum Besuch des UN Museums nach Nauders geladen werden.

Die Bundes- und Mitgliederversammlung wurde im altehrwürdigen Hotel Gasthof Sailer Innsbruck abgehalten. Nach Einmarsch der VÖP Standarte zu den Klängen der Peacekeeperfanfare intoniert von einem Ensemble der Militärmusik Tirol, wurde die Sitzung – der Bundesvorstand war fast geschlossen anwesend – gemäß den ausgesandten Tagesordnungspunkten eröffnet. Als Ehrengast Militärkommandant von Tirol Brigadier Mag. Gstrein begrüßt.

Am Schluss der abgearbeiteten Tagesordnung standen Ehrungen an die im Beisein vom Präsidenten und den beiden Vizepräsidenten bei den Geehrten vorgenommen wurden. Zeitgleich wurden am Nachmittag die Damen mit einer kleinen Stadtführung durch Innsbruck verwöhnt, was in bewährter Weise von Oberst i.R. Scheibler mit Charme durchgeführt wurde. Der erste Kameradschaftsabend im „Sailer“ wurde lukullisch eingeläutet, es gab bis spät in die Nacht Gelegenheit über vergangene Zeiten zu plaudern. Aber auch was sich ergeben hat an Neuem seit den letzten Begegnungen.

Bei prächtigem Spätsommerwetter, Traumkulisse rundum mit Blick auf Innsbruck wurde tags darauf am Samstag auf historischem Boden den Gästen ein feierlicher Festakt mit „landesüblichen Empfang“ geboten.

Vor allem den angetretenen UN Veteranen, „verstärkt“ durch begleitende Partnerinnen und Damen. Geladene Ehrengäste, darunter der Militärkommandant von Tirol, Brigadier Mag. Ingo Gstrein, die Vizepräsidentin des Tiroler Landtages Mag. Sophia Kircher, Militärpfarrer MMMag. Gmachl-Aher, VÖP Präsident General i.R. Höfler, der Polizeichef von Tirol Hofrat Kohler und andere konnten von Landesleiter Tirol, Brigadier i.R. Nikolaus Egger begrüßt werden. Den festlichen Rahmen am Vorplatz des Ulrichshauses – einem ehemaligen k.u.k. Offizierscasino – bildete die Militärmusik Tirol in Vollstärke, die Innsbrucker Wiltener Schützen als Ehrenkompanie wie auch Fahnenabordnungen der Tiroler Traditionsverbände. Die VÖP Standarte hatte dabei Sonderstatus: Ein- und Ausmarsch mit Signal. Das Gesamtkommando hatte in bewährter Weise Vizeleutnant i.R. Wohlkönig inne. Auch ein Höhepunkt des Festakts: die Ehrensalve „General de Charge“ genannt, zackig abgefeuert durch die Ehrenkompanie Wilten.

Der Nachmittag desselben Tages wartete ebenso mit einem Novum auf: dem 1. Tiroler UN-Museum in Nauders in der Festung Hochfinstermünz. Hierzu wurde die Gäste mit einem BH Grossraumbus aus Innsbruck dorthin „verlegt.

Das UN-Museum feierlich eröffnet im Beisein von Präsident General i.R. Höfler und LL Brigadier i.R. Egger wie auch dem VBM von Nauders, Karl Ploner, bot den Besuchern Eindrücke von gesammelten Requisiten vieler Jahre aus den Einsatzländern. Das traditionelle Tiroler Schnapserl, vorher ausgeschenkt von Marketenderinnen der Nauderer Schützenkompanie, durfte ebenso nicht fehlen.

Nach der Rückverlegung nach Innsbruck konnte beim zweiten Kameradschaftsabend an den gestrigen Gesprächen angeschlossen werden was bei gutem Essen vom Buffet und bestem Service des Hauses sich ausgezeichnet ergab. Somit ist der Staffelstab übergeben: nach Salzburg der nächsten Bundesversammlung der Österreichischen Peacekeeper in Salzburg 2022!

Bericht: Cattani Bruno Toaba
Fotos: Kirchmair/VÖP Tirol, Alexander Panzhof

 

 

 

Sep 12

Das war die Austrian Peacekeepers Charity Golf Trophy 2021

G emeinschaft

O ffenheit

L eidenschaft

F airness

„GOLF“

Der sommerliche Herbsttag lockte am 4. September 2021 bereits zum vierten Mal wieder 75 Teilnehmer und Teilnehmerinnen zur geladenen Austrian Peacekeepers Charity Golf Trophy in Kooperation mit United Nations Golf Club und ORF Golfsektion in den Golfclub Föhrenwald (GCF).

Dieses Charity Golf Trophy ist ein besonderes Erlebnis, unter den Spielern entsteht meist eine lockere Atmosphäre, das Golfen macht Spaß und an diesem Tag wird alles andere in den Hintergrund gestellt. Landschaftlich sehr schön gelegen, ein perfekt gepflegter 18 Loch Platz, umgeben von Schwarzföhren und Buschwerk und mit Blick auf die Hohe Wand und den Schneeberg, das ist der Golfclub Föhrenwald.

Hin und wieder tummeln sich Zieseln – das Maskottchen vom GCF – auf dem grünen Rasen und man hat beinahe das Gefühl, sie beobachten und begleiten die Spieler.

Mit Weinverkostung, Tombola, hervorragendem Buffett und Preisverleihung durch die Präsidenten der Vereinigung Österreichischer Peacekeeper, General i.R. Mag. Günter Höfler, ORF-Golfsektion Philip Miro und UN-Golfclub Brett Moldovan endete bei bester Stimmung die gelungene Veranstaltung.

Das Charity geht an Sr. Johanna Schwab von den Barmherzigen Schwestern in Zams in Tirol. Sr Johanna ist seit über 20 Jahren höchst erfolgreich im Kosovo tätig, wird dort auch als „Angel of the Kosovo“ bezeichnet. Unter anderem hat sie mit österreichischen Firmen und Schulen bisher 8 Schulen aufgebaut. Unser Beitrag geht an die Schule Scender Luarasi in Suva Reka (im Süden des Kosovos, wo jahrelang österreichische Peacekeeper stationiert waren). Diese ausgezeichnete Schule hat über 1000 Schüler welche in 2 Schichten unterrichtet werden.

Bis zum nächsten Jahr, wo wir wieder mit GOLF, der Sportart mit rätselhafter, angelsächsischer Sondersprache ( Birdie, Bogey, Par, Chip, Wedge, Diver) konfrontiert werden.

 

Bericht: Irene Valina
Fotos: Panzhof, Valina